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Porridge – Wie aus einem Märchen

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Den berühmten Haferbrei aus England zaubern Tim & Caroline mit Expertise aus dem UK und ohne Zusatzstoffe. Die Gründer*innen von 3Bears verraten dir ihr Erfolgsrezept.

Porridge ist aktuell wortwörtlich in aller Munde. Ob eher winterlich mit Pflaumen und Nelken oder herbstlich mit Pumpkin Spice und Zimt, es ist einfach zuzubereiten, lecker & gesund. Wieso das Gründerpaar mit konventionellen Porridgemischungen nicht zufrieden ist und welche Rolle Judith Williams und Frank Thelen bei 3Bears spielen, erfährst du in diesem Interview.

 

Gruene-Startups: Was ist 3Bears und mit welcher Mission habt ihr das Startup gegründet?

Caroline Nichols: 3Bears steht, kurz gesagt, für „Porridge genau richtig“ – und etwas länger ausgedrückt, vereint 3Bears „deutsche Kochkunst mit britischer Porridge-Expertise“. Wir haben uns 2016 mit der Gründung unseres Start-ups vorgenommen, leckeres und gesundes Porridge auf die deutschen Frühstückstische zu bringen. Das war und ist immer noch unsere Mission, deswegen haben wir dies auch zu unserem Mission Statement gemacht „Wir bieten leckere, natürliche und gesunde Lebensmittel für Jeden. Unsere Reise ist ein Abenteuer, wir wollen etwas bewegen und uns selbst treu bleiben.“

Aus welchem Team besteht 3Bears und wie habt ihr zueinander gefunden?

Mein Mann, Tim, und ich haben uns 2007 beruflich in England kennengelernt und sind später in London zusammengezogen. Ich hatte dort bereits in der Food-Branche gearbeitet. Tim als begeisterter Marathonläufer und ich als passionierte Hobbyköchin und absoluter Foodie haben uns ständig mit bewusster, guter Ernährung beschäftigt. Und dabei fiel uns immer wieder das Thema Porridge vor die Füße, Porridge ist ja ein riesiges Thema in England, aber auch dort haben wir kaum Mischungen gefunden, die uns zugesagt haben, man findet fast nur Produkte mit vielen Zusatzstoffen, Zucker und Co. Ja, und so ist die Idee von 3Bears herangewachsen. Heute, vier Jahre nach Gründung, umfasst das 3Bears Team fast 30 Mitarbeiter*innen. Darauf sind Tim und ich als Gründungs-Duo schon auch stolz.

Bild: 3Bears

Woher kommt der Name 3Bears?

Der Name „3Bears“ stammt aus einem alten britischen Märchen, es heißt „Goldlöckchen und die drei Bären“. Tim kannte das Märchen natürlich aus seiner Kindheit, so wie alle britischen Kinder.
Die Geschichte kurz zusammengefasst geht so: „Es war einmal eine dreiköpfige Bärenfamilie. Eines Morgens kochte die Bärenmama Porridge zum Frühstück. Da das Porridge aber noch zu heiß war, gingen die drei Bären für einen Spaziergang in den Wald. Da stieß ein kleines Mädchen, Goldlöckchen, das sich im Wald verlaufen hatte, auf die Bärenhütte, ging hinein und sah die drei Schalen Porridge. Sie probierte das erste Porridge. „Zu süß!”, rief sie. Sie kostete von der zweiten Schale. „Zu breiig!”, beschwerte sie sich. Dann probierte sie von der dritten Schale. „Genau richtig”, befand sie.
Goldlöckchen wählt also aus den drei verschiedenen Porridge-Sorten jene, welche für sie „just right“, also „genau richtig“ ist. So kam es auch zu unserem Claim: „Porridge – genau richtig“.

Was bedeutet Umweltfreundlichkeit und verantwortungsbewusstes Handeln für euch?

Sehr, sehr viel. Eigentlich alles. Das zeigt sich nicht nur in der Art und Weise, wie wir beständig darauf achten, gesunde, zuckerfreie, so regional wie möglich und nachhaltig entwickelte Lebensmittel auf den Markt zu bringen, sondern auch in unseren verschiedenen Engagements für eine bessere, gesündere Welt. Seit Anfang des Jahres sind wir Mitglieder der „Plastic Bank“-Organisation und nehmen auch Teil an der „1% for the planet“-Initiative. So können wir zumindest unseren jährlichen Verpackungskunststoff-Verbrauch kompensieren und spenden zudem 1 % unseres Brutto-Umsatzes an geprüfte Umweltorganisationen. Richtig froh bin ich, dass wir ab jetzt bis Ende 2020 bei unseren Beuteln für die Porridge Mischungen und die Verpackung für „Pocket Porridge“ komplett auf Produktverpackungen aus biobasierten Kunststoffen umstellen werden. Wir wollen etwas bewegen, so wie wir es in unserem Mission Statement ja auch verankert haben.

Porridge, Haferflocken usw. sind aktuell ein großer Hype. Wie hebt ihr euch von der Konkurrenz ab?

Durch pure Leidenschaft und Freude an Perfektion – und vor allem unseren Geschmack. Oft hören wir: 3Bears schmeckt einfach wirklich anders, und macht süchtig. 3Bears Porridges kommen zu 100 % ohne Zuckerzusätze und jegliche Zusatzstoffe aus, unsere Haferflocken kommen aus einer Hunderte Jahre alte Traditionsmühle im Schwarzwald, ich entwickle alle Porridge-Sorten und Rezepte selbst, Tim als enthusiastischer Sportler bewertet alle Kreationen nicht nur nach Geschmack, sondern auch nach optimalen Nährwerten. Kurzum: Unsere Porridges sind kein Industrie-Produkt, sondern das Ergebnis unserer Leidenschaft für gute Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Unsere Kund*innen sehen das.

Zum Business: Wie funktioniert euer Geschäftsmodell und wie groß ist das Marktpotential?

Der Schlüssel für unseren Erfolg liegt meines Erachtens in der Kombination aus persönlicher Kundennähe und starker Präsenz unserer Produktpalette im Lebensmittel-Einzelhandel. Unsere Produkte sind aktuell in über 5.000 Filialen renommierter Lebensmittelhandels-Partner wie zum Beispiel EDEKA, REWE oder tegut erhältlich, aber auch online bei Amazon und in unserem eigenen Online-Shop. Und wir sind immer nah bei unseren Kund*innen, denn sie sind für uns der beste Seismograph, was wir immer noch besser machen können. Das Marktpotential für gute, authentisch produzierte Lebensmittel ist – und ich denke, nicht erst seit Corona – riesig, immer mehr Menschen wollen sich gesund, lecker und nachhaltig ernähren.

Bild: 3Bears

Bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ konntet ihr sowohl Frank Thelen als auch Judith Williams als Investoren an Bord holen. Wie hat sich das auf die weitere Entwicklung und den Erfolg eures Startups ausgewirkt?

Der Auftritt in der „Höhle des Löwen“ war zu dem damaligen Zeitpunkt – das Unternehmen war ja gerade mal sechs Monate alt –, ein unglaublicher Push für 3Bears,das Beste, was unserem Start-Up passieren konnte. Die TV-Show hat 3Bears die Bekanntheit gebracht, die wir dringend brauchten. Und Frank und Judith als Investoren haben damals ein unglaubliches Know-How in unser Unternehmen gebracht, das war schon wirklich toll.

Wie geht es in Zukunft weiter mit 3Bears?

Wir haben erst kürzlich, im August, zwei wichtige Produkt-Innovationen gelauncht: „3Bears Pocket Porridge“ – das Porridge für die Hosentasche, und „3Bears Overnight Oats“, das in nur 10 Minuten „ready to eat“ quillt. Diese Innovationen stehen genau für das, was 3Bears auch in Zukunft verfolgt: gesunde, leckere Lebensmittel entwickeln. Zudem stellen wir, wie schon erwähnt, bis Ende des Jahres unsere komplette Porrige und Pocket Porridge Verpackungsstraße auf die Green PE-Technologie um. Ich habe so viele Ideen und Pläne, was wir noch alles bei 3Bears verbessern und in die Welt bringen können. Nach dem Motto: Etwas bewegen und uns trotzdem treu bleiben. 3Bears ist in der Tat eine Reise voller Abenteuer.

 

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Bilder: 3Bears

 

Vera Kluck
Über Vera Kluck 44 Artikel
Kommunikation und Marketing. Redakteurin bei Gruene-Startups.de.

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