Grüne Gründerinnen auf dem Vormarsch

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Startups aus den verschiedensten Branchen werden immer erfolgreicher. Die Gründer sind dabei längst nicht nur die typischen Wirtschaftsmänner.

19.10.2017 – Ein Beitrag von Stefanie Suckau

Der Deutsche Startup Monitor hat in diesem Jahr zum fünften Mal eine Studie herausgebracht, die das „Startup-Ökosystem“ bezüglich wichtiger Rahmenbedingungen der Gründerszene durchleuchtet. Dazu gehören unter anderem Fragen zu aktuellen Branchen, zu Gründer- und Mitarbeiterprofilen sowie zu Arbeitsmarktentwicklungen. In diesem Jahr zeigen die Daten drei besonders interessante Entwicklungen:

  • Wachsende Internationalität unter den Mitarbeitern aber auch im Vertrieb
  • Bedeutungszuwachs der Unternehmensstandpunkte
  • steigender Frauenanteil in den Unternehmensgründungen

Der letzte Punkt ist auch besonders für die Entwicklung grüner Startups interessant. Im Jahr 2013, als die Studie zum ersten Mal durchgeführt wurde, betrug die Zahl weiblicher Gründerinnen gerade mal 12,8 Prozent. Seit dem steigen die Zahlen von Jahr zu Jahr stetig – wenn auch nur gering. Von 4.245 deutschen Gründern sind in diesem Jahr 14,6 Prozent weiblich. In Berlin arbeiten die meisten davon: 16.2 Prozent der Startups werden in der Hauptstadt von Frauen gegründet.

Die High-Tech und IT-Branche bleiben unberührt

Das Gründerinnenpotenzial ist in Deutschland noch lange nicht ausgeschöpft und definitiv ausbaufähig. Der Anteil weiblicher Gründerinnen steigen zwar, dennoch sind erfolgreiche Unternehmerinnen – besonders in der IT und High-Tech-Branche – immer noch unterrepresäntiert.
Quantität macht in diesem Fall jedoch nicht die Qualität aus: Statistisch gesehen sind Frauen auf Dauer erfolgreicher mit ihren Unternehmensgründungen als ihre männlichen Konkurrenten und scheitern seltener bei der Umsetzung ihrer Ideen.

Unternehmerische Selbständigkeit stellt für Frauen vermehrt interessante Möglichkeiten zum traditionellen Angestelltenverhältnis. Läuft das Unternehmen erst einmal, kann man seine Zeit flexibler einteilen und bei guter Unternehmensführung profitiert man von finanzieller Sicherheit.

Weibliche Gründungen sind vielseitig

Gerade die Unternehmen grüner Gründerinnen sind vielfältig. Ein erfolgreiches Unternehmen führt so zum Beispiel von Claudia Helming. Im Jahr 2006 gründete sie DaWanda, eine Plattform, auf der Menschen ihre Do-It-Yourfelf Produkte an den Mann – oder die Frau – bringen können. Was als kleines Startup begann ist mittlerweile ein Unternehmen mit 160 Mitarbeitern.

Aber auch Hannah Helmke hat mit ihrer Idee Erfolg: Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens right. based on scienceeinem Dienstleister für innovatives Klimamanagement. Das breit vernetzte Team versteht sich als „Steuerberater“ für Emissionsdaten  und unterstützt seine Kunden dabei, Herausforderungen aus Klimaverträgen und Klimaplänen individuell handelbar zu machen.

Die wichtigste Initiative ist Mut

Um Frauen zu animieren, eigene Unternehmerinnen zu werden, sie zu fördern und zu unterstützen, hat das BMWi die Initiative „Gründerinnen Mut machen“ in die Welt gerufen. Damit sollen sie so zum Beispiel  motiviert werden, vermehrt im High-Tech-Bereich zu gründen.
An der HTW Berlin gibt es außerdem einen Informatik und Wirtschaft Studiengang extra für Frauen. Ob das wirklich nötig ist und unter anderem Unternehmensgründungen fördert ist dabei aber fraglich.

Um junge Frauen zu motivieren, den letzten Schritt des Gründens eines eigenen Unternehmens zu tun, haben die Berlinerinnen Maxi Knust und Val Racheeve das Buch The Female Founders Book herausgebracht. Ihr Ziel ist es, Frauen Mut zu machen, sie zu inspirieren und ihnen einen alternativen Karriereweg zu zeigen. Dazu haben die Autorinnen Strategien für das richtige Networking gesammelt, Anregungen zur Selbstmotivation aufgelistet sowie das passende Know-How rund um das Thema Gründung und Finanzierung zusammengefasst – alles  anhand echter Gründerinnen-Beispiel und unter dem Motto „Du kannst das auch!“.

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