HEUREKA – Gründerszene‘s Startup- und Tech-Konferenz

Pflichtprogramm für die Startup- und Tech-Szene

Heureka – ein Ort an dem alle aus der Startup- und Tech-Szene zusammenkommen, wo die, die noch für den großen Durchbruch arbeiten, auf jene treffen, die bereits ernten, was sie säten. Mit spannenden Vorträgen von Rednern aus den verschiedensten Bereichen, Workshops, Podiumsdiskussionen, sogenannten Kamingesprächen und einem Netzwerkbereich bietet die Heureka 2019 den Teilnehmern eine Plattform für Austausch und Inspiration rund um die Themen Gründung, Startups, Digitalisierung und Technologie.

Hintergrund der Konferenz

Die Startup- und Tech-Konferenz Heureka geht 2019 in die 8. Runde. Heureka ist 2012 eine der ersten deutschen internationalen Startup Konferenzen und bringt seitdem jedes Jahr Gründer, Investoren, Unternehmen, Startup-Interessierte und Experten aus der digitalen Welt und Tech-Szene zusammen. Organisiert wird die Konferenz von Vertical Media, ein Anbieter verschiedener online und offline Plattformen für Wirtschaftsjournalismus, wie Gründerszene. Als einer der „Production Partners“ der Heureka waren wir am 12. Juni vor Ort in der Malzfabrik in Berlin und Teil dieser spannenden und inspirierenden Konferenz.

Die Location: Malzfabrik, Berlin

Das Gelände der Malzfabrik eignet sich hervorragend für eine Konferenz im Sommer. Im großzügigen Außenbereich befinden sich neben dem Ausstellungsbereich, das Catering und außerdem eine Außenbühne mit Sonnendach. Der geräumige Innenbereich ist aufgeteilt in den Bereich mit der Hauptbühne, der genügend Platz für alle Gäste hergibt, den Workshop-Bereich, sowie im oberen Stockwerk den Netzwerkbereich mit angrenzendem Co-Working Space. Im Ausstellungsbereich haben verschiedene Unternehmen und Startups die Möglichkeit ihre Produkte vorzustellen. Hier finden sich etwa Infostände von unu, einem smarten Elektroroller, fiverr, einer Plattform für Freelancer und Auftraggeber oder Koukée, die Snacks und Kekse auf Mandelbasis herstellen. Das Catering verwöhnt die Konferenzgäste mit Kaffeespezialitäten, Burritos, uruguayischem Street Food und, an diesem heißen Tag mit 32 Grad besonders wichtigen, kühlen Getränken. Die Workshops zu den Themen „Legal & Finance“, „Founder Stories“, „Business Hacks“ und „How to Grow“ geben den Teilnehmern die Möglichkeit praktische Ratschläge direkt von Experten zu bekommen. Nach einem Willkommen vom Vertical Media CEO Dr. Lars Janzik und dem Chefredakteur der Gründerszene Alex Hofmann kann es auch schon losgehen mit Vorträgen, Workshops und Gesprächen auf der Heureka 2019.

Ist Nachhaltigkeit ein Thema auf der Heureka?

Auf der Konferenz wird schnell klar: Nachhaltigkeit ist ein großes Thema für viele Gründer. Wie gestalte ich meinen Produktionsprozess umweltfreundlicher? Wie berücksichtige ich alle Komponenten, von der ökologischen über die ökonomische bis hin zur sozialen Nachhaltigkeit in meinem Unternehmen? Solche Fragen werden in den Vorträgen und Podiumsdiskussionen von verschiedenen Gründern adressiert. Es scheint, als käme man heutzutage um den Aspekt Nachhaltigkeit bei einer Gründung nicht mehr herum.

Little Lunch – eine Erfolgsgeschichte

Die Gründer von Little Lunch, Daniel und Denis Gibisch, sind vor der Mittagspause Redner auf der Außenbühne und berichten unter dem Titel „Growth Of The Fittest“ von ihrer Erfolgsgeschichte. Little Lunch stellt Bio-Suppen her, die in kleinen Gläsern heute in allen großen Märkten, etwa Edeka, Rewe, Kaufland oder Rossmannn gefunden werden können. Doch hinter dem jetzigen Erfolg steckt harte Arbeit. Auf die Idee von Little Lunch kommen Daniel und Denis durch die ewige Frage, was es heute im Büro zum Mittagessen gibt. Die Idee der Bio-Suppe war geboren, da sie sich zum einen lange hält – die Suppen von Little Lunch sind 2 Jahre ungekühlt haltbar, ohne Einbußen von Geschmack und Vitaminen – und zum anderen, weil Suppe satt macht, ohne, dass danach das berüchtigte Mittagstief folgt. Zu Beginn erhalten sie von der auf Nachhaltigkeit bedachten GLS Bank 40.000 Euro, um ihre Idee in die Tat umzusetzen. Sie finden einen Produzenten in Italien, der in seiner neuen Fabrik bereit ist, die ersten 50.000 Suppen herzustellen, die allerdings nicht wirklich gut schmecken. Es erscheint ein Artikel in der Gründerszene über das Startup Little Lunch und trotzdem gehen die Verkaufszahlen runter. Schließlich überlegen sich die beiden Gründer, wo es Marketing umsonst gibt und stoßen auf die VOX Sendung „Die Höhle der Löwen“. Mit dem Sterne-Koch Gerhard Frauenschuh entwickeln sie ein neues Rezept, womit sie schließlich vor die Jury von „Die Höhle der Löwen“ treten. Ihr Pitch kommt gut an und Frank Thelen, Vural Öger und Judith Williams bieten für 30 Prozent der Firmenanteile 100.000 Euro. Zusätzlich werden die Gründer nach der Show mit Tausenden von Mails überflutet und erhalten ihr kostenloses Marketing durch die Sendung. Es folgt ein Deal mit Rewe und später auch mit Edeka, Real, Rossmann und vielen mehr. Heute können die Gründer stolz auf Auszeichnungen, wie die Top Marke 2018 und Produkt des Jahres 2018, und, mit 1400 Prozent Wachstum, ein erfolgreich umgesetztes Konzept sein.

Nachhaltigkeit als ständiger Begleiter von Little Lunch

Das Thema Nachhaltigkeit begleitet die Gründer in ihrem Startup von Anfang an. Neben der Verwendung von Bio Zutaten für die Suppen, wird bei Little Lunch außerdem auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet. Nachhaltig ist auch, dass die Suppen in Gläsern produziert werden, sodass auf Plastik verzichtet wird. Bestellungen werden in recycelten Kartons CO2 neutral verschickt. Little Lunch hat zudem mittlerweile 20.000 Bäume gepflanzt, macht nicht den „Black Friday“ mit, stattdessen aber den „Green Friday“ und spendet zur Weihnachtszeit an SOS-Kinderdorf.

Tipps für neue Gründer

Am Ende ihres Vortrags, geben die Gründer noch ein paar hilfreiche Tipps mit für alle, die sich mit ihrem Unternehmen noch in den Anfängen befinden. Was Denis und Daniel dabei geholfen hat 1400 Prozent Wachstum zu erreichen, sind zum einen Fokus auf ihr Key-Produkt Suppe und ihren Markt Deutschland. Zum anderen sind die richtigen Investoren, die nicht nur Geld geben, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite stehen, wie z.B. Frank Thelen, ein wesentlicher Faktor für das Wachstum. Auch der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern ist ausschlaggebend für den Erfolg, denn ein großzügiger CEO, der den Mitarbeitern Freizeit, Fitness und eine angemessene Vergütung bietet, erhält im Gegenzug dafür glückliche und motivierte Mitarbeiter. Zu guter Letzt, ist eine tieferliegende Motivation und Passion für das was man tut zentral für das Firmenwachstum. Geld allein kann nicht der Antrieb sein. Wer aber mit Herzblut dabei ist, wird auch mit Erfolg belohnt.

Project Z – Marketing für die Generation Z von der Generation Z

Auf der Hauptbühne sind ebenfalls interessante Sprecher zu hören, etwa der Jungunternehmer Charles Bahr, der mit seinem Startup große Firmen, wie Levis oder Allianz in Sachen Marketing für die Generation Z unterstützt. In seinem Vortrag unter dem Titel „Teen Entrepreneurs – Why To Start Your First Company When You’re Young“ rät er den Zuhörern, das zu tun, was ihnen Spaß macht. Man solle auf die eigene Meinung mehr hören, als auf die der anderen, denn am Ende muss man selbst mit den eigenen Entscheidungen leben und glücklich sein mit dem, was man tut. Charles Barth hat auch einen Tipp für das Marketing von Unternehmen parat, die konkret die Generation Z mit ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung adressieren. Sie sollen mit ihren eigenen Kindern oder den von Bekannten, mit den Freunden der Kinder und mit jungen Menschen allgemein in Kontakt treten und mit ihrem Feedback arbeiten.

TIER – Born To Move

Ein weiterer Gast der Hauptbühne ist Lawrence Leuschner, Mitgründer und CEO von TIER Mobility, einem Unternehmen für E-Scooter-Sharing. Mit der TIER App kannst du einen E-Scooter freischalten und schnell zu deinem Ziel gelangen. Lawrence Leuschner sieht den Kampf gegen den Klimawandel als seinen Lebenssinn an. Mit ihrem disruptiven Startup möchten er und seine zwei Mitgründer den Mobilitätsmarkt effektiv verändern. Derzeit wird in Deutschland der Modal Split, also die prozentuale Verteilung der verschiedenen Verkehrsmittel, vom motorisierten Individualverkehrs, vor allem von Automobilen, dominiert. Die Nutzung von Automobilen belastet nicht nur die Umwelt und unsere Gesundheit, sondern nimmt auch viel Platz einer Stadt ein.

Mobilität der Zukunft

Die Vision, die TIER für die Zukunft anstrebt, ist ein enormer Rückgang an im Privatbesitz befindlichen Automobilen an deren Stelle andere und neue Mobilitätsmöglichkeiten treten. Schon jetzt wird der Traum vom eigenen Auto durch den Wunsch ständig und überall mobil zu sein abgelöst. Bei TIER werden 3 Optionen gesehen, die die Zukunft unserer Mobilität dominieren werden. Zum einen Car-Sharing und Ride-Hailing, etwa durch Fahrdienstleister wie Uber. Und zum anderen Mikromobilität, die durch ihren günstigen Preis, ihre Schnelligkeit, ihre Platzeinsparung und ihre Umweltfreundlichkeit überzeugt und genau mit diesen Attributen disruptiv auf den Mobilitätsmarkt wirkt. Ein Beispiel, das Lawrence Leuschner anführt ist ein Selbstversuch in Berlin von Neukölln nach Schöneberg zu gelangen, einmal mit dem Taxi und einmal mit einem TIER E-Scooter. Mit dem E-Scooter zahlt er nicht nur weniger, 1/3 des Preises der Taxifahrt, sondern gelangt auch schneller, in 1/3 der Zeit, die er mit dem Taxi benötigt, an sein Ziel. Gleichzeitig reduziert der E-Scooter seinen ökologischen Fußabdruck und nimmt nur 1/10 des Platzes ein, die ein Automobil einnimmt.

Was ist besonders an TIER?

Den Wettbewerbsvorteil von TIER sieht Lawrence Leuschner in ihrem einzigartigen Betriebsmodell. TIER stellt die E-Scooter nicht nur für die Nutzer bereit, sondern kümmert sich auch um deren Aufladen, Instandhaltung und Reparatur. Somit halten die E-Scooter bei TIER länger, als die der Konkurrenz. Verschiedene E-Scooter Startups treten derzeit europaweit an Städte heran, um ausgewählt zu werden, E-Scooter-Sharing in der Stadt anbieten zu dürfen. Mit ihrem nachhaltigen System erhofft sich TIER die Städte von sich zu überzeugen, denn diese möchten nicht, dass wahllos abgestellte E-Scooter Unfälle auslösen und das Stadtbild stören. In Zukunft möchte TIER nicht nur E-Scooter-Sharing anbieten, sondern sich zu einer Plattform für Mikromobilität weiterentwickeln, die Mobilität nicht nur für eine Person, sondern auch für zwei oder drei Personen anbietet. Um mit TIER zusammenarbeiten zu können, muss eine Firma grün sein und ihr Mobilitätsangebot muss geteilt werden können, wie beispielsweise beim Car-Sharing. Im Gegenzug bietet TIER den Firmen Kunden über ihre Plattform an.

Heureka – ein voller Erfolg, auch im Sinne der Nachhaltigkeit

Es folgen weitere spannende und anregende Vorträge, Gespräche und Workshops. Abschließend richten sich Dr. Lars Janzik und Alex Hofmann nochmals an die Gäste und die Konferenz klingt aus mit Zeit zum Netzwerken und Reflektieren der Konferenz. Nachhaltigkeit spielt bei immer mehr Startups eine große Rolle. Die Gründer achten oft von Anfang an auf nachhaltige Materialien oder Zutaten und bemühen sich den Umweltschutz auch im Punkto Verpackungen und Produktion mit einzubeziehen. Startups wie TIER machen den Klimaschutz zum Hauptziel ihrer Unternehmung und wollen mit ihren disruptiven Ideen und Innovationen ganze Märkte verändern. Je mehr über Nachhaltigkeit gesprochen, informiert und auch auf großen Konferenzen zum Thema wird, desto mehr Menschen werden dafür sensibilisiert und motiviert sich für eine nachhaltige Wirtschaft einzusetzen.

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