“2 Minuten 2 Millionen” – Endlich spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle

Österreich ist gepackt vom Startup-Fieber. Die österreichische Fernsehserie “2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start Up Show” geht 2019 bereits in die 6. Staffel. Die teilnehmenden Startups haben 2 Minuten Zeit ihre Idee zu pitchen und die Juroren, die zugleich auch die Investoren sind, von sich zu überzeugen. In der 6. Staffeln sind die Investoren der Runtastic CEO Florian Gschwandtner, die Mediashop-Miteigentümerin und -Geschäftsführerin Katharina Schneider, der Winzer-Millionär Leo Hillinger, der österreichische Großunternehmer und Politiker Hans Peter Haselsteiner, sowie der Unternehmer Martin Rohla, der Experte für Nachhaltigkeit ist. Martin Rohla hat sich Nachhaltigkeit als Fokus seines Arbeitens gesetzt. Er ist Geschäftsführender Gesellschafter der Goodshares Beteiligungs- und Beratungs GmbH und ist in vielen nachhaltigen Projekten involviert. Der Nachhaltigkeitsfokus besteht bei Rohla seit 2011. Seitdem widmet er sich nachhaltigen Projekten mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Verantwortung und ist auch als Biolandwirt tätig.

Nachhaltigkeit im Fokus

Bei den vielen Startups, die ihre brillianten und ausgefallenen Ideen bei 2 Minuten 2 Millionen pitchen, sind auch einige nachhaltige Geschäftsmodelle und Produkte dabei.

Pilzkiste

Das Startup aus Graz überzeugt in Episode 7 der aktuellen Staffel die Jury und erhält 140.000 Euro des Investorengeldes. Pilzkiste ist das von Nina Bercko, Mercedes Springer und Jasmin Kabir gegründete Startup, das aus Liebe zum Essen und vor dem Nachhaltigkeitsaspekt entstand. Das Produkt sind Austernpilze, die auf Kaffeesatz gezogen werden. Zu kaufen gibt es bei Pilzkiste vegane Austernpilzcrème und Grow-Kits, für alle, die selbst Austernpilze züchten möchten. In den Paketen von Pilzkiste ist auch immer ein Rezeptheft mit Rezepten der Gründerinnen dabei.

Die Juroren Florian Gschwandtner, Leo Hillinger und Katharina Schneider steigen bei der Idee nicht mit ein. Der Nachhaltigkeitsexperte Martin Rohla hingegen ist begeistert und bietet 100.000 Euro für 20% der Anteile. Die Gründerinnen von Pilzkiste möchten ursprünglich 125.000 Euro für 15 Prozent der Anteile. Zu Guter letzt möchte auch der österreichische Großunternehmer Hans Peter Haselsteiner mit einsteigen und bietet 125.00 Euro für 25% der Anteile. Letztendlich einigen sich Startup und Investoren auf 25,1% der Anteile für 140.000 Euro, die Haselsteiner und Rohla gemeinsam zahlen.

Biobutton

Der Gründer von biobutton, Hannes Schmitz, ist kein Neugründer, sondern schon lange im Buttongeschäft tätig. Er verkauft mit seiner Firma buttons4you seit über 30 Jahren Buttons, als größter Buttonhersteller in Österreich. Bei der Produktion fällt viel Müll an, sodass der Schmitz sich schon früh Gedanken über eine nachhaltigere Produktion macht. Die Firma arbeitet mit 100% Ökostrom und wird mit Biomasse beheizt. Das bringt der Firma bereits 1998 eine Auszeichnung zum Klimabündnis-Betrieb, 2007, 2010 und 2013 folgen jeweils die Auszeichnungen mit dem Öko-Bonus im Rahmen der ÖkoBusinessPlan Wien und 2011 wird buttons4you von der Stadt Wien für den Umweltpreis nominiert. Buttons4you stellt jedoch bis vor 10 Jahren weiterhin traditionelle Buttons aus Blech und Plastik her. Die Innovation ist schließlich biobutton, ein Button der aus nachwachsenden und regionalen Holzfasern besteht. Der biobutton wird mit einer Spritzguss-Technologie hergestellt und ist in der Variante mit integriertem Ansteckclip zu 100% recyclebar. Die Variante mit konventioneller Anstecknadel ist ebenfalls kompostierbar, sobald diese vor dem Recyceln vom Button entfernt wird.

Der Winzer Leo Hillinger bietet 250.000 Euro für 25,1% der Anteile. Hannes Schmitz möchte ursprünglich 200.000 Euro für 10% der Anteile. Großunternehmer Hans Peter Haselsteiner bietet für dieselben Anteile, für die Hillinger bereits bietet, 280.000 Euro. Martin Rohla bietet nur 200.000 Euro, kann Hannes Schmitz letztendlich aber mit seinem Nachhaltigkeits-Netzwerk überzeugen.

Direct Cashmere

Direct Cashmere bietet klassische Stücke aus 100% Naturfasern an, die erst nach Bestellung produziert werden. Das Startup arbeitet ohne einen Zwischenhändler, wodurch hohe Kosten wegfallen. Der hochwertige Kaschmir kommt aus der Mongolei, von einem befreundeten Produzenten des Geschäftsführers Matthias Gebauer, Ezio Foradori, der auch Chanel, Prada, Joop und Lagerfeld beliefert. Auch die Produktion bis zum fertigen Produkt erfolgt in der Mongolei vor Ort. Die Qualität und Regeneration des Direct Cashmere ermöglicht einen langlebigen Gebrauch der Kleidung, sodass die Umwelt und natürliche Ressourcen geschont werden, sowie Müll reduziert wird. Der Preis bei Direct Cashmere setzt sich aus dem Rohstoff Cashmere, der Verarbeitung, dem Transport, Tests, dem Betrieb in Österreich und der Marge zusammen. Eine transparente Kommunikation ist dem Startup wichtig. Neben der Offenlegung der Preiszusammensetzung, lässt das junge Unternehmen freiwillig ihre Qualität von einem unabhängigen Prüfungsinstitut testen, womit die Premium-Cashmere-Qualität garantiert wird. Vor allem der Nachhaltigkeitsexperte Martin Rohla ist von dem Startup Direct Cashmere angetan. Der Direct Cashmere Geschäftsführer Matthias Gebauer überzeugt ihn mit seinem Pitch und Rohla investiert 120.000 Euro in Direct Cashmere.

Nachhaltigkeit bei „2 Minuten 2 Millionen“

Die Nachhaltigkeitsbewegungen ist groß und macht auch vor Fernsehshows keinen Halt. Vor allem der Juror Martin Rohla, als Experte für dieses Thema, verstärkt die Aufmerksamkeit auf nachhaltige Geschäftsmodelle und grüne Startups. Die neue Staffel hat noch einige spannende Episoden vor sich. Wir sind gespannt, welche grünen Startups außerdem die Investoren mit ihren innovativen Ideen von sich überzeugen, wie es Pilzkiste, biobutton und Direct Cashmere bereits geschafft haben.

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