Mit dem eigenen Auto Geld verdienen und die Umwelt schützen

Wenn Autos effizient genutzt würden, dann bräuchten wir weniger als 5 Millionen PKW in Deutschland anstatt der aktuell 45 Millionen, konstatiert Gründer Edgar Scholler.

GRÜNE STARTUPS: Herr Scholler, stellen Sie doch bitte Ihr grünes Startup GETAWAY kurz vor.

EDGAR SCHOLLER: GETAWAY hat die Lösung für Autobesitzer, die die Umwelt schützen wollen, ohne auf den Komfort ihres Autos verzichten zu wollen.

Und so funktioniert’s: Einmalig mit unserem GETAWAY-AutoKit ausgerüstete Fahrzeuge können bei jedem Parkvorgang mit nur einem Klick zum Geldverdienen für den gewünschten Zeitraum sicher mit der GETAWAY-Flotte verbunden werden. Geprüfte und durch uns versicherte Führerscheinbesitzer können freigegebene Autos über die GETAWAY-App in der Nähe finden, sofort losfahren und kommen ganz ohne Aufwand oder Papierkram in den Genuss tatsächlich spontaner Mobilität – Versicherung und Tankkarte inklusive. So finanziert sich das eigene Auto erstmals ohne Betreuungsaufwand und Mobilitätseinbußen und leistet durch die ökologische Auslastung gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz.

GS: Welches „grüne“ Problem lösen Sie und welche Vision steckt hinter Ihrem Konzept?

ES: Eine der größten kaum genutzten Potentiale zur Umweltentlastung liegt im privaten Verkehrssektor. Wohingegen bisherige Ansätze vor allem auf Sanktionen setzen, profitieren Autobesitzer mit GETAWAY erstmals davon, einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Jedes effizient genutzte Flotten-Auto kompensiert den Bedarf an bis zu 20 konventionellen Autos. Es reichten bereits unter fünf Millionen Pkw, statt der 45 Millionen aktuell, um den aktuellen Mobilitätsbedarf in Deutschland zu decken. Das spart CO2-Emissionen und entlastet die innerstädtischen Flächen. Flächen, die zur Begrünung, für Fahrradwege oder separate Busspuren genutzt werden können.

Unsere Vision sind Autos, die sich selbst finanzieren und Straßen, in denen Autos nie mehr ungenutzt rumstehen. Wir möchten jedem die wunderbare Freiheit eines Autos ökologisch zugänglich machen.

Deshalb statten wir erstmals Privatautos mit modernster Technologie aus, um gemeinsam den ersten on-Demand Fuhrpark von Autofahrern für Autofahrer aufzubauen.

GS: Wie sieht Ihr Geschäftsmodell aus?

ES: GETAWAY versteht sich als Marktplatz. Wir decken unsere Kosten, indem wir eine faire Kommission auf generierte Mieterlöse berechnen. Der Großteil aller Einnahmen verbleibt bei den Autobesitzern vor Ort.

GS: Wie geht es der Carsharing-Branche aktuell und welche Herausforderungen gilt es zu meistern?

ES: Bisherige Privat-zu-Privat Carsharing-Anbieter scheitern daran, eine ausreichende Anzahl an Autobesitzern zu überzeugen. Wer möchte schon den eigenen Autobedarf Wochen im Voraus festlegen, in mühseligen Absprachen die Übergabe und Rücknahme koordinieren, um dann darauf zu vertrauen, dass schon alles klappen wird? Dabei stehen über 45 Millionen Autos in Deutschland im Durchschnitt 23 Stunden am Tag still. Gleichzeitig ist spontane Mobilität für elf Millionen Führerscheinbesitzer ohne eigenes Auto bis auf in wenigen Großstädten kaum verfügbar oder sehr teuer. GETAWAY ist angetreten, das Carsharing unter Privatpersonen aus seinem Nischendasein befreien und setzt dabei als erster Anbieter konsequent auf innovative Technologien und einfachste Abläufe für Autobesitzer und -nutzer.

GS: Was waren und was sind die größten Herausforderungen für Ihre Unternehmung auf dem bisherigen Weg?

ES: Wir haben mit GETAWAY einen großartigen Service geschaffen – gleichermaßen für die Autofahrer und die Umwelt. Nun gilt es, diesem die nötige Aufmerksamkeit zu geben und die Reihenfolge der Regionen festzulegen, in denen wir präsent sind. Die Priorisierung können die Nutzer mitbestimmen: Je mehr sich aus einer Region eine Einladung auf www.get-a-way.com sichern und somit ihr Interesse bekunden, desto eher kommt die GETAWAY-Flotte dorthin. Zusätzlich sichert sich jeder mit einer Einladung Startguthaben und den kostenfreien Einbau des GETAWAY-AutoKits.

GS: Wie ist Ihr Gründerteam aufgestellt? Welche fachlichen und sozialen Kompetenzen waren für den bisherigen Erfolg ausschlaggebend?

ES: Zuallererst sind wir leidenschaftliche Autofahrer – nur so ist es uns gelungen, einen Service zu entwickeln, der Autobesitzer und -fahrer gleichermaßen begeistert. GETAWAY ist ein Technologieunternehmen. Entsprechend liegt der Schwerpunkt in unseren Fähigkeiten. Darüber hinaus hat die Mehrheit des Teams bereits jahrelang in vorherigen Firmen erfolgreich zusammengearbeitet.

GS: Suchen Sie aktuell Mitarbeiter und wenn ja, welche Qualitäten sollten diese mitbringen?

ES: Wir suchen keine Mitarbeiter – nur Mitunternehmer. Wir alle teilen den Ehrgeiz, etwas Großes zu schaffen und die Vision einer grünen, bequemen Individualmobilität für jedermann. Zu tun gibt es dabei genug. Wer sich angesprochen fühlt und unser Skill-Set bereichert, ist herzlich willkommen.

GS: Wo soll die Reise für Ihr Startup in den nächsten 3 Jahren hingehen?

ES: Gemeinsam arbeiten wir daran, den größten frei verfügbaren Fuhrpark aus Privatfahrzeugen deutschlandweit aufzubauen.

GS: Was glauben Sie, welche Bereiche in Zukunft ebenso Einzug in die „Sharing Economy“ erhalten?

ES: Zahlreiche Bereiche hat die gemeinsame Nutzung von Gütern und Services bereits durchdrungen. Ich bin gespannt darauf, welche Antworten die Health-Branche auf die Fragen der Sharing-Economy finden wird.

GS: Zum Abschluss: Welchen Tipp möchten Sie zukünftigen Gründern mit auf den Weg geben?

ES: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus. Bereits mit einfachem Umdenken und wenigen Schritten kann jeder einen Beitrag leisten und davon profitieren: Getreu dem Motto, bestehende Ressourcen besser auszuschöpfen, arbeitet das GETAWAY-Team ausschließlich in geteilten Büroräumen, sogenannten Co-Working-Spaces. Nur zu empfehlen! Darüber hinaus läuft unsere Website CO2-neutral und alle Prozesse sind insoweit digitalisiert, dass wir praktisch papierlos effizienter arbeiten können. Wer Firmenfahrzeuge hat, kann diese nun zusätzlich mit GETAWAY verbinden, um so die eigenen Fuhrparkkosten zu reduzieren und gleichzeitig etwas Gutes für Umwelt und Umgebung zu machen.

Vielen Dank

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