Akazien im Wald

Eine neu bepflanzte Fläche mit Akazienbäumen in Uganda auf zuvor brachem Land (Bild: fairventures worldwide®).

Fairventures zieht zum Jahresabschluss eine positive Bilanz

Trotz der erheblichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnte die auf Wiederaufforstung spezialisierte Organisation fast 350.000 Bäume in den Projektgebieten im indonesischen Teil der Insel Borneo sowie in Uganda pflanzen. Dies ist nicht nur ein bedeutender Beitrag für den Klimaschutz, sondern auch eine Existenzsicherung für mehrere tausend beteiligte Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und ihre Familien. Außerdem stärkt die in Stuttgart ansässige Hilfsorganisation dadurch die Biodiversität und schafft Lebensraum für die vom Aussterben bedrohten Orang-Utans.

Im Blick auf die Ergebnisse des UN-Klimagipfels in Glasgow ruft Fairventures Worldwide dazu auf, die Wiederaufforstung zu stärken. In dem von dem Hilfswerk entwickelten Agroforst-Konzept werden auf Brachflächen schnellwachsende Bäume gepflanzt, wie Sengon in Indonesien. Diese können nach etwa acht Jahren geerntet und im Holzbau verwendet werden, wo sie klimaschädliche Materialien wie Beton ersetzen. Damit speichern sie langfristig CO2.

Sowohl Indonesien als auch Uganda sind von einem starken Waldverlust betroffen. Auf Borneo sind es die großen Holzfirmen und die Palmölkonzerne, die für großflächige Abholzungen verantwortlich sind. In Uganda ist der Druck auf die noch bestehenden Waldflächen durch Landwirtschaft und Viehzucht sehr stark.

Trotz der schwierigen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie sowie durch Überschwemmungen hat Fairventures auf Borneo schon 460 Hektar Brachland bepflanzt. Knapp 1.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wurden neu ins Programm aufgenommen. Insgesamt wurden in Indonesien und Uganda genau 326.298 Setzlinge verteilt, die bis zur Ernte von den beteiligten Gemeinden aufgezogen werden. Außerdem können die Menschen im Schatten der Bäume, die den Boden mit Nährstoffen anreichern, so genannte Zwischenfrüchte anbauen. Das sind Gemüsesorten, Erdnüsse oder Schokolade, die verkauft werden können.

Finanziert werden die Projekte aus Spendenmitteln und durch Förderungen von Bundesministerien, Stiftungen und kirchlichen Organisationen. So fördert das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt aktuell ein Kakaoprojekt. Dabei geht es um den Anbau von hochwertigen Aromakakao, der in Baden-Württemberg zur Urwaldschokolade verarbeitet wird. Deren Erlös kommt wiederum der Projektarbeit zugute.

Bauern und Bäuerinnen.
Bauern pflanzen einen Sengon-Baum Setzling. Jeder Baum zählt. Jede der über 1.200 Bäuerinnen ist wichtig (Bild: fairventures worldwide®).

Fairventures Kurzprofil 

Die gemeinnützige Gesellschaft Fairventures worldwide (FVW) wurde 2013 gegründet. Neben dem Hauptsitz in Stuttgart betreibt fairventures Länderbüros in Indonesien (Borneo) und Uganda. Die Organisation forstet gemeinsam mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern degradierte Flächen in den Tropen wieder auf. Um die Aufforstung zu beschleunigen wurde vor drei Jahren neben dem Spendenwerk mit Fairventures Social Forestry (FSF) die Möglichkeit geschaffen, in die Wiederaufforstung zu investieren. Damit sind Aufforstungen in größerem Maßstab möglich. Außerdem wird gerade im Rahmen der neugeründeten Organisation Treeo ein so genanntes Einzelbaum-Monitoring entwickelt. Eine Software ermöglicht, mit einfachen Mitteln jederzeit den Baumbestand und die Menge an gespeichertem CO“zu erfassen.

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