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“Wir möchten den Strommarkt der Zukunft gestalten”

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v.l.n.r. Tobias Linnenberg (Gründer), Michell Boerger (Software Entwickler) und Antonia Langula (PR)

OEEX.org ist ein junges Energy-IT-Startup aus Berlin und möchte den Strommarkt der Zukunft gestalten.

 

GRÜNE-STARTUPS.de: Stellen Sie doch bitte Ihr grünes Startup „OEEX“ einmal vor.

AYANDA ROGGE: Wir sind ein junges Energy-IT-Startup aus Berlin und möchten den Strommarkt der Zukunft gestalten. Auf einer Plattform möchten wir alle Akteure der Energiewende zusammenbringen – also Haushalte, kleine lokale Stromerzeuger und Unternehmen der Energiewirtschaft – damit sie in Zukunft dort Strom unkompliziert miteinander teilen können. Bis es soweit ist, bauen wir eine Community auf und entwickeln eine App und passende Hardware, einen Smartplug, damit Nutzer ihren Verbrauch an die Stromproduktion in ihrer Region anpassen können.

Welches „grüne“ Problem lösen Sie und welche Vision steckt hinter Ihrem Konzept?

Strom aus erneuerbaren Energien wird natürlich nur dann produziert, wenn die Natur es zulässt, also wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Allerdings passt die Nachfrage zu diesen Zeiten selten zu dem Überschuss an Strom, der dann entsteht. Das führt dazu, dass Solar- oder Windlagen abgeschaltet werden müssen, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Damit grüner Strom besser genutzt werden kann, entwickeln wir eine Lösung die Nutzer dabei unterstützt, produktionsorientiert Energie zu verbrauchen – transparent und intelligent. Dazu zeigen wir, wo in der Nachbarschaft Strom erzeugt wird und informieren unsere User, wann saubere Energie im Überschuss vorhabenden ist. Für Verbraucher wirkt der Strommarkt komplex und undurchsichtig. Das wollen wir ändern, indem wir die Energiewelt visualisieren und eine unkomplizierte Anwendung entwickeln, mit der man seinen Stromverbrauch an die lokale Erzeugung anpassen kann.

Wie geht es Ihrer Branche aktuell?

Im Energiemarkt steckt ein riesiges Potenzial: In Deutschland gibt es bereits mehr als 1,5 Millionen installierte Solaranlagen und das Bewusstsein für regional erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien wächst. Gleichzeitig sind Investoren aber auch sehr zurückhaltend. Das liegt an gegenwärtigen rechtlichen Gegebenheiten, aber auch an Unternehmen, die seit Jahrzehnten gewachsen sind und angesichts eines sich verändernden Marktes vorsichtig erste Schritte in Richtung des Energiemarkts der Zukunft gehen. Kurzum: Das Interesse an innovativen Ideen ist definitiv vorhanden, konkrete Projekte werden langsam aber sicher umgesetzt.

Wie sieht Ihr Geschäftsmodell aus?

Wir bieten Software-as-a-Service für Energieunternehmen, in erster Linie Versorgern, denen wir unsere Lösung anbieten, gekoppelt an innovative Tarife Aber auch die Endkonsumentenseite spielt für uns eine wichtige Rolle. Das bedeutet, wir konzentrieren uns auf die Entwicklung einer App, die Energie visualisiert und die Energieunternehmen ihren Kunden als zusätzliches Serviceangebot zur Verfügung stellen können.

Was waren und was sind die größten Herausforderungen für Ihre Unternehmung auf dem bisherigen Weg?

Gerade durchläuft unsere App innerhalb von Pilotprojekten erste Betatests. Das Feedback, das wir dort bekommen, fließt kontinuierlich in die Entwicklung ein. Ideen für neue Features und Optimierungen gibt es also genug – das kostet natürlich Zeit. Deshalb ist es für uns umso wichtiger, uns zu fokussieren, um unsere Vision zu realisieren und gleichzeitig Kundenwünschen gerecht zu werden.

Wie ist Ihr Gründerteam aufgestellt? Welche fachlichen und sozialen Kompetenzen waren für den bisherigen Erfolg ausschlaggebend?

Unsere Gründer Tobi und Marco ergänzen sich wie Ying und Yang. Beide haben sich wissenschaftlich mit Teilbereichen der Lösung von OEEX auseinandergesetzt. Tobi ist der Kopf hinter unserem Algorithmus und steht hinter der technischen Umsetzung der Vision. Marco kümmert sich hauptsächlich um die Business-Seite und das Innovationsmanagement in unserem Startup.

Suchen Sie aktuell Mitarbeiter und wenn ja, welche Qualitäten sollten diese mitbringen?

Klar, wir sind immer auf der Suche nach guten Leuten! Talentierte Software-Entwickler sind immer willkommen. Backend und Frontend Developer sowie Produktmanager sind herzlich eingeladen uns eine Nachricht an info@oeex.org zu senden. Derzeit suchen wir auch Unterstützung im Bereich Customer Happiness. Grundsätzlich ist uns wichtig, dass ihr motiviert seid, euch nicht vom komplexen Thema Energie abschrecken lasst und Lust habt, eine neue und innovative Energiewelt mitzugestalten.

Wo soll die Reise für Ihr Startup in den nächsten 3 Jahren hingehen?

Versuchen wir es erstmal mit einem halben Jahr: Am wichtigsten ist die Weiterentwicklung unserer Produkte. Wir möchten eine App schaffen, die man gerne nutzt und die einen Mehrwert schafft. Außerdem suchen wir nach Partnern, wie Energieversorgungsunternehmen, die sich neu positionieren wollen und moderne Energieprodukte für ihre Kunden schaffen wollen. Außerdem haben wir gerade unsere Kampagne „Energiehelden von nebenan“ gestartet. Energiehelden sind für uns die Solaranlagen in der Nachbarschaft oder die Windmühle auf dem Feld – also die Menschen, die den Wandel gestalten. Wer auch ein Energieheld ist und seine Geschichte mit uns teilen will, sendet ein Foto von sich oder der Anlage an: energieheld@oeex.org.

Zum Abschluss: Welchen Tipp möchten Sie zukünftigen Gründern mit auf den Weg geben?

Bleibt am Ball, arbeitet schnell aber reagiert dabei nicht unüberlegt. Vorschnelle Entscheidungen, wie ein Produktrelease zum falschen Zeitpunkt, enden nicht nur im Chaos, sondern können potenzielle Kunden vergraulen. Deshalb raten wir euch: Überdenkt eure Strategien regelmäßig, seid offen für neue Einflüsse, steckt Energie ins Produkt und ins Team, vergesst dabei nicht, wer ihr seid und warum es euch gibt!

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