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the nu company – ein sinngetriebenes Food-Startup

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the nu company ist ein junges innovatives Food-Startup aus Leipzig, dass sich zur Aufgabe gemacht hat, leckere und trotzdem gesunde Snacks für den Hunger zwischendurch zu kreieren. Im Interview mit Christian Fenner, Mitgründer und CMO von the nu company, erfährst du nicht nur mehr über das Unternehmen selbst, sondern auch über seine leckeren Treats und wie bedeutend das Thema Nachhaltigkeit dem Startup wirklich ist.

Grüne-Startups.de: Für all diejenigen, die the nu company noch nicht kennen, was genau machen Sie?

CHRISTIAN FENNER: Wir sind ein nachhaltiges und sinn-getriebenes Food Startup aus Leipzig mit der Überzeugung, dass Ernährung einen Unterschied machen kann – für gesunde Menschen und einen Planeten mit Zukunft. Für uns ist Essen mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn wir wollen gesunde Ernährung so einfach und lecker wie möglich gestalten. Deshalb entwickeln wir Snacks, die Genuss, Funktion und Nachhaltigkeit kombinieren, damit jeder von uns das Beste aus sich herausholen kann, im Alltag, beim Sport oder Unterwegs. Unser ganzheitlicher Ansatz lautet deshalb: Food for body, mind and soul.

Wir denken Lebensmittel konsequent „nu“ – also neu. Dabei setzen wir vor allem auf natürliche Inhaltsstoffe statt endloser Zutatenlisten, auf Kokosblütennektar statt hochverarbeiteten Industriezucker und eine kompostierbare Verpackung statt Plastik. Gleichzeitig wollen wir der Natur etwas zurückgeben und aktiv gegen den Klimawandel werden. Mit unserem 1+1 Projekt pflanzen wir deshalb für jedes verkaufte Produkt einen Baum. Wir wollen Lösungen aufzeigen, welche die Lebensmittelbranche nachhaltig verändern können. Deshalb dreht sich bei uns alles was wir tun um diese zwei Wörter: Rethink Food.

Bild: the nu company

Was würden Sie sagen, ist aktuell oder mittlerweile Ihr USP gegenüber der Konkurrenz?

Unser USP ist die Kombination aus kompromisslos natürlichen, rein pflanzlichen Biozutaten, der innovativen plastikfreien Verpackung und unserem 1+1 Projekt, dass für nachhaltigen, klimapositiven Konsum steht.

Für unsere nucao Riegel und nupro Proteinpulver haben wir eine bislang einzigartige TÜV-heimkompostierbare Verpackungsfolie entwickelt, die sogar auf dem eigenen Kompost im Garten oder im Biomüll entsorgt werden kann. Unsere Verpackung ist deshalb mit dem Plasticfree Siegel gekennzeichnet.

Wie verliefen für Sie die letzten Monate aus wirtschaftlicher Sicht und wie sind Ihre Umsatzerwartungen für die nächsten 12 Monate?

Das letzte Jahr (2019) lief für uns sehr erfolgreich und wir konnten um ganze 300 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen und dieses sensationelle Wachstum wollen wir natürlich gerne beibehalten. Die Corona Pandemie hat in den letzten Wochen aber auch auf unsere Arbeit und unser Wachstum Einfluss genommen, deshalb haben wir unsere Umsatz- und Wachstumserwartungen entsprechend anpassen müssen. Wir blicken aber dennoch zuversichtlich und extrem motiviert in die nächsten 12 Monate, denn wir haben definitiv auch positive Erfahrungen und neue Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen im Homeoffice mitnehmen können.

Welche Produkte bieten Sie an und gibt es Neuheiten?

Der nucao Riegel ist das erste Produkt in unserem Portfolio, der Anfang von allem sozusagen. Die Idee kam uns drei Gründern damals in unserer WG-Küche, als wir nach einer gesunden Snackalternative als Nervennahrung bei unserem Masterstudium waren. Mit nucao denken wir Schokolade neu – nicht als Süßigkeit, sondern als nährstoffreichen Snack für Zwischendurch. nucao ist der erste nachhaltige Schokoriegel für`s gute Gewissen und eine natürliche Alternative zu zahllosen Schokoriegelvarianten auf dem Markt.  Mit direkt gehandeltem Kakao aus Peru und sechs weiteren bio-zertifizierten Zutaten enthält nucao alle essentiellen Aminosäuren, hat einen außergewöhnlich hohen Magnesium- und Eisengehalt und im Durchschnitt 65 Prozent weniger Zucker als herkömmliche Schokolade. Dabei verzichtet nucao komplett auf raffinierten Zucker oder künstliche Zusatzstoffe. Inzwischen gibt es nucao in sechs dunklen und zwei weißen Sorten.

Durch den Gewinn des „dmSTART!“-Crowdfunding Contest konnten wir Anfang 2019 unser zweites Produkt auf den Markt bringen: Der vegane Proteinshake nupro wurde in drei Geschmacksrichtungen in 2000 deutschen dm-Filialen aufgenommen. nupro ist aber kein typischer Bodybuilder-Shake mit isoliertem Protein, sondern eher eine ganzheitliche Nahrungsergänzung.  Statt der vollen Ladung verarbeitetem, tierischen Protein gibt’s bei nupro nur eins: hochwertige, pflanzliche Zutaten.

Bild: the nu company

Wo kann man eure Riegel und Proteinshakes kaufen?

Unsere nupro Pulver gibt es bislang „nur“ bei dm und natürlich auch in unserem eigenen Onlineshop.

Die nucao Riegel haben es dagegen schon in einige Regale größerer Supermärkte geschaft. Dazu gehören dm, Rossmann, Edeka, Rewe, Müller, Alnatura, denn’s, Bio Company und weitere Biomärkte. Eine Auflistung aller Märkte, findet ihr in unserem Storefinder auf unserer Website.

Inwiefern spielt das Thema Nachhaltigkeit für the nu company eine Rolle?

Wir werden häufig als „grünes“ Food Startup bezeichnet, was auch daran liegt, dass wir uns ganz klar und deutlich für mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche Stellung beziehen und hier auch in einigen Bereichen wie der kompostierbaren Verpackung Vorreiter sind. Wir finden, es ist an der Zeit, die mittlerweile schon fast überstrapazierte Worthülse “Nachhaltigkeit” mit Leben und Taten zu füllen. Denn wir können es uns nicht leisten, einfach so weiter zu machen und auf Kosten unserer Umwelt, Mitmenschen und Tiere, Kompromisse einzugehen. Deshalb wollen wir auch raus aus der „Öko-Nische“ und rein in den Mainstream, denn wir glauben, dass das Thema nachhaltiger Konsum jeden etwas angehen sollte.

Für uns als Gründer von the nu company stand bereits von Anfang an fest, dass wir unsere Produkte als Hebel für Veränderung nutzen und unserem Planeten etwas zurückgeben wollen. Wir arbeiten deshalb mit der internationalen Aufforstungsorganisation Eden Projects zusammen und pflanzen für jedes verkaufte Produkt einen Baum, sodass langfristig um ein Vielfaches mehr CO2 aus der Luft gefiltert wird, als bei der Herstellung unserer Produkte anfällt.

Insgesamt haben wir für die Inhaltsstoffe unserer Produkte sehr hohe Anforderungen was die Bioqualität und möglichst kurze Transportwege angeht. Das ist aber gerade für unseren wichtigsten Rohstoff Kakao gar nicht so einfach realisierbar, denn der wächst ja leider nicht um die Ecke und generell steht der globale Handel mit Kakao ja häufig in der Kritik. Auch hier wollen wir zeigen, dass es auch anders geht arbeiten hier eng mit einer Bauernkooperative in Peru zusammen, die den Kakao in Agroforstwirtschaft anbauen.

Gemeinsam mit Eden Projects konnten wir bisher schon über 1,5 Millionen Bäume pflanzen und mehr als 15 Tausend Arbeitstage für die lokale Bevölkerung vor Ort realisieren.

Ihr Wunsch für das restliche Jahr ist? 

Bis Ende des Jahres haben wir uns das Ziel gesetzt noch zwei weitere Produktlinien auf den Markt zu bringen, die unser bisheriges Produktportfolio perfekt ergänzen. Es bleibt also spannend! Gleichzeitig wollen wir noch viele weitere und auch größere Supermarktketten mit unseren Produkten erobern, sowohl in Deutschland als auch international in Österreich, UK und Frankreich. Auch in Punkto Transparenz wollen wir noch besser werden und bis Ende 2020 unseren ersten ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen.

Langfristig wollen wir aber vor allem einen nachhaltigen Wandel in unserer Branche und der Gesellschaft bewirken und ein globales Leuchtturmprojekt für nachhaltigen Konsum schaffen. Wir wollen Teil der Lösung sein, nicht des Problems – von Krankheiten durch falsche Ernährung, Plastikfluten und exponentiellem Ressourcenverbrauch.  Unser größeres Ziel sind deshalb plastikfreie Supermarktregale bis 2030, 1 Milliarde gepflanzte Bäume und eine globale Bewegung für weniger Zucker und pro pflanzliche Ernährung.

 

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Vera Kluck
Über Vera Kluck 44 Artikel
Kommunikation und Marketing. Redakteurin bei Gruene-Startups.de.

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