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Volocopter – Das erste Lufttaxi der Welt will hoch hinaus

Über den Dächern der Stadt: der Volocopter als nachhaltige Alternative zum öffentlichen Nahverkehr

Der Volocopter ist das erste autonome Lufttaxi der Welt – Wir haben mit dem Co-Founder Alex Zosel über die reale Science Fiction gesprochen.

Herr Zosel, Sie sind Co-Founder von Volocopter. Können Sie uns kurz schildern was den Volocopter als Lufttaxi ausmacht?

Wir bei Volocopter entwickeln das weltweit erste autonome Lufttaxi, um den Verkehr in Großstädten zu entlasten. Das Flugtaxi wird als nachhaltige, leise und zeitsparende Mobility-as-a-Service-Lösung eingesetzt werden. Der Volocopter sieht einem Helikopter ähnlich, basiert auf Drohnentechnologie, ist batteriebetrieben und ist dadurch sicher, dass alle flugkritischen Komponenten mehrfach redundant verbaut sind. Als wahre Pioniere fliegt Volocopter regelmäßig seit 2011 pilotiert und autonom. Wir erwarten die ersten kommerziellen Volocopter-Routen innerhalb von 5 Jahren.

Wie teuer wird eine Fahrt mit dem Volocopter durchschnittlich sein?

Langfristig wird der Volocopter ähnlich viel wie ein Taxi heutzutage für die gleiche Strecke kosten. Nur fliegt man damit viel schneller an sein Ziel, da man den direkten Weg einschlagen kann und nicht im Stau stehen muss.

Wie viele Personen passen in den Volocopter und wie viel Gewicht kann das Lufttaxi tragen?

Es finden zwei Personen in der aktuellen Volocopter-Testgeneration Platz, die in Summe bis 160 Kilo wiegen können. Schon in der nächsten Generation kann dann schon z.B. Passagiergepäck mitgenommen werden.

Wird es für Städte lukrativ sein, die Infrastruktur für den Volocopter auszubauen?

Sicherlich. Flugtaxis sind interessant für Städte, die den Einwohnern auf dem Boden und über traditionelle Infrastruktur keine weitere Mobilität mehr bieten können.

Drohnen sind bereits nicht gerade leise unterwegs. Wie sieht das mit dem Volocopter aus?

Der Volocopter hat eine viel tiefere Tonsignatur als herkömmliche Drohnen, es ist einem tiefen Brummen ähnlich. Das ist sehr wichtig, denn diese tiefere Frequenz wird besser von der Luft absorbiert und wird vom Menschen als deutlich angenehmer wahrgenommen als beispielsweise das hohe Surren einer Drohne oder das laute Schlagen eines Helikopters. Im Resultat heißt das, dass man den Volocopter auf einer Flughöhe von 100 Metern in einer Stadt gar nicht mehr hören wird.

Bei einer Stadt so groß wie Berlin. Wie viele Lufttaxis können ungefähr zur gleichen Zeit fliegen ohne dass sich diese in die Quere kommen?

Da werden tausende Flugtaxis fliegen können, ohne dass es ein Problem darstellt. Wie die großen Airliner im oberen Luftraum, werden auch die Flugtaxis, Kameradrohnen, Rettungshubschrauber im unteren Luftraum über ein sogenanntes Air Traffic Management System organisiert und miteinander kommunizieren. Damit wird ganz klar geregelt, wer wann wo fliegen darf.

Bald schon Normalität? Der Volocopter soll den öffentlichen Verkehr entlasten

Die Lufttaxis fliegen autonom. Wie kommen die Menschen sicher ans Ziel?

Wenn die Volocopter als Flugtaxis von internationalen Behörden zugelassen werden, werden sie den Sicherheitsstandards von kommerziellen Fluggeräten (z.B. Verkehrsmaschinen) entsprechen. D.h. vom Fluggerät her werden sie sehr sehr sicher sein. Seit Jahrzehnten ist autonome Mobilität in der dritten Dimension ja schon gelebte Realität. Verkehrsmaschinen im oberen Luftraum werden durch hochsichere ATMs (Air Traffic Managementsysteme) koordiniert und immer mehr digitale Systeme lassen die Fluglotsen zu reinen Sicherheits-Beobachtern werden. Auch Starten und Landen machen die Verkehrsmaschinen schon seit Längerem aus Sicherheitsgründen bei schwierigen Bedingungen wie z.B. bei Nebel voll autonom. Dadurch dass der Volocopter in der Luft stehen bleiben kann ist er noch viel leichter autonom steuerbar wie eine Verkehrsmaschine, die immer eine Mindestgeschwindigkeit braucht und dabei auch noch in einem sehr kleinen Fluglagewinkelbereich gehalten werden muss um überhaupt Fliegen zu können. D.h. vom technischen her ist es sehr einfach ein sicheres autonomes Fliegen mit Volocoptern zu realisieren. Ein weiteres Beispiel: Neben dem Nutzen von in der digitalen Infrastruktur fest integrierten Notlandeflächen ist es heute schon Stand der Technik, dass das Fluggerät durch integrierte Sensoren zudem zusätzlich geeignete Landeflächen im Flug kontinuierlich identifiziert kann.

Was vor einigen Jahren noch Utopie war und lediglich in Science Fiction Filmen realisiert wurde, kann heute Realität sein. Wie schätzen Sie die Zukunft von Volocopter ein? Werden die Menschen in die neue Technologie vertrauen und das Angebot nutzen oder besteht noch zu viel Respekt vor diesen neuen Fortbewegungsmitteln?

Unter Experten ist es keine Frage mehr ob Flugtaxis kommen, sondern wann. Wir gehen davon aus, dass die ersten kommerziellen Strecken bereits in den nächsten 3-5 Jahren voll in Betrieb sein werden. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass die Einwohner der Städte die Flugtaxis akzeptieren. Sowohl, die die damit fliegen werden, als auch die am Boden. Das haben wir im Design des Volocopters bereits berücksichtigt. Er fliegt sicher, emissionsfrei, und ist auf einer Flughöhe von 100 Metern am Boden nicht mehr hörbar. Zudem wird dem Passagier ein sehr emotional positives Erlebnis bei der Nutzung beschert – das Betrachten Seiner Welt von Oben. Die Menschen werden es lieben die Volocopter zu nutzen, eben Fliegen für Jedermann.

Wie nachhaltig ist der Volocopter sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb?

Nachhaltig ist der Volocopter im Betrieb, da er komplett emissionsfrei vollelektrisch fliegt. Der große Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Stadtverkehr ist aber, dass die benötigte Infrastruktur für den Volocopter im Vergleich zur „Konkurrenz“ am Boden exorbitant nachhaltiger ist. Flächeversiegelung, Baukosten für Straßen, Brücken, Tunnel Schienentrassen sowie deren Instandhaltung verschlingen Milliarden. Der hohe Aufwand in der Flugtaxi-Infrastruktur liegt im digitalen Bereich. Natürlich wissen wir, dass die Nachhaltigkeit der E-Mobilität stark an den Produktionsmethoden der Batterien und an der Herstellung vom verwendeten Strom abhängig ist. Aber hier sind wir wie die E-Mobilität am Boden an den aktuellen Stand der Technik gebunden.

Der Volocopter ermöglicht es nicht, die Menschen von Haustür zu Haustür zu bringen, da spezielle Hubs (Terminals) notwendig sind, die nur an speziellen Standorten in der Stadt installiert werden. Wieso ist die Nutzung des Volocopters trotzdem für Jedermann sinnvoll?

Der Volocopter wird das bestehende Mobilitätsnetz ergänzen. Auf hochfrequentierten und stauintensiven Routen wird das Preis-Leistungsverhältnis des Flugtaxis unschlagbar sein. Nachhaltig werden wir die Mobilität nur verändern – und das ist unser Anspruch – wenn wir vielen Menschen das vereinfachen. Das heißt hohe Abflugzahlen und Skalierungseffekte, die den Volocopter für jedermann bezahlbar machen.

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