Rawnies – gesunde Brownies und andere Naschereien aus Hamburg

Süßes muss nicht immer eine ungesunde Zusatzstoffparade sein. Ausgewogene Zutaten und Nährstoffe ohne Zucker, Milch, Ei und Gluten vereint gleem aus Hamburg. Gründerin Anna Gliemer im Interview.

22.05.2017

GRÜNE-STARTUPS.de: Würdest Du uns gleem kurz vorstellen und die bisherige Entwicklung schildern? 

Anna Gliemer: Ich habe gleem 2015 zusammen mit meinem Partner gegründet. Seit Sommer 2015 gibt es auch unseren Online-Shop. Als Raw Food Manufaktur und erste Paleo Patisserie entwickeln wir aus wenigen hochwertigen Zutaten einzigartige Köstlichkeiten, bei denen die perfekte Balance von Geschmack und Nährstoffen stimmt. Ganz ohne Zucker, Gluten, Milch oder Ei. Dafür in bester Rohkost- und Bio-Qualität, fair gehandelt und handgemacht in Hamburg. 

Wie ist die Idee zu gleem enstanden?

Da ich viele Dinge nicht essen kann oder nicht essen möchte ist es schwierig, gute und gesunde Naschereien zu finden. Da es das, was ich essen möchte noch nirgends zu kaufen gibt – Pralinen ohne Zucker, Mehl, Milch und Ei – habe ich einfach begonnen meine Pralinenrezepte für größere Mengen umzuschreiben und zu schauen, ob andere Menschen vielleicht auch gesundes Konfekt haben möchten.

Wie unterscheiden sich eure Süßwaren von herkömmlichen und was sagen die Kunden?

Ob Pralinen ohne Zucker, Rawnies (Raw Food Brownies) ohne Gluten oder laktosefreie Schokolade, die nur mit Honig gesüßt ist: wir verwendet dazu nur wenige, dafür hochwertige, naturbelassene Zutaten, die so roh wie möglich verarbeitet werden. So bleiben die wertvollen Nährstoffe erhalten. Selbst die Schokolade wird selbst angerührt. Wir wollen, dass man Süßes ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Und wir wollen, dass man sich dabei keine Gedanken über Inhaltsstoffe machen muss. Unsere Kunden sind bewusste Genießer, Raw Foodies und Veganer, und auch die, die aufgrund von Unverträglichkeiten keine andere Wahl haben oder einfach nur Schokolade lieben.

Und ich bin froh darüber, dass wir unsere Kunden ganz leicht davon überzeugen können, das ökologische Lebensmittel nicht „öko“ sein müssen. Denn bei vielen widerspricht sich Genuss und Nachhaltigkeit immer noch.

Welche Trends verfolgst du im Bereich vegane Ernährung mit Spannung?

Ich habe das Gefühl, dass sich immer mehr Veganer nicht nur vegan ernähren, sondern auch immer mehr auf Nährstoffe und ausgewogene Zutaten achten. Weg vom Pudding-Veganer, sage ich mal so salopp. Das finde ich sehr gut.

Was waren die bisher größten Herausforderungen für gleem?

Die bisher größte Herausforderung war oder ist eine gute Manufaktur zu führen. Eine Location finden, die allen Anforderungen entspricht und bezahlbar ist. Jetzt haben wir uns eine eigene schöne Küche eingerichtet und teilen sie mit Foodies, die ebenfalls glutenfrei unterwegs sind.

Welche langfristigen Ziele verfolgt das Unternehmen?

Ich würde mich freuen, wenn auch der stationäre Einzelhandel unsere Produkte anbietet, damit unsere Kunden nicht nur online bestellen müssen. Ich denke die Zeit für clean-Food ist da, allerdings haben manche Händler die Befürchtung unsere Produkte ohne weitere Erklärung nicht gut verkaufen zu können. Ich denke allerdings, dass immer mehr Menschen bewusst lesen, welche Zutaten ihre Lebensmittel enthalten. Und da kommen wir wieder ins Spiel. Bei gleem bleibt jede Zutat ehrlich und transparent. Schließlich haben wir nichts zu verstecken und sind stolz auf die Projekte, die wir mit unserem Rohstoffeinkauf unterstützen.

Welche Rolle werden deiner Meinung nach pflanzliche Produkte in zehn Jahren spielen?

Pflanzliche Produkte werden noch stärker in den Focus rücken. Hier bin ich allerdings gespannt, ob neue (Kunst-)Pflanzenprodukte erfunden oder sich auf lokale, natürliche Pflanzen konzentriert wird. Wenn wir schlau sind, achten wir verstärkt auf Permakulturen, um Pflanzen, Böden und Nährstoffe nachhaltig zu verwenden.

Dein Insidertipp: Welches grüne Produkt hat Dich zuletzt fasziniert?

Ich habe erst letztens ein Interview im Peppermynta Eco Magazine über die Gründerin von Santa Verde gelesen. Sie hat eine eigene Aloe Farm und in ihrer Kosmetik verwendet sie statt Wasser als erste Zutat Aloe Vera Saft. Das fand ich spannend und werde demnächst das erste ihrer Produkte ausprobieren.

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