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circle17 speech
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Das Projekt circle17 möchte Innovationen schaffen, indem etablierte Unternehmen mit NGO’s & Startups miteinander vernetzt werden. Wie genau so eine Ideenschaffung im Rahmen des österreichischen Projekts aussieht, erzählt uns Elena Beringer im Interview.

Der Begriff Resilienz bekommt gerade in Zeiten von Corona, des Klimawandels und turbulenter politischer Entwicklungen einen viel höheren Stellenwert. Genau deswegen möchte circle17 durch Austausch und Zusammenarbeit Lösungen entwickeln, welche einen positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft haben. Elena Beringer gibt dir spannende Insight in die Ideenschmiede circle17.

 

Gruene-Startups.de: Hallo Elena, erzähle doch bitte einmal unseren Leser*Innen was circle17 ist.

Elena Beringer: circle17 ist ein Projekt der beiden Unternehmensnetzwerke respACT und AustrianStartups, gefördert von der Austrian Development Agency. Ziel ist es etablierte Unternehmen und Non-Profit-Organisationen mit Start-ups zusammenzubringen, um innovative Geschäftsmodelle im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) voranzutreiben. In einem fünf-stufigen Zyklus entwickeln die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams nachhaltige Innovationen und lernen, wie sie sich in Zukunft erfolgreich an Turbulenzen anpassen und sich durch Kollaboration langfristig nachhaltiger transformieren können.

meeting circle17
Bild: circle17

Was ist euer Background und wie seid ihr auf dieses Thema gekommen?
circle17 ist in der Lehrveranstaltung “Sustainability Challenge” 2017/2018 entstanden mit der Idee Unternehmen und Start-ups zusammenzubringen, um strategische Allianzen zu bilden. Nachhaltigkeit spielte dabei eine präsente Rolle, da Themen wie Klimaschutz, Schutz der Artenvielfalt und Biodiversität sowie Umweltbewusstsein unausweichlich für eine gute Zukunft für alle sind und auch von unternehmerischer Seite angegangen werden müssen. respACT und AustrianStartups konnten als leitende Organisationen sowie die Austrian Development Agency als Fördergeber gewonnen werden, welche die Idee weiterentwickelt und in die Umsetzung gebracht haben. Die UN-Nachhaltigkeitsziele fungieren hierbei als Kompass. respACT als führende Unternehmensplattform für nachhaltiges Wirtschaften bringt vor allem viel Expertise im Bezug zu Corporate Social Responsibility sowie ein großes Netzwerk an nachhaltig engagierten Unternehmen mit. AustrianStartups wiederum agiert seit Jahren in der österreichischen Start-up Szene und setzt gekonnt eine Vielzahl an Projekten und Veranstaltungen im Bereich Entrepreneurship, Social Impact und Start-ups um. Diese einzigartige Partnerschaft macht circle17 aus.

Wie genau funktioniert euer Programm?
Unser Programm besteht aus fünf Phasen. Einer “Discovery”- bzw. Entdeckungsphase in der Herausforderungen von Unternehmen identifiziert und formuliert werden, sowie die teilnehmenden Unternehmen, NPOs, Start-ups und MentorInnen auf ihre Rolle beim kommenden Impacthon vorbereitet werden. Es folgt der besagte Impacthon, bei welchem in “Multi-Stakeholder-Teams” (Unternehmen, NPOs, Wissenschaft, Studierende, DesingerInnen, Start-up-GründerInnen) gemeinsam an den gestellten Herausforderungen arbeiten. Ziel ist die Ausarbeitung einer Idee oder eines Geschäftsmodells im Sinne der SDGs zur Lösung des Problems. Die Herausforderungen drehen sich alle rund um sechs Überthemen: Umwelt, Klima & Energie, Wertschöpfungsketten, Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, Finanzen und Menschen & Sicherheit.
Nach dem Impacthon folgt eine Coaching-Phase in der die formierten Teams weiterhin an ihrer Idee arbeiten und dabei unterstützt werden. Hier liegt der Fokus vor allem auf der Resilienz der Lösung und des Teams. Anschließend folgt ein Matchmaking, bei dem die Teams (weitere) PartnerInnen für ihr Vorhaben finden können. Bei einem abschließenden Touchdown-Event werden die Ideen und Projekte vorgestellt und gemeinsam gefeiert.

Was sind eurer Meinung nach die dringendsten Nachhaltigkeits-Herausforderungen, die ihr mit circle17 angehen wollt?
Besonders dieses Jahr fokussieren wir uns auf nachhaltige Resilienz – die Fähigkeit in Zeiten von Krisen zu bestehen, reagieren zu können und sich zu transformieren. Um eine Resilienz der Österreichischen Wirtschaft zu erzielen, sind Lösungen in folgenden “Challenge-Tracks” notwendig: Umwelt, Klima & Energie, Wertschöpfungsketten, Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, Finanzen und Menschen & Sicherheit. Insgesamt sind diese im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele zu sehen.

 

circle17 speech
Bild: circle17

Nennt doch mal ein paar Unternehmen und Organisationen mit denen ihr zusammen arbeitet.
Wir arbeiten mit sehr unterschiedlichen Organisationen zusammen, denn das Ziel Partnerschaften (SDG 17) zieht sich nicht nur als Thema durch unser Programm, sondern wird auch von uns intern stark verfolgt. Im Zuge unserer Veranstaltungen arbeiten wir zum Beispiel mit Circular Co-Creation und Innoboost zusammen, aber auch OekoBusiness, Zero Waste Austria, AG Globale Verantwortung und mehr unterstützen uns am Weg. Als Challenge Lead machen dieses Jahr die Unternehmen und NPOs Hilfswerk International, SOS Kinderdorf, Rosenbauer, Porsche Immobilien, Vöslauer, APUS Software GmbH, GRÜNSTATTGRAU, die Österreichische Entwicklungsbank, Ingenieure ohne Grenzen und Greiner Technology & Innovation mit, um gemeinsam mit Startups an Lösungen zu ihren Herausforderungen zu arbeiten.

Wenn man jetzt Lust auf euer Thema bekommen hat. Wer sollte an euch herantreten?
Wir suchen derzeit noch nach begeisterten Social Innovators – also Studierenden, Start-up GründerInnen und engagierten ProblemlöserInnen, die die gestellten Herausforderungen gemeinsam mit den Unternehmen und NPOs bearbeiten. Hier kann man sich als Social Innovator anmelden. Ebenfalls freuen wir uns über MentorInnen, die unsere Teams während des Impacthons begleiten und ihr Wissen teilen.

circle17
Bild: circle17

Letzte Frage, wie ist es um die Startup-Landschaft im Kontext der Nachhaltigkeit in Wien und gesamt Österreich bestellt?
Die Start-up Szene in Österreich wächst und hat in sich sehr viel Potenzial. Nachhaltigkeit ist aber auch hier bisher ein Nischenthema, wobei durch mehr und mehr Accelerators und Programme mit dem Thema Nachhaltigkeit und Start-ups das Thema insgesamt mehr Sichtbarkeit bekommt. Start-ups spielen zur Lösung der Klimakrise und der Umweltprobleme jedenfalls eine große Rolle, da sie die Möglichkeit haben innovative Ideen rasch auf den Markt zu bringen und gleichzeitig bestehende Unternehmen mit ihren Ideen bereichern können. Genau da setzen auch wir an.

circle17 ist ein Projekt von respACT und AustrianStartups und wird von der ADA – Austrian Development Agency – gefördert.

Schau auch bei der aktuellen Presseaussendung zum vergangenen Impacthon vorbei!

 

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Mehr innovative Ideen findest du hier: Startup-Partner-Kampagne 2020

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Bilder: VOSS, unsplash

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