Olivenöl, das Menschenleben rettet – Teil der Lösung sein mit Pouli

Ein Interview geführt von der Grüne-Startups-Redaktion

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INTERVIEW | Olivenöl, das die Welt verbessert? Otto Brandstetter erzählt uns im Interview, wie das Social Startup Pouli genau das schafft.

Otto und David, die Gründer von Pouli

Olivenöl ist ein Must-Have in jeder Küche. Die Gründer des Social Startups Pouli sind der gleichen Meinung und wollen mit ihren Produkten noch mehr erreichen. Die Oliven für ihre Produkte kommen von Bio-Bauern aus Griechenland und mit den Erlösen unterstützen sie ein soziales Projekt. Was genau hinter Pouli steckt erklärt uns Otto im Interview.

Grüne Startups: Für alle Leser*innen, die noch nie von eurem grünen Startup POULI gehört haben: Könntet ihr kurz erklären, was ihr anbietet und wie es dazu kam?

Otto Brandstetter: Wir, David und Otto, sind große Griechenland Fans und waren in den letzten Jahren oftmals dort. Otto hat 2019 insgesamt sechs Monate auf Lesbos verbracht, die Situation der Geflüchteten auf der Insel direkt miterlebt und sich gefragt wie man einen Beitrag dazu leisten kann die Arbeit der Hilfsorganisationen auf Lesbos zu unterstützen. 2020 folgten weitere Griechenland Aufenthalte, in der Region um Kalamata im Süden der Peloponnes haben wir Kleinbauern und Hersteller von hochwertigem Bio-Olivenöl kennengelernt. Dann war klar: Wir möchten dieses besondere Olivenöl unbedingt nach Deutschland importieren und mit einem Teil der Erlöse ein soziales Projekt vor Ort unterstützen.

Steckt eine besondere Geschichte hinter dem Namen POULI?

Als einer der Kleinbauern aus Kalamata uns seine Olivenhaine gezeigt hat, entdeckte David
plötzlich einen besonders schönen Vogel in einem der Olivenbäume. Er fragte den Bauern auf Englisch wie dieser Vogel heißt, er hat nur geantwortet: „Pouli, Pouli“. Wir haben natürlich gedacht das wäre der Name des Vogels, später stellte sich jedoch heraus: „Pouli“ ist das griechische Wort für „Vogel“. Da uns dieser Tag in so schöner Erinnerung geblieben ist und uns das Wort so gut gefallen hat, ist der Entschluss gefallen unsere Firma danach zu benennen. Außerdem gefällt uns die Assoziation mit Freiheit und Frieden.

Ihr arbeitet zusammen mit “Medical Volunteers International”. Wie seid ihr auf die Hilfsorganisation aufmerksam geworden?

„Medical Volunteer International“ stellt medizinische Grundversorgung für Geflüchtete in Griechenland zur Verfügung und ist dort an drei Standorten (Thessaloniki, Athen, Lesbos) vertreten. Bereits auf Lesbos haben wir von dieser tollen Hamburger Hilfsorganisation gehört.

Wie habt ihr als Unternehmen diese Zusammenarbeit aufgebaut und entwickelt? Habt ihr daraus Learnings gezogen, wie man als Startup Kooperationen zu einem guten Zweck am besten angeht?

Als die Idee für Pouli ausgearbeitet war haben wir direkt ein persönliches Treffen mit Medical Volunteers vereinbart. MVI koordiniert mit einem kleinen Team von Hamburg aus die Freiwilligen (Ärzt:innen, Krankenschwestern und Medizinstudent:innen) die sich in Griechenland engagieren. Auf zwischenmenschlicher Ebene war die Zusammenarbeit direkt
unkompliziert und angenehm, dies sollte die Grundlage für eine solche Kooperation sein.

Findet ihr, dass sich die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen und NGOs sowohl in der Startup- als auch der Großunternehmens-Branche mehr etablieren sollte?

Wenn Unternehmen auf Umweltbewusstsein, faire Arbeitsbedingungen und soziale Verantwortung setzen, können sie enorm positive Auswirkungen auf Mensch und Natur haben. Je mehr Unternehmen nach diesen Grundsätzen handeln, desto besser.

POULI ist ein Social-Startup, auf was achtet ihr außerdem?

Die rein biologische Landwirtschaft und die faire Bezahlung der Kleinbauern vor Ort in Griechenland sind Grundvoraussetzungen für Pouli. Außerdem ist es uns wichtig mit fünf Prozent unserer Umsätzen einen Beitrag zu leisten die medizinische Grundversorgung von Geflüchteten in Griechenland zu verbessern.

Ihr seid noch am Anfang eurer Unternehmensgründung. Dennoch, was war bis jetzt die größte Hürde im Rahmen von POULI?

Die erste große Hürde war mit Sicherheit unsere Crowdfunding-Kampagne die wir Anfang März 2021 mit stolzen 500+ Unterstützer*innen und knapp 25.000€ erfolgreich abgeschlossen haben. Neben der Präsentation der Kampagne mit Video, Bildern und Text war besonders die Pressearbeit eine Herausforderung. Wir haben mit dutzenden Zeitungen und Online-Magazinen gesprochen und einige haben dann auch über die Kampagne berichtet.

Welche Vielfalt an Olivenprodukten erwartet eure Kundschaft?

Das köstliche Bio-Olivenöl gibt es zum Start in einer 500ml Flasche und einem 5-Liter- Kanister. Außerdem haben wir eine fein gewürzte Bio-Olivenpaste und Kalamata Bio-Oliven im Sortiment.

Wo seht ihr POULI in 3 Jahren?

Langfristig möchten wir uns als Social-Food-Marke etablieren und mit jedem Produkt ein soziales Projekt unterstützen. Das Sortiment an Olivenerzeugnissen wird weiter ausgebaut werden, es stehen aber auch schon zwei neue Konzepte in den Startlöchern.

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Wir freuen uns sehr die erste Spende an “Medical Volunteers International” in Höhe von 1238,15 € (5% der Crowdfunding-Summe 24.763€) überwiesen zu haben und hoffen damit einen kleinen Beitrag zu der Arbeit von Medical Volunteers vor Ort in Griechenland zu leisten. Wir freuen uns auf eine lange, positive Zusammenarbeit mit dieser tollen Hilfsorganisation aus Hamburg, welche medizinische Grundversorgung für Geflüchtete in Griechenland zur Verfügung stellt.

Das köstliche Bio-Olivenöl aus Kalamata, Griechenland und die anderen griechischen Spezialitäten gibt es ab sofort auch in unserem Online-Shop. Mit dem Gutscheincode PouliDanke15 (gültig bis 01.08.2021) erhält man 15% Rabatt auf jede Bestellung.

Vielen Dank für das Interview, Otto! 

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne Pouli stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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Bilder: Pouli, Unsplash

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