Was geht, Münster – 5 Grüne Startups aus der Stadt am Aasee

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Nicht nur Thiel und Boerne. Die Fahrradstadt Münster überzeugt auch mit ihrer zunehmend wachsenden grünen Startup-Szene. Hier erfährst du mehr.

Neben dem beliebtesten Tatort-Ermittlerduo und einer ganzen Menge Pferde hat Münster auch einiges an Startups zu bieten. Verständlich, da es viel Unterstützung für Innovative und Kreative gibt, wie etwa an der FH Münster. Die Gründerhochschule begleitet und fördert seine Studenten sowie Alumni, wenn diese eine geniale Idee umsetzen wollen. Außerdem bieten der Digital Hub münsterLAND und das FabLab Münster Gründer*innen eine Community und eine Hightech-Werkstatt, damit sie ihre Vision besser verwirklichen können. Der Venture Club Münster, eine studentische Initiative, würde 2015 gegründet und motiviert seine Mitglieder, damit diese selbst gründen. Dann gibt es da noch den Münsterhack, an dem jedes Jahr Menschen aus der Münsteraner Tech-Szene mit ihren Ideen teilnehmen. Den Gewinner des Münsterhack 2020, sowie 4 andere grüne Startups aus Münster, stellen wir dir jetzt vor.

 

Mit Tretty kann man sicher über Kopfsteinpflaster rollen

E-Scooter sind in den letzten Jahren aus den Böden der Städte geschossen wie kein Zweiter. Dass diese eigentlich gar nicht so nachhaltig sind wie sie vermarktet wurden, war auch den Gründern von tretty klar. Da die Produktion und Entsorgung von Akkus der Umwelt nicht gut tut, war es ihre Idee, ein nachhaltiges Tretroller Sharing auf die Beine zu stellen. Ihr Fahrzeug, der tretty.kick, wird ganz einfach durch die eigene Körperkraft angetrieben. Unabhängig von der Steckdose, müssen diese Tretroller auch nicht Nachts eingesammelt und aufgeladen werden. Man kann sie also 24 Stunden am Tag nutzen. Mit der tretty App kann man ein Fahrzeug von tretty ganz einfach orten und aufschließen. Neben preisgünstigen Einzelfahrten, kann man ein Monatsabo abschließen, welches monatlich kündbar ist. Mit den Tretrollern steuert tretty der Gesundheit der Nutzer bei und hat so das Potential Übergewicht und Rückenschmerzen vorzubeugen. Aber nicht nur tretty.kicks gibt’s. Seit November 2020 zählt tretty nun auch Bike-Sharing zu seinen Dienstleistungen, mit einer Flotte von 100 tretty.bikes.

 

Let’s be KlimaHeroes. Ganz einfach mit der App

Die Idee einer Klima-App hat KlimaHeroes beim Münsterhack 2020 zum Gewinner gemacht. Seit ein paar Jahren wird kräftig demonstriert damit sich in der Klimapolitik gewaltig was ändert. Allerdings liegt es nicht nur in der Hand der Politik, sondern auch in der der Bürger. Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. Das dachten sich auch die Köpfe hinter KlimaHeroes. Die App soll seinen Nutzer*innen helfen, den Alltag klimafreundlicher zu gestalten. Nutzer*innen können sich klare Ziele setzen, wie etwa die Wäsche nur noch mit 30 Grad zu waschen. Ist das Ziel erreicht wird man mit Punkten belohnt. Diese soll man bei den Partnern von KlimaHeroes für einen Kaffee oder sonst Kleinigkeiten umtauschen können. Auf eine spielerische Art und Weise will man also die Leute dazu motivieren, sich umweltfreundlicher zu verhalten. An einer ersten Version der App wird zurzeit kräftig gearbeitet. Du kannst also eine*r der ersten App-Tester*innen sein.

 

LEIHOTHEK; für die „Manchmal“-Dinge

Brauchst du nicht, hab ich. Damit Ressourcen geschont werden, hat Münster jetzt Leihothek. Dort sollte man vorbei schauen bevor man sich auf den Weg zum Baumarkt macht. Gedacht ist diese „Bibliothek der Dinge“ für Gegenstände, die man nur manchmal braucht, wie etwa Akkuschrauber oder Zelte. Als registrierter Kunde kann man sich Dinge dort gegen Pfand und Leihgebühr ausleihen, sie benutzen und für den Pfand wieder zurückbringen. Dieses Konzept unterstützt nicht nur den Gedanken der Sharing Economy und somit eine nachhaltigere Zukunft. Leihothek ist auch perfekt für die unter uns, die es minimalistisch lieben und es erfrischend finden, so wenig Dinge wie nur möglich zu besitzen.

 

„einfach. sozial. nachhaltig“ ist Freiraum secondhand

Egal ob online oder im Pop-Up Store in der Münsteraner Innenstadt. Freiraum Secondhand hat eine große Auswahl an einzigartigen Kleidungsstücken. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Wer aber vor dem nächsten Kauf zuhause mal kräftig aufräumen möchte, kann seine aussortierte Kleidung einfach bei Freiraum Secondhand vorbei bringen. Da man bei Kleidercontainern nicht immer weiß wo die Kleidung am Ende ankommt und das selbständige Verkaufen zeitaufwändig ist, macht es Freiraum Secondhand einem einfach. Das Team nimmt alle Teile an und analysiert dann, ob die Kleidung verkauft, gespendet oder re/upcycelt werden kann. Beim Verkauf des Stücks bekommt der alte Besitzer einen 10 bis 40 prozentigen Anteil. Gespendet werden nur Teile, die nicht verkauft werden können, aber noch tragbar sind. Alles Untragbare wird entweder recycelt oder upcycelt. Secondhand soll das neue Normal werden. Nur so kann Fast Fashion, einer Wegwerfgesellschaft und letztendlich der Klimakrise die Stirn geboten werden

 

Der online Guide für nachhaltigen Lifestyle: muenster.fair

Die Auswahl an Cafés, Shops, Restaurants und Street Foods, die nachhaltig handeln, ist groß in Münster. Um das Angebot hervorzuheben und somit einen umweltbewussten und fairen Lebensstil zu fördern, gibt es die online Plattform muenster.fair. Anhand von 12 Nachhaltigkeitskriterien werden Shops und Gastronomiegewerbe bei muenster.fair aufgenommen. Die da wären: Bio, Saisonal, Regional, Vegetarisch, Vegan, Fairer Handel, Nachhaltige Rohstoffe, Recycle-Produkte, Fair Fashion, Soziales Engagement, Barrierefreiheit und Empowerment. Letzteres ist in Female Empowerment und Diversity eingeteilt. Erfüllt das Unternehmen mindestens 4 dieser 12 Kriterien, wird es auf der Website und auf Instagram sichtbar gemacht. Perfekt für Touristen, die in Münster nach „grünen“ Plätzen suchen oder für Münsteraner*innen, die umweltfreundlicher leben wollen.

 

Fazit: klein aber fein

Jetzt hast du einen kleinen Einblick in die sehr diverse Startup-Szene von Münster. Für eine der kleineren Deutschen Städte hat Münster einiges auf dem Kasten. Von allem und für jeden ist ein Produkt oder eine Dienstleistung dabei. Nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Thema Kleidung, stromunabhängige Mikromobilität, Sharing Economy, Aufforstung und individuelle Verantwortung sind zurzeit mit die wichtigsten Faktoren für eine grüne Zukunft. Die Münsteraner wissen das und versuchen mit ihren grünen Startups so viel Ressourcen wie nur möglich einzusparen. Man merkt, dass die Gründer*innen vor allem eines motiviert: ihre Stadt, ihr Münster lebenswerter und grüner zu gestalten. Davon könnte sich jede*r eine Scheibe abschneiden. Stay green, Münster!

 

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1 Kommentar zu Was geht, Münster – 5 Grüne Startups aus der Stadt am Aasee

  1. Tolle Projekte, wir versuchen in Österreich gerade eine online Sharing- Plattform großzuziehen. Wo jeder selten genutzte Gegenstände vermieten kann. Sind gespannt wie schnell es sich verbreitet, die Zeit scheint jedenfalls reif zu sein 🙂

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