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Diese 5 grünen Startups verhindern Müll

Dass die Entstehung von Müll, insbesondere von Plastikmüll ein Problem ist, das behoben werden sollte, steht nicht außer Frage. Es gibt zahlreiche Startups, die sich darauf spezialisiert haben, entstandenen Müll sinnvoll zu nutzen, unter anderem durch Wiederverwendung, Recycling oder Upcycling.

Diese fünf Startups hingegen bieten Alternativen die verhindern sollen, dass der Müll gar nicht erst entsteht.

  • Halm
  • Landpack
  • Papacks
  • Tio
  • Wildwax

HALM

HALM sagt den Plastikstrohhalmen den Kampf an, und befasst sich damit, eine Alternative zu den Einwegstrohhalmen zu finden. Daher produzieren sie „extrem stabile, spülmaschinenfeste“ Strohhalme aus Spezialglas, die dementsprechend wiederverwendbar und umweltfreundlich sind.

Aber die Nachhaltigkeit wird nicht nur in Hinblick auf die angebotenen Produkte, sondern auch in Bezug auf die Herstellung umgesetzt. Die Strohhalme werden in Deutschland hergestellt, wobei bislang bereits 70% der Produktion auf Solarenergie beruht. Darüber hinaus werden bei der Herstellung ausschließlich Materialien verwendet, die frei von Mineralölen sind. Dies schließt dem Kleber der Verpackungskampagnen, sowie die Reinigungsbürsten aus Naturborsten ein, wobei alle verwendeten Verpackungen aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Eine Besonderheit der HALM-Philosophie ist es, dass das Startup 50% der Gewinne nutzt, um andere Firmen und Projekte zu unterstützen, die ein plastikfreies Leben ermöglichen wollen. Diese Projekte befassen sich mit den Themen Bildung, CleanUp und Forschung um das Thema Plastikmüll.

Um Abwechslung in das Sortiment einzubringen, passt sich HALM diversen (umweltbezogenen) Themen an. Ausgehend davon, bieten sie Special Editions an, beispielsweise zu den Themen „Sea Life“, oder „Earth Day“ an, aber auch Hochzeits- und Geburtstagsstrohalme werden angeboten. Hierbei sind kleine, den Themen angepasste Motive in die Strohhalme eingraviert.

HALM betrachtet es als Mission, eine geschmacksneutrale und wiederverwendbare Alternative zu Plastik zu bieten und verfolgt die Ziele eine Veränderung zu bewirken, auf das Plastikproblem aufmerksam zu machen und überdies in die Zukunft zu investieren. 
Getreu ihrem Motto „Profit for All“ arbeitet Halm mit dem Lebenshilfewerk zusammen, bei dem Menschen mit Handicap HALM verpacken.

Im Gastronomiebereich hat sich HALM bereits einen Ruf gemacht, denn bereits über 2000 Gastronomiebetriebe nutzen die wiederverwendbaren Strohhalme.

Landpack

Landpack bietet umweltfreundliche Isolierverpackungen an. Die Besonderheit hierbei ist es, dass die gängigen Styroporverpackungen durch Alternativen aus natürlichen und nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der „Landbox“, eine Box, die insbesondere den Bedürfnissen von Lebensmittel-Versendern angepasst ist. Die darin verpackten Lebensmittel können für mehrere Tage gekühlt und dementsprechend problemlos verschickt werden.

Landpack bietet drei verschiedene Landboxen aus unterschiedlichen Materialien an.

Eine Alternative hierbei ist die Landbox aus Stroh, welche über den gesamten Herstellungsprozess hinweg klimaneutral und unter minimalem Energiebedarf produziert wird. Zur Herstellung wird reines Stroh von Vertragslandwirten aus der Region verwendet. Bei Stroh handelt es sich um ein landwirtschaftliches Nebenprodukt, das unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften auf diese Art und Weise sinnvoll genutzt werden kann.

Eine weitere Option bietet die Landbox aus Hanf. Hanf hat eine sehr positive Ökobilanz, denn es entzieht der Atmosphäre weitaus mehr Kohlendioxid als bei Anbau, Herstellung und Verarbeitung freigesetzt werden. Darüber hinaus wächst es jeden Tag bis zu 4cm und das ohne die Verwendung von Pflanzenschutzmittel oder Dünger. Ebenfalls vorteilhaft ist es, dass Hanf zusätzlich die Fruchtbarkeit des Bodens erhöht.

Die dritte, in diesem Zusammenhang gebotene Option ist die Jute Landbox. Ähnlich wie Hanf, hat Jute eine sehr gute Ökobilanz, denn während des Wachstums bindet sie eine große Menge Kohlendioxid. Die Jute wird auf Schwemmlandböden unter der Berücksichtigung sozialer Ausgewogenheit und eines biologisch nachhaltigen Anbaus. Die Jutevliese von Landpack werden überdies aus Kakaobohnensäcken gewonnen, wobei daher nicht auf Primärrohstoffe zurückgegriffen, sondern der Stoffkreislauf durch Upcycling erweitert wird.

Die Verwendung von Stroh bei der Herstellung der zu 100% kompostierbaren Boxen stellt sich als besonderer Vorteil heraus, denn es handelt sich dabei um eine der größten Biomassen der Welt, die darüber hinaus ein unbegrenzter Rohstoff ist. Bei der Produktion der Boxen schneiden die Boxen von Landpack besonders in Hinblick auf die Energiebilanz weitaus besser ab als herkömmliche Styroporboxen. Die Herstellung erfordert nur 2% der Energie, die der Stryoporkonkurrent benötigt.

Preislich unterschieden sich Styropor- und Strohverpackung, denn mit einem Preis von 55ct beim Transport und 27ct bei der Lagerung, ist die Strohverpackung sogar eine bessere Alternative als die Styroporbox. Denn bei dieser kostet der Transport 1,46€.

Papacks

Papack leistet seinen Nachhaltigkeitsbeitrag durch intelligente Verpackungslösungen, hergestellt aus Recyclingpapier, nachwachsenden Naturfasern wie beispielsweise Nutzhanf, Algen und Agrarabfällen, die vollständig wiederverwertet, kompostiert und recycelt werden können.

Der verwendete Faserstoff dient als Basis des Fasergusses, welcher zu 100% aus den oben genannten Stoffen hergestellt wird.

Im Vergleich zu Kunststoff, schneiden Produkte aus Faserguss teilweise besser als Kunststoff ab. Denn zusätzlich zum positiven Aspekt der Plastikvermeidung, ist es überdies günstiger und sehr widerstandsfähig. Weitere Vorteile sind die Volumenreduzierung, ein guter Produktschutz und hat fett- und wasserabweisende, sowie flammenhemmende und stoßabsorbierende Eigenschaften.

Die Produkte werden individuellen Bedürfnissen des Benutzers angepasst werden, dabei kann es sich z.B. um Kaffeekapseln, Geschirr oder 3D-Verpackungen handeln, aber auch andere Produkte sind möglich.

Das Startup Papack betrachtet es als Teil seiner Mission, Abfälle zu reduzieren und im Verpackungsprozess geschlossene Kreisläufe zu schaffen, um eine kostensparenden Verpackungsablauf für Unternehmen herzustellen.

TIO

„Zwei Mal täglich die Welt retten“, das ist das Motto von TIO, die eine ressourcenschonende Zahnbürste aus pflanzenschonendem Biokunststoff herstellen.

Die Zahnbürste besteht aus pflanzlichen Materialen, „von den Borsten bis zum Griff“ und verbessert somit den ökologischen Fußabdruck. Dieser wird auch durch eine minimale Verpackung und den wiederverwendbaren Griff minimiert.

Doch TIO leistet darüber hinaus einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die von TIO entworfenen Zahnbürsten sollen die Entstehung von Plastikmüll reduzieren, um aber dennoch gegen den bereits vorhandenen Plastikmüll anzukämpfen, spendet das Startup 5% des Gewinnes an den Webshop von Ocean CleanUp, die sich auf die Säuberung der Ozeane von Plastikmüll spezialisieren.

Basierend auf aktuellen, klinischen wurde das Borstenprofil entwickelt und sorgt somit für eine gründliche Pflege der Zähne und des Zahnfleisches.

Damit überdies der soziale Aspekt beachtet wird, hat TIO eine enge Partnerschaft mit ihren Produktionsstätten, sodass faire Arbeitsbedingungen sichergestellt werden können.

WILDWAX

Das Startup bietet mit seinen Bio-zertifizierten Bienenwachs-Tüchern eine nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolien. Angeboten werden die Tücher in unterschiedlichen Designs und Größen.

Die verwendeten Rohstoffe sind GOTS (Global Organic Textile Standard)-zertifizierte Stoffe aus Biobaumwolle, welche in Deutschland angebaut werden. Das Zertifikat zeichnet nachhaltige Herstellung der Naturtextilien aus und beinhaltet damit der Gewinnung der Rohfaser und eine sozialverantwortliche und umweltverträgliche Herstellung.

Die locker gewebte Baumwolle ermöglicht das Aufnehmen eines Maximums an Bienenwachs und die Atmung, wodurch sich kaum Kondenswasser zwischen Lebensmittel und Tuch bildet.

Das verwendete Bienenwachs stammt aus biologischen und wesensgemäßen Imkereien Deutschlands, bei denen keine fremden Mittelwände verwendet werden, was den frischen Bau der Waben durch die Bienen ermöglicht. Das dabei entstehende Wachs ist schadstoffarm und enthält viel Propolis, welches sowohl zur Qualität des Wachses, als auch zur Gesundheit der Bienen beiträgt.

Ebenfalls genutzt wird Fichtenharz um die Tücher flexibel und strapazierfähig zu machen. Dieses stammt aus Frankreich und wird dort kontrolliert und nachhaltig angebaut, wobei die Bäume nach der Ernte mehrere Jahre nicht geerntet werden, um ausreichend Zeit zur Erholung zu bieten.

Um die Tücher flexibel und lange haltbar zu machen, verwendet WILDWAX Kokosfett aus zertifiziert biologischem Anbau, wodurch fairer Handel und kleine Bauern unterstützt werden.

Die Tücher halten Lebensmittel lange frisch und lassen sich durch die Wärme der Hände unterschiedlichen Formen anpassen. Produkte, die im Tuch frischgehalten werden können sind Salat, Kräuter, Gemüse, Obst, Käse und Brot, wobei die Aufbewahrung von Fleisch und Fisch nicht empfohlen wird.

Reinigen kann man das Tuch problemlos mit kaltem Wasser und ggf. mit Öko-Spülmittel, wobei es bei schonender Reinigung bis zu zwei Jahre hält, und sich danach zum Kompostieren eignet.

Der Verzicht auf Plastik spiegelt sich auch bei der Verpackung wieder, unter anderem durch die Nutzung von recyceltem Pergamin und Kartonpapier.

Um ein sozialverträgliches und nachhaltiges Denken und Handeln auch auf anderen Ebenen zu unterstützen, nutzt WILDWAX bei Rechnungen und Zahlungen die GLS-Gemeinschaftsbank, welche soziale Projekte fördert und nachhaltige UnternehmerInnen Deutschlands unterstützt.

Überdies wird bei der Produktion ausschließlich Ökostrom verwendet, und die Gewinne von WILDWAX werden in innovative und nachhaltige Organisationen und Programme reinvestiert.

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