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Elektro Roller zum Mieten

© Pexels, Pixabay

E-Roller zum Mieten: dieser Trend zieht immer mehr Menschen an. In Berlin und Hamburg sieht man die umweltfreundlichen Scooter bereits an jeder Ecke. Die Anmeldungen bei den Anbietern nehmen täglich rasant zu. Aber welche Anbieter gibt es überhaupt und wie funktioniert der Service?

11.08.2017 Ein Beitrag von Mona Kern

Markt und Konkurrenz wachsen stetig

Vor allem in Hamburg und Berlin verbreiten sich die elektrischen Fahrzeuge rasant. Anfangs hatte das Startup Emio als erster Anbieter deutlich die Nase vorn, doch mittlerweile ist die Konkurrenz gewachsen. Je gefragter die Roller werden, desto umkämpfter wird natürlich auch der Markt. Konkurrenz gibt es unter anderem von Unu, dem Berliner Startup Emmy und der Tochterunternehmen von Bosch namens Coup.

Bild: coup
Bild: coup

Ein simples Erfolgskonzept

Egal für welchen Anbieter der Kunde sich entscheidet, das Prinzip ist größtenteils einheitlich: Um einen Roller zu nutzen braucht man einen gültigen Autoführerschein und die App des jeweiligen Verleihs.

Über die App erfährt man dann, wo und ob in der Nähe ein E-Roller verfügbar ist. Man kann diesen für eine Viertelstunde reservieren. Wenn man mithilfe der App das Helm-Case mit zwei enthaltenen Helmen öffnet, beginnt die Abrechnung. Je nach Angebot erhält man unterschiedlich viele Freiminuten. Am Ende der Fahrt bezahlt man via App und Kreditkarte entweder nach Minuten oder Kilometern, aber meistens nach der Variante, die für den Kunden am billigsten ist.

Möchte man einen Roller 24 Stunden lang mieten, bezahlt man bei Emmy beispielsweise 24€ und bei Coup insgesamt 30€, letzteres aufgeteilt in Tag- und Nachttarif. Wenn man die Roller jeweils zu zweit nutzt, ist man also für relativ wenig Geld den ganzen Tag über mobil.

Mit einem voll aufgeladenen Roller kommt man bis zu 100 Kilometer weit, was selbst in Großstädten für zahlreiche Fahrten reicht. Wenn die Batterie mal leer ist, sorgt meist der Anbieter dafür, dass der Akku entweder ausgetauscht oder aufgeladen wird. Der Kunde kann in der App sehen, wie voll der Akku des jeweiligen Fahrzeugs noch ist.

Man sollte jedoch bedenken, dass die Roller außerhalb der Innenstädte fast nutzlos sind, da die Fahrgeschwindigkeit gesetzlich auf maximal 45km/h festgelegt ist und die Systeme meistens auch nur auf bestimmte Gebiete beschränkt sind.

Screenshot: https://emmy-sharing.de/
Screenshot: https://emmy-sharing.de/

Warum ausgerechnet elektrische Roller?

Sharing-Konzepte für Verkehrsmittel sind an sich nichts wirklich Neues. CarSharing ist mit Anbietern wie car2go und DriveNow bereits in den meisten deutschen Großstädten erfolgreich.

Die Vorteile der E-Roller im Vergleich zu Autos liegen besonders in Städten wie Berlin auf der Hand: Sie sind leiser, billiger und vor allem praktischer in der überfüllten Innenstadt als ein Auto. Auch die Umweltbelastung ist hier deutlich geringer. Beim CarSharing ist nur circa jedes siebte Auto elektrisch, während die E-Roller im Vergleich zu Benzin-Rollern deutlich überwiegen. Im Stadtverkehr verbrauchen Benzin- oder Dieselfahrzeuge in der Regel durch Stop-and-go die meisten Ressourcen. Elektrische Roller sind daher deutlich umweltfreundlicher.

Elektrische Zukunft für Städte

Der Trend schwappt mittlerweile auch in andere Großstädte Europas. In Köln und Essen kann man zwar schon vereinzelt Startups finden, die E-Roller verleihen, aber sie haben sich dort noch nicht wirklich durchgesetzt.

Nachdem in Hamburg und Berlin bereits 350 Elektro-Roller von Emmy verfügbar sind, möchte das Startup eine weitere noch unbekannte Stadt in Deutschland mit seinen Produkten ausstatten. Auch die anderen Anbieter stocken nach und nach ihre Roller-Flotten auf. Coup expandiert bereits in diesem Sommer sogar mit 600 Rollern nach Paris.

Natürlich hat das Prinzip noch kleine Macken, sodass zum Beispiel der Abrechnungszeitraum häufig schon läuft, obwohl man den Roller noch nicht nutzen kann. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass die ersten Modelle erst vor circa einem Jahr auf den Markt kamen, ist der Erfolg beachtlich. Dementsprechend positiv fällt auch das Feedback der meisten Kunden aus. Bisher sieht es also sehr gut aus für die elektrischen Roller, aber ob das Konzept langfristig aufgeht bleibt abzuwarten.

Mehr zum Thema: Share Economy – wenn die Wirtschaft teilen lernt

Anbieter:

emmy

unu

Schwalbe

coup

 

 

 

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