Aus dem Weg Transporter – hier kommt ONO das E-Cargobike

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Foto: ONOMOTION, Janine Graubaum

INTERVIEW | Vor allem im städtischen Raum sorgt der viele Verkehr abermals für hohe Emissionen, Luftverschmutzung und Platzmangel. Die ONO, ein E-Cargobike, kann diese Probleme lautlos lösen. Beres Seelbach, CEO und Co-Founder, erzählt uns mehr. 

In Deutschland ist der Verkehrssektor für etwa 18 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Dabei hat dieser viel Einsparpotenzial. Da die Städte zudem immer weiter wachsen, muss Mobilität dringend umgedacht werden. Bis 2030 will die Bundesregierung die Emissionen im Verkehr um 42 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Diese Verkehrswende beinhaltet mehr Elektromobilität, alternative Kraftstoffe, den Ausbau von Rad- und Bahnverkehr und CO2-Bepreisung. Auch die städtische Logistik soll in Zukunft immer mehr auf Elektromobilität und Lastenrädern beruhen. ONOMOTION hat hierfür genau das richtige Fahrzeug entwickelt: ein elektrisches Lastenfahrrad. Um mehr über die Idee und den genauen Einsatz der ONO zu erfahren, haben wir mit Beres Seelbach, dem Geschäftsführer und einer der drei Gründer, ein Interview geführt. 

GRÜNE-STARTUPS: Für die User*innen, die euer Startup noch nicht kennen; was ist ONOMOTION?

Beres Seelbach: Wir sind ein junges Berliner Unternehmen, das die Idee verfolgt urbane Mobilität neu zu denken und zu verändern. Unsere Vision ist es die Städte wieder lebenswerter zu machen und sie für den Menschen und nicht für den Verkehr zu gestalten. Ein Aspekt davon ist es den wachsenden Warenwirtschaftsverkehr in den Innenstädten durch Lastenräder zu ersetzen. Unsere Idee geht aber noch viel weiter. In Zukunft wollen wir auch mit anderen Modulen, nicht nur Waren transportieren, sondern auch Menschen.

Foto: ONOMOTION, Janine Graubaum

Was ist die Story hinter der Gründung von ONOMOTION und woher bezieht ihr euer Know-how?

Seitdem ich in China gelebt und den vielfältigen Einsatz von Elektrofahrrädern erlebt habe, treibt mich das Thema Mobilität und Fahrrad an. Ich habe zuerst Lautlos durch Deutschland gegründet als erstes Unternehmen in Deutschland e-Bikes verliehen. Mit dem heutigen CTO Philipp Kahle und Murat Günak, unserem CDO ist uns die Idee  für die neue Kategorie des  Cargobikes gekommen, mit der wir den Lastenverkehr in den Städten revolutionieren. Dafür haben wir ein neues E-Cargobike entwickelt, das einen Transporter ersetzen kann und dabei effizient, emissionsfrei und elegant Lasten liefert und dabei auch eine Haltbarkeit hat, wie ein herkömmliches Auto. Unser Know how für die Produktion der Fahrzeuge kommt von Philipp, etablierter Fahrzeugingenieur für Leichtfahrzeuge. Das Design von Murat, langjähriger Chefdesigner bei Mercedes und der Volkswagengruppe.

Beres Seelbach im Porträt – Foto: ONOMOTION

Wie groß wird Nachhaltigkeit bei ONOMOTION geschrieben?

Nachhaltigkeit ist unserem Produkt und unserer Vision inhärent. Uns reicht es aber nicht nur als Unternehmen und mit unserem Produkt nachhaltig zu sein. Wir wollen Mobilität verändern, Transporter ersetzen und durch einen breiten Einsatz in Innenstädten einen positiven Einfluss auf die Einsparung von Emissionen bewirken. Unser Ziel ist es klimapositiv zu sein. Wir wissen, dass wir das nicht durch nur eine ONO erreichen werden, setzen aber auf die Verkehrswende und ein Umdenken in der Mobilität.

Was macht die ONO so einzigartig in der Urban Mobility?

Die ONO ist ein e-Cargo Bike und kann die Fahrradinfrastruktur der Städte verwenden und gleichzeitig Lasten von bis zu 200 kg transportieren. Sie ersetzt dadurch einen Kleintransporter, bewegt sich aber schlank und schnell durch den Verkehr. Das Problem der Parkplatzsuche ist auch vorbei. Mit zwei wechselbaren Batterien kann die ONO bis zu 60 km weit fahren ohne Zwischenstopp an einer Ladestation. Moderne Elektronik an Board ermöglicht eine komfortable und sichere Handhabe und der Wetterschutz macht es auch für die Fahrer:innen bequem 365 Tage im Jahr.

Foto: ONOMOTION, Janine Graubaum

Auf welche Kundschaft baut ONOMOTION (Zielgruppe)?

Aktuell begeistern wir alle Unternehmen, die Lasten in Städten von A nach B transportieren und auf der Suche nach einer nachhaltigen Support-Lösung sind. Das betrifft die Kurier-, Express- und Paket-Branche, aber auch eGrocery oder Mikromobilität. Künftig sind auch weitere Zielgruppen denkbar wie Handwerker, Blumenläden und Apotheken.

Welche Pläne habt ihr für die nächsten 2 Jahre?

Wir wollen neue Standorte zunächst in Deutschland und dann in Europa erschließen. Aktuell rollen unsere ONOs in Berlin, Hamburg, Leipzig, dem Ruhrgebiet und bald auch in München. Außerdem werden wir neben dem Container-Modul weitere Module auf den Markt bringen, für den Transport von Personen, Essen usw. Das wird noch spannend!

Vielen Dank für das Interview, Beres!

 

 

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Bilder: ONOMOTION, Janine Graubaum

 

 

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