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Dieses Startup fördert das Radfahren – mit dem Belohn-System

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Strampeln und Punkte sammeln – so macht das Radeln noch mehr Spaß! Erfahre hier im Interview wie das Startup Radbonus mehr Fahrräder auf Deutschlands Straßen bringen will und so Umwelt und Gesundheit fördern möchte.

Radfahren fördert die eigene Fitness und dadurch wird das Gesundheitssystem entlastet. Außerdem wird die Umwelt geschont und es macht Spaß. Doch im Vergleich gibt es leider immer noch viel mehr Autos auf den deutschen Straßen. Um das Radeln für die Menschen noch attraktiver zu machen hat die Gründerin Nora RadBonus ins Leben gerufen, eine App, in der du für das Fahren auf dem Drahtesel belohnt wirst.

Andreas, bitte erzähle einmal kurz: Was ist Radbonus?

Bild: RadBonus

Radbonus ist eine einzigartige kostenlose App, die User*innen fürs Fahrradfahren belohnt! Unsere Mission ist es, den Radverkehr zu fördern. Gleichzeitig machen wir uns stark für Nachhaltigkeit, Gesundheitsförderung und Städteentwicklung. Das Prinzip dabei ist kinderleicht, die Nutzerinnen und Nutzer brauchen in der App lediglich den Start-Button zu betätigen – schon werden alle Kilometer gemessen, die mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Wer versucht, sich im Auto, in Bus oder Bahn Kilometer zu ergaunern, wird keinen Erfolg haben. Unser speziell entwickelter Algorithmus filtert Täuschungsversuche heraus und speichert nur Fahrten, die mit dem Rad gefahren wurden. Die so gesammelten Kilometer lassen sich anschließend für Challenges oder Rabatte eintauschen: Bei den Challenges handelt es sich um unsere Radbonus-Herausforderungen. Hierbei gibt es tolle Boni unserer Kooperationspartner*innen zu gewinnen, die entweder alle Finisher einer Challenge erhalten oder unter den Finishern der Challenge verlost werden. Daneben existieren noch unsere Rabatte. Für eine festgelegte Anzahl an erradelten Kilometern, erhalten unsere User*innen verschiedenste Rabattgutscheine, die in den jeweiligen Online-Shops eingelöst werden können. Datenschutz steht dabei zu jedem Zeitpunkt an allererster Stelle! Während der gesamten Nutzung werden keinerlei persönlichen Daten abgefragt und keine Geo-Daten gespeichert. Gemeinsam möchten wir durch unser Radbonus-Belohnungssystem zu einer positiven Veränderung beitragen, dabei dem Klimawandel aktiv entgegenwirken und noch mehr Menschen vom Fahrradfahren begeistern.

Wie kam die Idee zustande, durch Anreize das Fahrradfahren zu fördern?

In der Fahrrad-Szene ist allen klar, was für ein enormes ökonomisches Potenzial hinter Radfahren steckt. Eine schwedische Studie hat ermittelt, dass ein Auto-km die Gesellschaft 15 Cent kostet, ein Fahrrad-km der Gesellschaft jedoch 16 Cent BRINGT. Unsere Gründerin Nora hat sich immer gefragt: Wenn das allen so klar ist, warum wird nicht mehr gemacht, um Radfahren zu fördern? Und warum gibt es kein Belohnungsprogramm fürs Radfahren? Sie wollte nicht länger tatenlos zusehen. Und Zack! Sie hat es selbst auf die Beine gestellt.

Bild: RadBonus

Durch Radbonus unterstützt ihr die Fitness der Menschen und den Schutz der Umwelt. Woher habt ihr dieses Bewusstsein für Nachhaltigkeit?

Radfahrer*innen sind die Helden des Alltags, denn Radfahren ist nicht nur aktiver Klimaschutz, sondern auch noch gut für die eigene Gesundheit, das Gesundheitssystem und belastet Städte viel weniger als der sonstige Verkehr. Ein umweltbewusster, urbaner und gesunder Lifestyle entspricht genau unserem Zeitgeist – und das völlig zurecht! Laut Berechnungen des Öko-Instituts könnten durch eine geringe 2 prozentige Steigerung des Radverkehrs bereits 2,36 Millionen Tonnen CO2 jährlich gespart werden! Wir sind der Meinung: Das sollte gefördert werden. Denn Klimaschutz geht uns alle etwas an. Nutzer*innen von Radbonus fördern die Umwelt, tun etwas für ihre Gesundheit sowie Fitness und werden dafür auch noch belohnt.

Wie überprüft ihr, dass eure User*innen die angegebenen Kilometer tatsächlich mit dem Fahrrad zurückgelegt haben?

Eingangs haben wir es ja schon kurz angeschnitten: Unser speziell entwickelter Algorithmus verhindert Betrug, denn Radbonus ist nur für Fahrradfahrende da. Unser Algorithmus filtert Täuschungsversuche und speichert keine Fahrten mit auffälligen Merkmalen, die darauf hinweisen, dass nicht Rad gefahren wurde. Nur wo geradelt wird fallen Boni! Der genaue technische Ablauf sieht so aus: Ab dem Drücken der Start-Taste erfragt die App die GeoPosition über GPS. Die Strecken zwischen den einzelnen Koordinaten werden zu einer Gesamtfahrt addiert. Diese Berechnung geschieht lokal auf dem Handy der Teilnehmenden. Je nach Gerät und verfügbaren Diensten verwenden die Ortungsdienste eine Kombination aus Mobilfunk-, WLAN-, Bluetooth- und GPS-Daten, um Positionen zu bestimmen. Besteht keine direkte Sichtlinie zu einem GPS-Satelliten, kann ein Gerät den Standort über die Position von WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten (Crowdsourcing) ermitteln. Dabei werden keinerlei Bewegungsprofile der Strecken gespeichert. Alles was in unseren Servern übrig bleibt sind vier Komponenten: Die jeweilige Radbonus-ID, der Zeitpunkt, zu dem Start und Stop gedrückt wurde, und die zurückgelegten Kilometer, die in der Zwischenzeit gefahren wurden. Sobald die Stop-Taste gedrückt wird oder sich die User 60 Minuten lang nicht bewegen, wird die Aufzeichnung beendet. Alle Geo-Informationen werden vor der Übertragung an die Datenbank gelöscht und einzig die Kilometeranzahl übertragen und auf dem jeweiligen Konto gutgeschrieben.

Wie stellt ihr zudem sicher, diese Kernleistung von Radbonus stetig an die User*innen sowie Partner*innen anzupassen und zu optimieren?

Wir legen sehr viel Wert auf das Feedback unserer Community! Unsere User*innen stehen bei uns immer im Mittelpunkt. Wir hören gerne zu und sind immer offen für alle Formen von Anregungen und Verbesserungsvorschlägen. Dazu haben wir auf unserer Website beispielsweise den Reiter “Wunschliste” angelegt, womit uns alle Interessierten einfach und schnell mitteilen können, welche Prämien sie für die Zukunft am meisten interessieren oder was für technische Erweiterungen in der App noch ergänzt werden sollen. Daneben haben wir natürlich noch ein paar technische Parameter, die uns bei der systematischen Analyse helfen. Hierdurch lassen sich viele Informationen ableiten; zum Beispiel wie oft ein Rabatt eingelöst wurde oder wie viele Teilnehmer*innen es insgesamt gab. Die Kombination aus beidem hilft uns, uns ständig weiterzuentwickeln und unsere Radbonus-App kontinuierlich zu optimieren.

Bild: RadBonus

Fahren aus eurem Team alle mit dem Rad ins Büro, um fleißig Kilometer zu sammeln?

Selbstverständlich! Das ist sozusagen unser Einstellungskriterium Nummer 1! Tatsächlich haben wir für unser Team einen exklusiven Zugangscode eingerichtet – damit können sich alle Mitarbeiter*innen untereinander messen und sehen, wer die meisten Kilometer erradelt hat. In kleinen Teams treten wir gegeneinander an. Als Preis gibt es unter anderem kühles, leckeres Kölsch zu gewinnen!

Wie nehmt ihr die Entwicklung von Startup-Gründungen aus dem Bereich Städtemobilität wahr?

Sehr, sehr schleppend. Städte sind sehr langsam in ihren Entscheidungen und vor allem in der Umsetzung. Innovation ist hier ein sehr zäher Unterfangen. Auch wenn Mobilität ein immer brisanteres Thema wird, rechnen wir (leider) nicht mit schnellen Entwicklungsschritten. 8. (vorher Nr.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die man als Partner*in von RadBonus erfüllen sollte?

Auf jeden Fall! In dem Fall gibt es wieder zwei verschiedene Ansätze: Unser Herz schlägt für Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Ethik und Fairness. Wir feiern alle Ideen und Talente – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religionszugehörigkeit. Uns ist wichtig, dass wir nur mit Unternehmen kooperieren, die sich mit diesen Wertevorstellungen ebenfalls identifizieren können. Daneben ist natürlich auch entscheidend, dass bei dem Produkt an sich eine Verbindung zum Radfahren besteht. Alle Challenges und Rabatte sollten insofern auch einen Bezug zum Fahrrad besitzen, damit auch unsere User*innen etwas davon haben Eine gemeinsame Wellenlänge stellt eine entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit dar. Radbonus ist bunt – genauso wie unsere Welt.

 

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Mehr innovative Ideen findest du hier: Der US-amerikanische Fahrrad- und E-Rollervermieter Lime im Interview

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Bilder: RadBonus, unsplash

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