Lunch as a Service für die nachhaltige Mittagspause

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INTERVIEW | Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung spielen leider immer noch eine zu große Rolle, auch in der Mittagspause. MARKTKOST will dem ein Ende setzen und die Mittagspause nachhaltig gestalten.

Zurzeit befinden wir uns noch vermehrt in einer Linearwirtschaft, welche nicht ohne Grund als Wegwerfwirtschaft bezeichnet wird. Vor allem Verpackungen werden als Nebenprodukt weggeworfen und landen auf Deponien und schlimmstenfalls in der freien Natur. Eine nachhaltigere Alternative stellt das Prinzip einer Kreislaufwirtschaft dar. Hier werden Materialien und Produkte so lange wie möglich genutzt. Ihr Lebenszyklus oder Leben innerhalb des Kreises wird verlängert. Bei dem Verpackungsproblem bieten vor allem Mehrwegsysteme eine nachhaltige Lösung. Auch MARKTKOST setzt auf das Prinzip einer Kreislaufwirtschaft und vermeidet so unnötigen Verpackungsmüll. Seine Mittagsmenüs liefert das Startup in Glasbehältern, welche deutlich mehr als einmal benutzt werden können. Wie sich Nachhaltigkeit allgemein bei MARKTKOST bemerkbar macht und wie die Idee für Lunch as a Service entstanden ist, haben wir die Gründerin und Geschäftsführerin Laura Maria Horn gefragt. 

GRÜNE-STARTUPS: Was genau macht MARKTKOST? 

Laura Maria Horn: MARKTKOST bietet Lunch-as-a-Service für alle Unternehmen, für die eine klassische Betriebskantine keine Option darstellt. Durch die individuelle Vorbestellung und wöchentlich einmalige Lieferung sind die MARKTKOST Gerichte örtlich und zeitlich flexibel in wenigen Minuten verzehrfertig. So bieten wir Unternehmen die Möglichkeit, einen attraktiven und innovativen Mitarbeiter-Benefit anzubieten und sich als attraktive Arbeitgeber:innen zu positionieren. Durch unser Kreislaufsystem ganz natürlich ohne Verpackungsmüll und aktiv gegen Lebensmittelverschwendung. Wir denken die Art, wie am Arbeitsplatz gegessen wird neu und unterstützen Unternehmen und Arbeitgeber:innen dabei, ihren Teams ein attraktives Verpflegungsangebot zu machen, das ihr Wohlergehen und ihre Produktivität fördert. Durch unseren Service haben Inhaber:innen, Geschäftsführer:innen oder HR-Manager:innen keinen Investment- oder Organisationsaufwand und können gleichzeitig einen Beitrag zu ihrer Nachhaltigkeitsstrategie leisten.

Laura Maria Horn im Porträt – Bild: MARKTKOST

Lunch as a Service. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Schon im BWL-Studium hatte ich mein eigenes kleines Catering-Unternehmen.  Seitdem habe ich beinahe 10 Jahre Erfahrungen in mehreren großen Catering- & Eventunternehmen gesammelt, dort wurde mir auch der große Bedarf für eine bessere Mitarbeiterverpflegung in kleinen Unternehmen bewusst. Da ich schon immer Lust auf mehr unternehmerische Herausforderung hatte und gutes Essen meine Leidenschaft ist, war der Weg für MARKTKOST geebnet.

Wenn es um die Mahlzeiten von MARKTKOST geht, was sind da die wichtigsten Werte?

Besonders wichtig ist für uns die Qualität der Gerichte und der verwendeten Zutaten. Bei ihrer Auswahl orientieren wir uns stark an Saisonalität und verwenden bevorzugt heimische Lebensmittel, die im besten Fall noch Bio sind. Außerdem ist es uns wichtig, dass die Gerichte kulinarisch überzeugen und in den Wochenmenüs für jeden Geschmack etwas dabei ist von bunten Bowls bis zu modern interpretierter Hausmannskost. Es soll nie langweilig werden, und wir möchten unsere Kund:innen immer wieder mit leckeren Rezepten und neuen Kombinationen überraschen. All das spielt zusammen und gestaltet unsere Gerichte interessant, ausgewogen und klimafreundlicher. 

Viele arbeiten zurzeit im Homeoffice und verbringen die Mittagspause zu Hause. Wie wirkt sich die Pandemie auf MARKTKOST aus? 

Natürlich spüren auch wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie als junges Unternehmen besonders stark. Viele unserer Kund:innen haben jedoch ein Hybrid-Modell etabliert und sind meist ein- bis zweimal die Woche im Büro und bestellen für diese Tage dann MARKTKOST. Das Tolle ist ja auch, dass die MARKTKOST Gerichte flexibel verzehrt werden können und die Arbeitnehmer:innen häufig auch Gerichte mit nach Hause nehmen. Auch können viele Unternehmen wie Arztpraxen oder Baufirmen gar nicht im Home-Office arbeiten. Da freuen wir uns natürlich, dass wir diesen Firmen helfen können, die Mittagspause besser zu machen. Die Corona-Pandemie hat für uns so auch Chancen aufgetan. So haben wir weiter an unserem Geschäftsmodell arbeiten und unseren Kund:innenkreis erweitern können.  

Bei den Zutaten und der Verpackung setzt MARKTKOST auf Nachhaltigkeit. Wie sieht es bei der Lieferung aus?

Nachhaltigkeit ist uns in allen Bereichen wichtig, so auch bei der Lieferung. Unser spezielles Herstellungsverfahren und die daraus resultierende lange Haltbarkeit der Gerichte ganz ohne Konservierungsstoffe ermöglicht es uns die Gerichte gebündelt in nur einer wöchentlichen Lieferung zu unseren Kund:innen zu bringen. Dadurch wird unsere Logistik bis zu 5x effizienter als bei on-demand Services.

Welche Ziele wird MARKTKOST in den kommenden 12 Monaten verfolgen?

Unser Plan für die nächsten 12 Monate beinhaltet es, noch mehr Unternehmen in Berlin, Potsdam und Brandenburg zu ermöglichen, ihren Teams eine gute Mittagspause anzubieten. Dazu möchten wir im ersten Schritt weitere Teile von Brandenburg als reguläre Liefergebiete erschließen. Außerdem arbeiten wir ständig daran, alle Prozesse zu optimieren, besonders unsere Logistik. In naher Zukunft wollen wir außerdem unsere Speisenauswahl noch weiter vergrößern, damit alle Nutzer:innen mit unterschiedlichen Geschmäckern und Hunger auf ihre Kosten kommen und wir noch mehr Vielfalt anbieten können. Außerdem arbeiten wir als Team daran, unsere persönlichen Emissionen zu verringern und fordern uns dazu intern regelmäßig zu Challenges heraus. Natürlich brauchen wir für unsere Weiterentwicklung immer wieder neue, motivierte Team-Mitglieder, die uns tatkräftig unterstützen. Besonders im Vertrieb und der Produktentwicklung suchen wir momentan Unterstützung. Außerdem bieten wir auch immer wieder Praktika in verschiedenen Bereichen an. Wir wollen als Team wachsen und MARKTKOST weiter voranbringen.   

Vielen Dank für das Interview, Laura!

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Bilder: Unsplash, MARKTKOST

 

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