Re;publica: Digitalisierung richtig nutzen

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06.05.2019, Berlin: Die Maus vom WRD läuft über das Geländer der re:publica. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Sie findet in diesem Jahr vom 06. bis 08. Mai in der STATION-Berlin statt. Foto: Stefanie Loos/re:publica

Die Re;publica ist eine Konferenz, die sogar teilweise als Festival bezeichnet wird und sich mit Themen der digitalen Gesellschaft im Bezug auf Technologie, Wissenschaft, Politik, Kultur und Soziales beschäftigt.
Vom 6. bis 8. Mai wurden in der Station Berlin Vorträge und Podiumsdiskussionen gehalten, welche Blogger, Politiker, Geschäftsleute und viele weitere zusammenbrachte.

Das Motto lautete: “tl;dr”. Der Internet-Slang steht for too long, didn’t read und sagt aus, dass ein Text oder Beitrag zu lang war und aus diesem nicht gelesen wurde.
Unter diesem Motto möchte sich die Konferenz dem “Kleingedruckten” widmen. Es soll recherchiert, Wissen weitergegeben und zur Kontroverse angeregt werden – alles rund um die digitale Gesellschaft.

Zur selben Zeit hat in der Station Berlin die Media Convention stattgefunden, die Themen der Medienbranche diskutiert. Auf drei Bühnen wurden Film, Fernsehen, Plattformen, Journalismus-Formate und Digitalisierung diskutiert.

Wir waren dabei und haben die Konferenz für euch unter die Lupe genommen. Dabei haben wir uns besonders mit den Themen Mobilität, Generation Y, Instagram und Digitale Mächte auseinandergesetzt.

re;publica
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Das Konferenz-Gelände selbst sieht auf den ersten Blick eher einem Festival gleich. Man betritt einen Hof auf dem zahlreiche Food-Trucks unterschiedliche Mahlzeiten anbieten. Musik ist zu hören und Menschen stehen und sitzen gesellig zusammen und unterhalten sich über Themen, die auf der Konferenz aufgegriffen wurden.

Wenn man den Hof durchläuft, gelangt man zur Haupthalle, in der man langsam den Eindruck einer tatsächlichen Konferenz oder Messe bekommt. Unternehmen und Organisationen stellen sich hier an Ständen vor, verteilen Geschenke und erzählen über die Hintergründe ihrer Organisation. Man trifft Menschen jeder Altersklasse und die meisten von ihnen haben ein Interesse an nachhaltigen Themen und Unternehmensgründung.
Jan 18, hat uns in einem kurzen Gespräch berichtet, dass er hofft, sich eines Tages Selbstständig zu machen und zur Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft beizutragen.
Sowohl der unternehmerische Gedanke als auch das Umweltbewusstsein prägen die gesamte Konferenz wesentlich.

Digital Power and its Discontents
Der erste Vortrag, den wir uns angeschaut haben, Digital Power and its Discontents, übersetzt: Digitale Mächte und ihr Missfallen. Evgeny morozov, ein weißrussischer Publizist geht kritisch auf das Thema Innovation ein. Auf eine fast brutale Weise schildert er die Gegebenheiten in der Welt und die “schwarzen” Zukunftsaussichten, die folgen, wenn die Digitalisierung nicht in Richtung einer anderen Reihe von Zielen gesteuert wird, welche mehr das Wohlsein der Gesellschaft behandeln.
“Schwer aber machbar” nennt er die Umwandlung, die wir durchlaufen müssten, die seiner Meinung nur möglich ist wenn wir, als Gesellschaft eine Änderung fordern.

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Digital Power and Its Discontents

Hilfe, die Generation Y kommt
Julia Frohne, eine Professorin für Kommunikationsmanagement, geht auf die Veränderungen in der Arbeitswelt ein, welche durch den Einstieg der Generation Y (1980-1995) in die Arbeitswelt entstehen. Sie gibt hierbei praxisorientierte Tipps für Arbeitgeber, die sich mit dem Unterschied der Generation Y gegenüber früherer Generationen auseinandersetzen.
Sie beschreibt, welche Punkte für diese Generation beim Arbeitsleben am Wichtigsten sind, wodurch auffällig ist, das eine gesunde Work-Life-Balance und ein gutes Arbeitsklima entscheidend sein werden. Die Generation Y ist ebenso wechsel-freudiger , wenn der Job keinen Spaß macht. Somit ist es als Arbeitnehmer zwingen notwendig, diese Änderungen zu akzeptieren und mitzugestalten. Abschließend, nennt Frohe 4. Handlungsempfehlungen die entscheidend sind:
– Den Wertwandel ernst nehmen
– Die Einarbeitung
– Aufstiegsmöglichkeiten
– Mitarbeiter bei befristeten Stellen unterstützen

What`s up Instagram?
Wir wollten natürlich versuchen, das meiste aus beiden Konferenzen mitzunehmen und haben uns als Drittes einen Vortrag der Media Convention von Duygu Gezen zu dem Thema Instagram angehört. Hier war direkt bemerkbar, wie viele Menschen sich für dieses Thema interessieren, denn der Vortragsraum war brechend voll.
Gezen stellte in ihrem Vortrag unterschiedliche Instagram-Kanäle vor und zeigte, wie sie sich von den klassischen Instagram-Kanälen, die sich mit Food, Fashion und gut posierten Bildern beschäftigen, abheben.
Sie zeigte Ihre Lieblingskanäle: 99stherock, news-wg, eva.stories, fynn kliemann, die sie als sehr authentisch bezeichnet.

Whats up Instagram?
What`s up Instagram?

Abschließend gibt sie uns, dem Publikum einen Tipp: Wer selbst mit einem Instagram-Kanal durchstarten möchte, sollte sich zuerst eine Frage stellen: Wie kommt der Nutzer auf meine Inhalte?

Mobil Mobil? Die Mobilität der Zukunft ist mehr als ein digitales Roadmovie!
Bei einer Podiumsdiskussion rund um das Thema Mobilität haben Stephan Rammler, Sigrid Evelyn Nikutta und Dirk Meyer mit der Unterstützung von Hanna Gersmann unterschiedliche Fragen bezüglich der Zukunft der Mobilität diskutiert. Es wurden Fragen behandelt wie: Was kann das Rückgrat der Mobilität sein? Wer bestimmt den Verkehr in der Zukunft?
Es entstanden interessante Gespräche, die auch beim Publikum Anklang fanden, denn schließlich hat fast jeder, auf die eine oder andere Weise, einen Bezug zum Thema Mobilität.
Auch angehende Unternehmer waren an dieser Podiumsdiskussion für ihre eigene Unternehmensgründung interessiert. Ricardo 29, berichtete, dass auch er sich in dem Sektor Mobilität selbstständig machen möchte und danach strebt, das Technology für alle verfügbar und bezahlbar ist. Die Technology zugänglich und bezahlbar zu machen, als auch den Einfluss von Startups im Bereich Mobilität war eine der Hauptfragestellungen und wird uns auch in Zukunft stark beeinflussen.

Unser Fazit:
Die Konferenz bietet spannende Inhalte rund um das Thema Digitalisierung. Aktuelle Themen werden aufgegriffen die auch beim Publikum und bei uns, stark zum Denken anregten. Wie wir anhand der Gespräche mit den Besuchern festmachen konnten, ist auch hier der Gedanke stark vertreten, eine nachhaltigen Gesellschaft zu schaffen, die das Internet und die Digitalisierung nutzt, um Probleme der Gesellschaft anzugehen und den Menschen in den Vordergrund zu stellen. Wir sind gespannt, was die Re;publica im nächsten Jahr präsentiert und können  sicherlich spannende Themen rund um die neusten Entwicklung in der Digitalisierung erwarten.
Wer sich also für Digitalisierung interessiert, findet hier ganz sicher anklang. Lies hier, wenn du die Vorträge der diesjährigen Konferenz sehen möchtest.

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