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Smart-Buildings sorgen für mehr Effizienz & Nachhaltigkeit

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Intelligente Gebäude verbinden Komfort mit Nachhaltigkeit. Erfahre hier im Interview wie dem Gründerteam dieser vermeintliche Spagat gelingt

 

Aedifion, das Startup, welches als Spin-Off der RWTH Aachen entstand, möchte das Thema Smart-Buildings revolutionieren. Für die Gründer*innen spielt die Nachhaltigkeit eine riesige Rolle und ist mit ein Beweggrund für die Entstehung des Startups gewesen. Vom CEO Dr. Johannes Fütterer erfährst du im Interview, wie durch die individuellen Lösungen mit aedifion Gebäude smart werden.

 

Gruene-Startups.de: Was macht aedifion
Dr. Johannes Fütterer: aedifion macht Smart Buildings möglich, indem wir mit Hilfe unserer Cloud-Plattform smarte Einzellösungen im Gebäude zusammen führen, den Gebäudebetrieb automatisiert verbessern und die Immobilie damit nachhaltiger, effizienter und komfortabler machen. Damit das möglich wird, können wir ganz bequem Plug-and-Play per Edge Device für die notwendige Datenverfügbarkeit sorgen. Alle wichtigen Datensätze werden dann in unserem webbasierten Frontend dargestellt, können ausgewertet und verglichen werden. Für Betreiber und Facility Manager wird es dadurch so einfach wie nie, denn sie brauchen nur noch eine zentrale Plattform für ihr Gebäudemanagement.

Welches Team steckt hinter dem Startup und wie habt ihr zueinander gefunden?
2017 wurde aedifion als Spin-Off der RWTH Aachen mit Hilfe des EXIST Forschungstransfers gegründet. Schon vor unserer Gründung greifen wir dabei auf jahrelanges Know-How im gebäudetechnischen Bereich zurück, kombinieren Stand-der-Technik aus Informations- und Ingenieurwissenschaften und unterstützen so die digitale Transformation der Immobilienbranche. Gestartet als Viererkette sind wir nun über 25 Teammitglieder, die sich um den sicheren Betrieb der Plattform, die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen und viele andere Services kümmern. Allein das ist ein Meilenstein, auf den man stolz sein kann.

Bild: aedifion

Gab es Rückschläge auf eurem Weg? 
Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Durch unsere jahrelange Forschungsarbeit und unser interdisziplinäres Gründerteam hatten wir jedoch eine gute Basis für einen erfolgreichen Start geschaffen. Zu Beginn war sicherlich eine der größten Herausforderungen, die wissenschaftliche Arbeitsweise aus der Forschung abzulegen. Wir mussten wirtschaftlicher denken und pragmatischer vorgehen. Wir haben vor allem in unserer Anfangszeit viel ausprobiert, dazugelernt und aus jedem Fehler heraus etwas verbessern können. Als kleines Start-Up war es daher vermutlich der größte Rückschlag, wenn wir eine Ausschreibung gegen Marktbegleiter verloren haben. Oftmals, weil wir uns in zu vielen Möglichkeiten und Ideen verloren haben. Ein klarer Fokus und die Konzentration auf wenige relevante Bestandteile hat uns an dieser Stelle sehr geholfen.

Wer hat euch auf dem Weg der Gründung finanziell aber auch mental am meisten unterstützt? 
Da wir aus der Wissenschaft heraus gegründet haben, waren wir für die ersten Schritte durch den EXIST-Forschungstransfer gut abgesichert. Unsere nächsten Schritte haben wir durch erfahrene Branchengrößen gehen können, welche als Business-Angels mit an Board gekommen sind. Später haben wir dann mit Bitstone Capital einen starken Venture Capital Investor gefunden, der sich gezielt auf digitale Real Estate-Geschäftsmodelle fokussiert hat.
Eine große ideelle und mentale Stütze war in der Gründungszeit und darüber hinaus aber auch Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller, der Leiter des Lehrstuhls für Gebäude- und Raumklimatechnik der RWTH Aachen University.

Welchen Bezug habt ihr persönlich zu Nachhaltigkeit? Wolltet ihr schon immer die Welt verbessern? 
Nachhaltiges Handeln muss ein zentraler Aspekt unser gesellschaftliches Leben sein, um langfristig ein gute Symbiose aus Mensch und Natur zu ermöglichen. Über Nachhaltigkeit wird derzeit vielschichtig und in den verschiedensten Kontexten diskutiert, was dazu führt, dass jeder sich in seinem Handeln hinterfragen sollte. Das haben wir auch im Kontext unserer Neugründung mit aedifion gemacht und Nachhaltigkeit als zentralen Aspekt unserer Dienstleistungen herausgestellt. Dabei ist es nur ein Teil ein Produkt anzubieten, das nachhaltige und energieeffiziente Gebäude ermöglicht. Ein anderer Teil ist es, diesen Aspekt auch in den Arbeitsalltag zu integrieren. Der größte Teil unserer Mitarbeiter kommt beispielsweise mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, deshalb war uns die zentrale Lage unseres Büros in Köln ein wichtiges Anliegen. Parallel arbeiten wir als nahezu papierloses Büro daran, den Umweltschutz auch in dieser Hinsicht weiter voran zu treiben. Also ja, mit unserem Unternehmen möchten wir explizit Gebäude, aber auch die Welt nachhaltiger machen und verbessern.

Bild: aedifion

Wie ist eure aktuelle Position auf dem Markt und wie sieht eure Zielgruppe aus?
Wir sind als Start-Up mit einer fundierten wissenschaftlichen Basis in den Markt gestartet und haben uns zu einem wettbewerbsfähigen PropTech mit Cloud-Plattform als SaaS weiterentwickelt. Durch unser breites Lösungsportfolio gestaltet sich auch unsere Zielgruppe sehr heterogen und reicht von Bestandshalter, über Vermieter und Projektentwickler hin zu Gebäudemanager, Facility-Manager, Innovation-Manager oder Portfolio-Manager. Grundsätzlich kann man sagen, dass wir mit unseren Lösungen in den Sektoren Immobilienbewirtschaftung, Visualisierung, Bauprojektberatung und Dokumentation vertreten sind.
 
Was wünscht ihr euch für die Zukunft? 
Wir werden auch in Zukunft mit aedifion weiter daran arbeiten, Gebäude nachhaltiger und energieeffizienter zu machen, um so mit unserer Expertise im Bereich Gebäudeautomation und Smart Buildings unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten. Wir wünschen uns einen Gebäudebestand, der sich optimal in das Energiesystem der Zukunft eingliedert. Daran arbeiten wir schon heute in verschiedenen Forschungsprojekten mit.
Weitere Informationen zu aedifion unter www.aedifion.com

 

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Bilder: Green aedifion, Unsplash

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