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SeedForward fördert globale regenerative Landwirtschaft – die 5 deutschen Finalisten der GREEN CHALLENGE im Portrait

Bild © Drießen

SeedForward ist ein Biotechnologie Unternehmen, welches auf verschiedenen Ebenen auf den globalen Übergang zu einer nachhaltigen und regenerativen Landwirtschaft setzt. Fokus des Unternehmens ist die Entwicklung und Vermarktung von Produkten für den Agrarbereich, die Ertragssicherheit erhöhen und die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen und Boden fördern. Gleichzeitig bieten die Produkte, bei vergleichbarem Preis, eine Alternative zu chemisch-synthetischen Substanzen im landwirtschaftlichen Sektor. Jan Ritter, Agrar- und Pflanzenwissenschaftler und Jacob Paul Bussmann, Forst- und Umweltwissenschaftler, gründeten SeedForward 2017 und haben heute 7 festangestellte Mitarbeiter in ihrem Team.

Welche Philosophie verfolgt ihr und wie lautet eure Mission?

Der weltweite Bedarf an einer effizienten und zukunftsfähigen Agrarproduktion steigt. Unsere Mission ist es den Übergang zu einer nachhaltigen und regenerativen Landwirtschaft zu fördern und mit unseren Produkten zu unterstützen. Wir sind davon überzeugt, dass dies nur möglich ist, wenn wir gleichzeitig Ökosysteme erhalten und die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaft fördern.

Was macht SeedForward als Startup besonders?

Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem wir über die Vermarktung bestehender Produkte hinaus auch längerfristige F&E Projekte für die Zukunft umsetzen. Darüber hinaus bieten wir eine gesunde Mischung an Idealismus und Realitätssinn auf dem Weg zu einer effektiven und enkelfähigen Landwirtschaft. Unser multidisziplinäres Team eint die Passion etwas zu bewegen.

Bild © Angela von Brill

Wie seid ihr auf die Geschäftsidee gekommen?

Wir Gründer haben uns in Afrika kennengelernt, wo wir als Agrarberater tätig waren. Vor Ort sind uns die Herausforderungen der Landwirtschaft und der Kampf gegen Trockenheit und Ertragsausfälle besonders deutlich geworden. Jan hat bereits damals mehrere Jahre wichtige Vorarbeit rund um Kreislaufwirtschaft und Widerstandsfähigkeit von Pflanzen und Böden geleistet. Daraus entstand die Idee und erste Versuche ökologische Saatgutbeschichtung zu entwickeln, die das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen stärkt.

Wie lange hat es gedauert, bis ihr die gewünschten Erfolge erzielt habt? War ein bestimmtes Projekt ausschlaggebend?

Mit der erfolgreichen Produktentwicklung unserer Saatgutbeschichtung und dem Markteintritt mit behandeltem Maissaatgut, konnten wir bereits im dritten Jahr nach unserer Gründung in 2017, unsere Meilensteine erfüllen und sowohl etablierte Saatgutfirmen, Landwirte und Financiers von unserer Entwicklung überzeugen. Für unseren Sektor bedeutet dies eine besonders schnelle Entwicklung. Hilfreich war dabei vor allem die enge Zusammenarbeit mit unseren Anwendern.

Was waren und was sind die größten Herausforderungen auf dem bisherigen Weg?

Wir sind anfänglich zu naiv an unsere Finanzierung herangegangen. Ein missglückter Investorendeal und andere Verzögerungen haben uns gelehrt, wie wie wichtig es ist, sich breit aufzustellen und langanhaltende Partnerschaften zu knüpfen. Heute ist unsere größte Herausforderung unser schnelles Wachstum zu managen. Wir haben ein mittlerweile 10-köpfiges Team und die Nachfrage nach unseren Produkten steigt stetig.

Inwieweit spielt das Thema Nachhaltigkeit für euch eine Rolle?

Nachhaltigkeit steht für uns an erster Stelle, dabei geht es nicht nur darum schnellen Profit zu machen, sondern ein zukunftsfähiges und stabiles Unternehmen aufzubauen, welches auf den drei Säulen – Ökologisches, Soziales und Ökonomisches basiert.

Hierfür leisten wir Öffentlichkeitsarbeit, machen Forschungs- und Entwicklungsarbeit und produzieren natürliche biotechnologische Produkte, welche eine zukunftsfähige Landwirtschaft fördern.

Welche Trends und Entwicklungen in der grünen Gründerszene findet ihr aktuell besonders spannend?

Wir freuen uns darüber, dass die Gründerszene im Agrarbereich jetzt auch in Deutschland immer größere Aufmerksamkeit erhält. Die Herausforderungen und Chancen in der Landwirtschaft bekommen endlich einen höheren Stellenwert in Bevölkerung und Politik. Dieses Bewusstsein weckt also auch das Interesse von Investoren und anderen Akteuren, Innovationen und Lösungen zu fördern und sich an Agrarstartups zu beteiligen.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Wir wünschen uns, dass verschiedene Stakeholder, die im Agrar- und Lebensmittelbereich arbeiten an einem Strang ziehen. Wir können nur in Zusammenarbeit und durch innovative und kreative Ideen die Welternährung sichern und gleichzeitig unseren Planeten schützen. SeedForward stellt sich der Herausforderung die Lösungspalette mit starken Partnern zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Dabei werden wir in Zukunft CO2 positiv arbeiten.

Das Team von SeedForward

Deutschlands Finalisten im Startup-Interview

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