Für Nachhilfe geben und nehmen: Die Plattform meet and learn

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Juraj und Tomáš, meet´n´learn

INTERVIEW | Die Nachhilfeplattform „meet´n´learn“ bringt Nachhilfelehrer*innen und Nachhilfesuchende zusammen – und das europaweit. Erfahre im Interview was dahintersteckt.

meet´n´learn ist eine neue Form der Nachhilfelehrer-Suche bzw. des Nachhilfe-Anbietens. Meet´n´learn bietet zum einen denjenigen, die auf der Suche nach einer/einem geeigneten Nachhilfelehrer*in sind, die Chance, den/die passende zu finden. Zum anderen haben talentierte Nachhilfegeber*innen die Möglichkeit, sich kostenlos bei der Plattform anzumelden und ihre Nachhilfefächer zu unterrichten – und nebenbei etwas Geld zu verdienen. Die beiden Gründer Juraj und Tomáš geben uns im Interview einen Einblick in die Entwicklung der Plattform und erzählen aus ihrer Sicht, wie sich die aktuelle Pandemie-Situation auf das Nachhilfe-Geben bzw. –Nehmen auswirkt.

GRUENE-STARTUPS.de: Juraj und Tomáš, 2012 habt Ihr die Nachhilfe-Plattform “Meet’n’learn“ gegründet. Was ist ihr Ziel?

JURAJ & TOMÁS: Der ursprüngliche Impuls für die Plattformerstellung war es, die gewerbliche Anzeigenwerbung zu ersetzen, damit sich jede*r für seine individuell passende Nachhilfe entscheiden konnte. Die Anzeigen hatten damals eine geringere Qualität und es mangelte an Referenzen u.Ä.

In der letzten Zeit haben wir uns deutlich verbessert und unser Ziel ist es jetzt, eine Plattform mit einer europaweiten Auswirkung aufzubauen, die jährlich mindestens einer Million Nutzer*innen hilft.

Wie groß seid Ihr mittlerweile geworden? Wie viele Nachhilfelehrer*innen sind bei euch registriert und wie viele Nutzer*innen benutzen eure Plattform?

Momentan haben wir ungefähr 40.000 registrierte Nachhilfelehrer*innen aus verschiedenen Ländern der EU. Dieses Jahr nähern wir uns der Grenze 100.000 – darunter Eltern und Student*innen, denen wir dabei geholfen haben, eine Nachhilfe zu finden.

Die Plattform wurde in der Slowakei gegründet – in wie vielen Ländern kann man sie mittlerweile finden?

Aktuell ist die Plattform in zehn Ländern zu finden: in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Finnland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und neulich in Rumänien. Wenn alles nach Plan läuft, möchten wir noch in diesem Jahr mindestens ein neues Land hinzufügen.

Ist die Expansion in andere Länder nicht eine Mammut-Aufgabe?

Demütig müssen wir sagen, dass wir in der Vergangenheit etwas vorzeitig expandiert haben, als unser Produkt noch nicht hundertprozentig bereit dafür war. Aus diesem Grund haben wir in den letzten zwei Jahren keinen neuen Markt erschlossen.

Mittlerweile wissen wir besser was es heißt, effektiv zu arbeiten und das Produkt besser zu skalieren.

Welchen Einfluss hat die aktuelle Corona-Pandemie auf euer Business-Model?

Unser Business-Model mussten wir durch die Pandemie glücklicherweise nicht ändern. Seit dem Anfang der Pandemie wachsen wir konstant weiter und hoffen, dass es in Zukunft wieder besser wird.

Bild: meet´n´learn

Könntet ihr uns bitte genauer beschreiben, wie euer Business-Model funktioniert?

Das Nachhilfesegment ist immer noch sehr fragmentiert. Stellt es euch so vor:

Wir bieten einem/einer Nachhilfelehrer*in ein „online Büro“ an, das in Zukunft alle Bedürfnisse im Zusammenhang mit Nachhilfe sichert. Es geht um einen Platz, an dem der/die Nachhilfelehrer*in neue Student*innen finden kann, eine Nachhilfestunde planen und sie online in einem Videoraum durchführen kann. Außerdem wird er/sie dafür sicher und online ausgezahlt. Schließlich bekommt der Nachhilfelehrer*in am Schluss auch ein Feedback von seinen Student*innen.

Unser Business-Model basiert auf zwei Einnahmekanälen: Das erste ist ein Abonnement, das der/die Nachhilfelehrer*in für die Plattformnutzung bezahlt und das zweite die Provision für die gegebenen Unterrichtsstunden.

Wie hat sich die digitale Bildung im Laufe der Pandemie verändert?

Die Corona-Pandemie hat alles beschleunigt. Falls vorher die meisten Menschen darauf bestanden haben, dass die Nachhilfe lediglich offline stattfinden musste, sehen wir heute, dass es tatsächlich möglich ist, sogar Tanzstunden oder Musikstunden online zu geben. Es ist ein Beweis dafür, dass Menschen immer in der Lage sind, sich anzupassen. Es mussten nur passende Konditionen dafür entstehen.

Vor Kurzen habt ihr ein neues Videosystem eingeführt. Könntet ihr es uns vorstellen? Worum handelt sich es genau und wie funktioniert es?                                                               

Ähnlich wie andere Geschäfte mussten wir auch auf die Pandemie reagieren und haben gesehen, dass die Nutzer*innen ihre Nachhilfestunden natürlicherweise in die online-Welt verlegt haben und dafür Video-Call Plattformen nutzen. Logischerweise haben wir aus diesem Grund einen Videoraum integriert. Jede*r Benutzer*in hat einen individuellen Link, den er/sie mit den Student*innen teilen kann.

Thema: EdTech. Warum wird das Thema für Unternehmer*innen immer interessanter?

EdTech-Firmen müssten relativ …. in der Vergangenheit, um zu zeigen, dass ihr Produkt funktioniert.

EdTech stand von Seiten der Investor*innen und Unternehmer*innen im Hintergrund und das Thema war gar nicht „sexy“. Aus der Sicht VC-Investor*innen kann es auch darum gehen, dass man EdTech schwieriger skalieren kann und die meisten Fonds kürzere Anlagehorizonten haben. 

Was denkt ihr, wie entwickelt sich die Bildung in Zukunft weiter?

Es ist schwer zu sagen, welchen Kurs die Bildung steuert. Wir glauben, es wird beim Lernen immer eine menschliche Interaktion gebraucht. Außerdem setzen wir darauf, dass Lehrer*innen notwendige Tools und Technologien bekommen, die ihre Arbeitet nicht nur effektiver gestalten, sondern sie auch von dem Administrativkram, Unterrichtsvorbereitung und -Bewertung entlasten. 

 

Vielen Dank für das Interview, Juraj und Tomáš!

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Interessantes zum Thema Bildung in der Corona-Pandemie: Flexibel und digital: Wie sich Bildungsinitiativen durch Corona verändern

 

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Bilder: meet´n´learn

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