Tofukind lässt Veggie-Herzen höherschlagen

INTERVIEW | Tofukind will in absehbarer Zeit einen Stamm von circa 250.000 Endkunden aufbauen. Dazu kommt die kontinuierliche Erweiterung des Portfolios an eigenen Produkten. Die verschiedensten Produkte lassen hier Veggie-Herzen höherschlagen.

25.05.2018 – Das Interview führte Gessica Mirra

Grüne-Startups.de: Seit wann gibt es Tofukind? Wer sind die Gründer und welches Team steckt dahinter?

Tofukind gibt es als extrem schnell wachsendes Onlinemagazin seit August 2017. Hier dreht sich alles um Rezepte, Tipps und Tricks bei der Zubereitung veganer Lebensmittel sowie um alle möglichen Themen rund um einen entsprechenden Lifestyle. Mit unserem B2C Onlineshop sind wir seit Mai 2018 online. Gegründet wurde Tofukind von John Gahlert und Sebastian Henkel. Wir haben uns aber von Anfang an ein Team aus erfahrenen Experten auf den einzelnen Gebieten aufgebaut. Aktuell gehören zum etwa 20-köpfigen Team auch einige Studenten, die beispielsweise den Customer Support mitaufbauen. Uns ist es wichtig, jungen Leuten möglichst früh eine Chance zu geben, sich auszuprobieren und entsprechend Verantwortung zu übernehmen. So haben auch wir sehr früh sehr viel gelernt und wollen diese Möglichkeit jetzt weitergeben.

Welche veganen Produkte sind in Ihrem Online-Shop zu finden?

Unser Ziel ist es, ein pflanzliches Best-of aus exakt 1.000 Produkten in sieben Kategorien anzubieten. Mit einer Mischung aus veganen Pioniermarken wie Wheaty, MyEy oder auch Provamel, aber auch hippen, neuen Brands wie LikeMeat, Licorne oder Hanfwerk, bieten wir Wurst- und Fleischersatz sowie Alternativen zu Milchprodukten, Snacks, Süßigkeiten, Aufstriche, Fertiggerichte, Backzutaten und viele weitere Produkte. Ab Juni erweitern wir das Sortiment nochmals durch viele innovative Produkte unter eigener Markenflagge. Hierauf freuen wir uns besonders, weil wir viel Liebe und Herzblut in die Produkte und das Verpackungsdesign gesteckt haben, was sich von den bisher erhältlichen, veganen Produkten deutlich unterscheiden wird und vor allem „dem Original“ geschmacklich in nichts nachsteht.

Foto: John Gahlert und Sebastian Henkel

Welche Firmenphilosophie verfolgen Sie und was bedeutet für Tofukind Nachhaltigkeit?

Tofukind soll für Genuss, Spaß am gemeinsamen Essen und eine echte Alternative für die Proteinversorgung der Zukunft stehen. Dabei will Tofukind eins nicht sein: missionarisch. Nachhaltigkeit bedeutet für uns unter anderem auch, durch pflanzliche Alternativen die Ressourcenverschwendung im Verarbeitungsprozess von Lebensmitteln massiv zu reduzieren.

Wonach entscheiden Sie, welche Marken sich mit Ihren Produkten präsentieren dürfen? Wie kam es zu diesen Kontakten und Partnerschaften?

Produkte und Marken, die bei uns und dem Team im Selbsttest nicht überzeugen, schaffen es auch nicht ins Sortiment. Ich bin selbst seit über zehn Jahren Veganer und kenne die meisten Marken aus eigener Erfahrung. Sebastian und ich arbeiteten vor dem Start von Tofukind bereits mehrere Jahre im pflanzlichen Umfeld. Daher kennen wir uns in der Branche hervorragend aus und hatten schon zum Start die ganz heißen Kontakte zu den Marken. Begegnen uns irgendwo spannende, neue Produkte suchen wir ganz klassisch den direkten Kontakt zum Hersteller.

Können Sie uns ein paar Zahlen zur finanziellen Situation Ihres Unternehmens nennen?

Zu Umsatzzahlen können und möchten wir so kurz nach dem Start natürlich noch nichts sagen. Generell haben wir das Glück, dass wir durch unser Tofukind-Magazin bereits einige treue Kunden direkt zum Start gewinnen konnten und es viele Partner gibt, die, so wie wir, fest an unser Konzept glauben. Das bestärkt uns in der täglichen Arbeit.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Die nächsten Schritte sind unser ehrgeiziges Ziel, in absehbarer Zeit einen Stamm von circa 250.000 Endkunden aufzubauen. Dazu kommt die kontinuierliche Erweiterung des Portfolios an eigenen Produkten. Parallel sind wir in den letzten Zügen unseres B2B-Shops für Handelspartner aus Gastronomie und Catering. Auch hier wollen wir neue Maßstäbe setzen und die Endkundenstandards und Features in die B2B-Welt.

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1 Kommentar zu Tofukind lässt Veggie-Herzen höherschlagen

  1. Tofukind gehört zu einem der größten konventionellen Fleischkonzerne (Heristo)… der enorm von der tierquälerischen Massentierhaltung profitiert! Das hat beim besten Willen nichts mit Startup oder gar nachhaltig oder grün zu tun?!

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