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Smart Parken und Sprit sparen dank Apps

Die Städte wachsen, die Pendlerzahlen nehmen zu und gefühlt sind sie alle auf der Suche nach dem einen freien Parkplatz. Doch innovative Apps haben es sich zum Ziel gesetzt, die Parkplatzsuche einfacher, bequemer und umweltfreundlicher zu gestalten.

26.10.2017 – Ein Beitrag von Bianca Schillinger

„Hier vielleicht? Oder da vorne? Ah, Mist, der vor mir war schneller!“. Diese Selbstgespräche kennt jeder, der schon einmal mit dem Auto in einer größeren Stadt unterwegs war und irgendwo parken wollte. Und eben weil es sich bei der Parkplatzsuche um ein alltägliches Problem handelt, gibt es mehr und mehr Apps, die es lösen wollen. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Ansätze, wie das gehen kann. Sie alle eint, dass die User Zeit und Benzin sparen und so gleichzeitig etwas gutes für die Umwelt tun.

Nachfühlen, wo freie Plätze sind
Die Grundfrage all dieser Apps ist, wie man herausfindet, welche Plätze frei sind und welche belegt. In manchen Urlaubsländern verdienen sich gewitzte Einheimische etwas dazu indem sie Parkplatzvermittler spielen und die Touristen zu freien Stellplätzen lotsen. Schöne Idee, aber wie kann man das Ganze digitalisieren? Die Münchner von Park Here  haben Parkplatz-Sensoren entwickelt, die dieses Problem lösen sollen. Sie kommen komplett ohne externe Stromversorgung aus und sollen bis zu 25 Jahre halten. Die Anbringung dauere maximal fünf Minuten und ist mit herkömmlichen Fahrbahnmarkierungsmaschinen möglich. Diese clevere Technik findet großen Anklang im In- und Ausland: Unter den Kunden befinden sich neben München und Hamburg auch z.B. St. Gallen und Bordeaux.

Smart ins Parkhaus
Parkhäuser haben Fans uns Feinde. Die einen schätzen das sichere und witterungsgeschützte Parken, andere nervt das zirkeln durch enge Autoreihen und das endlose Im-Kreis-Fahren, bis endlich ein Parkdeck mit freien Plätzen gefunden ist. Das Startup Evopark möchte zumindest letzterem den Kampf ansagen: in der App sieht der Nutzer auf einen Blick, in welchem Parkhaus und wo genau noch Stellplätze verfügbar sind. Dank einer Erkennungs- und Bezahlkarte, die einfach ins Auto gelegt wird, öffnet sich die Schranke automatisch, die Rechnung kommt einmal monatlich. Somit entfällt auch das Papierticket, das man sonst so gerne verlegt und das Bezahlen am Automaten. Und das Konzept überzeugt: Neben Porsche investiert auch Axa in das Startup. Die Versicherungsgesellschaft bietet mittlerweile mit Evopark zusammen die App „Clever Parken“ an.

Mein rechter, rechter Platz ist leer
So ein privater Stellplatz ist wirklich toll. Keine Parkplatzsuche, kein Warten, keine langen Fußwege. Aber die Hälfte der Zeit wird er gar nicht benutzt, weil man auf der Arbeit, beim Einkaufen oder auf einem Ausflug ist. Eigentlich schade, oder? Das dachten sich auch die Macher von Ampido und entwickelten eine Art AirBnB für Autos. Wer einen oder mehrere freie Parkplätze hat, kann diese online eintragen, die Verfügbarkeit angeben und pro vermieteter Stunde Geld verdienen. Davon profitieren auch die Autofahrer, denn sie können bequem am Handy einen Parkplatz buchen, ohne lang herumfahren zu müssen. Außerdem sparen sie dabei auch noch Geld: Die Preise der privaten Anbieter sind meist deutlich niedriger als reguläre Parktickets.

Erste große Erfolge
Viele Startups sind noch am Tüfteln, die Gründer von Parkpocket haben es schon geschafft: Ihre App wurde im September von Continental übernommen. Der Automobilzulieferer überlässt die Führung des Unternehmens weiterhin den vier Junggründern, welche das hinzugewonnene Kapital nutzen wollen um ihre Technik weiter auszubauen. Bisher kann man mithilfe ihrer App freie Parkplätze in der Nähe finden, die gewünschte Parkdauer eingeben und bequem die Preise vergleichen. Hat man sich für einen Stellplatz entschieden wird man auf dem schnellsten Weg zum freien Parkplatz gelotst. In Zukunft soll es auch möglich sein, Parkplätze im Voraus zu reservieren, z.B. an Flughäfen.

Die Konkurrenz für die Startups wächst stetig: Auch Großkonzerne wie BMW, Audi und Bosch entwickeln eigene Park-Apps. Eine flächendeckende Lösung ist dringend nötig, denn allein auf deutschen Straßen wächst die Zahl der Fahrzeuge jährlich um circa 1 Million. Auch die Städte wachsen stetig, und mit ihnen die Pendlerzahlen.

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