Börsengang bei HelloFresh, Facebook-Paywall und Geld für Lyft

WOCHENÜBERBLICK| Pünktlich zum Wochenstart stellen wir euch einen aktuellen Überblick aus der Welt der Gründer zusammen. Denn während ihr euer verdientes Wochenende genossen habt, ist viel passiert!

23.10.2017 – Ein Beitrag von Bianca Schillinger


Die Börse auffrischen

Jetzt aber wirklich: Der Lieferdienst HelloFresh geht an die Börse. Nach dem abgebrochenen IPO-Versuch im Jahr 2015 wird es jetzt ernst. Am 2. November geht es los. Außerdem legte HelloFresh die Preisspanne für die Aktien fest: sie liegen zwischen 9€ und 11,50€. Insgesamt werden 31 Millionen Aktien im Prime-Standard der Deutschen Börse platziert. Das Ziel ist laut eignen Angaben, beim Börsengang zwischen 243 und 311 Millionen Euro einzunehmen. Damit will sich der Kochboxen-Lieferant weiter vergrößern. Der Konzern, der rund 2000 Mitarbeiter hat, wäre nach dem Börsengang mit bis zu 1,5 Milliarden Euro bewertet.
Neben Deutschland ist HelloFresh unter anderem auch in Österreich, Großbritannien, Australien und natürlich den USA aktiv. Besonders in Letzterem ist die Konkurrenz groß: Neben Blue Apron zählt seit einiger Zeit auch Amazon zu den Wettbewerbern in diesem Feld.

 

Facebook testet Bezahlschranke

Neben den verlagsspeziefischen Apps ist Facebook eine beliebte Plattform, auf der die neuesten Artikel gelesen werden. Hier können sie zudem sofort geteilt und kommentiert werden, was die Reichweite noch weiter steigert. Für diese „Instant Articles“, wie die entsprechende Funktion bei Facebook heißt, wird jetzt eine Bezahlschranke getestet. Von dieser Paywall soll es zwei Varianten geben: entweder können die Leser die ersten 10 Artikel kostenfrei lesen und werden ab dem 11. zur Kasse gebeten. Oder die Publisher entscheiden selbst, welche Veröffentlichungen kostenpflichtig und welche frei verfügbar sind. Zu den ersten Testpartnern in Deutschland gehören unter anderem Der Spiegel und BILD. International werden wohl auch z.B. The Washington Post, La Parisien und The Econimist das neue Angebot von Facebook nutzen.

 

Google investiert in rosa Schnauzbärte

Google-Mutter Alphabet hat durch CapitalG 1 Milliarde US-Dollar in den Fahrdienst-Vermittler Lyft investiert. Vor einigen Jahren zählte Google außerdem zu den ersten Unterstützern seines Konkurrenten Uber. Lyft wird nach eigenen Angaben momentan mit 11 Milliarden Dollar bewertet. Diese Finanzspritze bringt sie weiter nach vorne – doch der große Konkurrent Uber scheint noch immer weit entfernt. Dieser wird mit stolzen 69 Millionen Dollar bewertet. Trotzdem denkt Lyft angeblich über eine raschere internationale Expansion nach, denn bei Uber kriselt es weiterhin gewaltig. Das Rennen bleibt also weiterhin spannend und ein Sieger ist noch lange nicht abzusehen.

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