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Mach die Erde kula

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Die weltweite Jahresproduktion von herkömmlichen Sneakern, verbraucht so viel CO2 wie das Land Spanien insgesamt! Um das zu vermeiden, gibt es „Kula“ – eine Plattform, um alle nachhaltigen Sneaker auf einen Blick zu finden.

Laufschuhe und Sneaker sind fast so wie Jogginghosen. Sie sind zwar perfekt zum Sport machen, wirklich benutzt werden sie aber eher aus modischen Gründen. Das ist aber ein Problem. Wieso? Um den immensen CO2 Austoß auszugleichen, den deine Sneaker bei der Produktion verursachen, müsstest du 160 Kilometer joggen, anstatt diese Strecke mit einem Kleinwagen hinter dich zu bringen. Und wenn wir mal ehrlich sind, ziehen wir Sneaker und Laufschuhe nicht unbedingt aus dem sportlichen Aspekt an (und wenn wir noch ehrlicher sind, sind 160 Kilometer joggen 159 Kilometer zu viel). Glücklicherweise verursacht die Produktion von nachhaltigen Sneakern und Laufschuhen deutlich weniger CO2. In diesem Interview stellen wir dir Kula vor, ein nachhaltiges Startup, das eine Plattform rein für nachhaltige Sneaker und Laufschuhe darstellt.

Grüne-Startups.de: Hallo lieber Stefan. Du bist heute hier, um Kula zu vertreten. Kannst du mir ein bisschen über Kula erzählen? Was steckt hinter eurem Unternehmen?

Stefan Hassels, Gründer von Kula: Als ich es las, konnte ich es selbst kaum glauben. Die weltweite Jahresproduktion von Laufschuhen allein verbraucht so viel CO2 wie das gesamte Land Spanien in einem Jahr. Mit Sneaker und Running Shoes aus nachhaltiger Produktion kann diese CO2-Belastung deutlich reduziert werden. Unser Gedanke war: Je mehr Menschen umsteigen, desto “kula” wird unsere Erde bleiben. 
So entstand die Idee, etwas zu schaffen, das hilft, unseren Planeten zu schützen und trotzdem Spaß macht. So sind wir auf die Idee einer Community ausschließlich für nachhaltige Sneaker- und Running Shoes gekommen. Hier sollen alle Menschen eine Heimat finden, die Sneaker lieben und ihre Leidenschaft mit guten Gewissen leben wollen. Das Ziel ist ein Webshop und künftig auch Pop-up-Stores in der Stadt zu eröffnen.

Auf der Crowdfundingplattform www.startnext.com kann man dieses Projekt jetzt unterstützen, sich ein paar nachhaltige Sneaker bis zu 30% günstiger sichern und dabei einen kleinen Beitrag für einen besseren CO2-Fußabdruck leisten.

Woher kommt euer Name? Steht Kula für eine kühlere Welt zugunsten des Klimawandels? Oder für eine „coolere“ Welt zugunsten der Arbeiter und somit für eine faire Modeindustrie?

Der Name „kula“ hat viele Bedeutungen. Zum einen denken wir, dass die Leute, die künftig nachhaltige Sneaker tragen, viel „kula“ sind, als die, die noch herkömmliche Sneaker tragen. Und wenn das immer mehr werden, wird unsere Erde hoffentlich etwas „kula“ bleiben. Und „kula“ heißt in Kisuaheli „Essen“. Mit jedem Dankeschön, das wir im Rahmen der Kampagne gewinnen, fördern wir unser Projekt mit Kipepeo in Nairobi. Wir wollen dort helfen, eine Schuhproduktion aufzubauen, um damit Familien eine gute und dauerhafte Existenzgrundlage zu schaffen

Wieso ausgerechnet Sneaker? Warum nicht Boots oder Sandalen?

Alle lieben Sneaker. Mit Sneaker haben wir den größten ökologischen und sozialen Impact. Mit dem Kauf eines Sneakers setzt man ein viel größeres Statement als mit anderen modischen Artikeln. In unserem Fall tut man sehr viel für mehr Umweltschutz, mehr Nachhaltigkeit, fairere Produktion und faireren Handel. Mit dem Logo auf dem Sneaker macht der/die Träger*in deutlich, dass er/sie sich für das Wohlergehen unseres Planeten interessiert und auch einsetzt.
 

Ihr möchtet mit Kula eine „coole“ Community gründen. Eine Plattform, wo sich nachhaltige interessierte Menschen über ihren Lifestyle und besonders über Schuhe austauschen können. Was unterscheidet euch da von anderen herkömmlich oder bereits existierenden Plattformen? 

Wir haben uns umgeschaut und festgestellt, dass es mittlerweile zum Glück schon einige Plattformen und Geschäfte gibt, die nachhaltige Produkte anbieten. Aber in der Vielzahl der Angebote dort finden wir rücken Sneaker leicht in den Hintergrund. Wir denken, die Konzentration auf das Thema macht es dem/r Kunden*in leichter und schöner, nachhaltige Sneaker für sich zu finden. Dabei möchten wir hier auch gar nicht in einen Wettbewerb mit den vielen tollen neuen Webshops und Läden treten. Stattdessen wollen wir gemeinsam mit unseren nachhaltig, vegan und fair produzierenden Herstellern konkret den großen Herstellern wie adidas, Nike und New Balance Paroli bieten und den Menschen wirklich schöne Alternativen zeigen.

Gibt es bestimmte Kriterien, die die Schuhe oder die dahinterstehenden Unternehmen erfüllen müssen, um als „kula“ bezeichnet werden zu dürfen? 

Es ist ganz einfach. Wir haben drei Prinzipien: Nachhaltigkeit, Design und fairer Preis. Unsere Sneaker sind nicht billig, aber definitiv ihr Geld wert. Dafür, dass die Hersteller viel mehr Aufwand betreiben müssen, ist der Aufschlag gegenüber herkömmlichen Sneakern gering bis gar nicht vorhanden. Gerade auch im Rahmen der Kampagne sind sie zeitlich limitiert bis zu 30% günstiger als regulär.Ganz wichtig ist uns aber, dass unsere Hersteller, genau wie wir, soziale oder Umweltprojekte fördern. Kulson z. B. fördert Projekte, die sich für saubere Ozeane einsetzen und Flamingoslife oder beflamboyant pflanzen für jedes verkaufter Sneakerpaar Bäume.

Unsere Modellvielfalt reicht generell vom zeitlosen, skandinavischen Kulson Sneaker bis hin zum Klassiker von ethletics, dessen Design sich an Converse All Stars orientiert. Tolle Retro-Modelle von Flamingoslife, die die 80er und 90er Jahre aufgreifen oder neue vegane Designklassiker wie die von beflamboyant, sind auch bei uns zu finden.

Ihr seid momentan mitten in einer Crowdfundingkampagne. Warum ist es sinnvoll, euch genau jetzt zu unterstützen? 

Wir können und wollen mit dem Erlös aus dem Crowdfunding die neue Frühjahrskollektion zusammenstellen. Bei Erreichen der zweiten Stufe können wir kula auch als Pop-up Stores in die Städte bringen, wo unsere Kunden leben und einkaufen. Wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren. Jeder nicht nachhaltige Schuh, der verkauft wird, ist einer zu viel. Deshalb bitten wir die Unterstützer*innen, auch nicht mehr lange zu zögern, sondern sich jetzt zu engagieren.

Wenn ihr in die Zukunft schaut: Wo seht ihr euch in 5 Jahren? Habt ihr Wünsche und Ziele für Kula?

Unsere Mission lautet „We bring the best sustainable brands together, to help people to follow the sustainable path.”. Diese Mission verfolgen wir mit dem Ziel, das irgendwann die Menschen vor den „kula“ Stores statt vor Snipes oder Footlocker warten, um die neuesten nachhaltigen Sneaker zu ergattern.Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter und alle am Wertschöpfungsprozess beteiligten Menschen fair bezahlt werden. Das reicht von den Arbeitenden in den Manufakturen bis hin zu den Mitarbeiter*innen im Ladenlokal oder den Marketingtextert*innen. So können wir den tollen Spirit der Anfangszeit noch lange wahren.

 

Wenn dich grüne Satrtups interessieren, lies auch unseren letzten Beitrag: Ein Shop viel Nachhaltigkeit 

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Bildquellen: Kula und Unsplash

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