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Energiewende: Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienzprojekte

„Bei dem Thema Energiewende denken viele an erneuerbare Energien, lassen jedoch völlig außer Acht, dass man mit Energieeffizienz auch eine Menge CO2 und Geld sparen kann“, so Gründer und CTO Evgenij Terehov von bettervest.

15.06.2016 aus der Themenreihe GRÜNE STARTUPS auf LifeVERDE – Bildquelle: bettervest

Evgenij Terehov, stell doch bitte Dich und dein Startup bettervest kurz vor. 

Mein Name ist Evgenij Terehov, ich bin 32 Jahre alt und einer der Gründer der bettervest GmbH. Wir sind eine Crowdinvesting-Plattform über die Energieeffizienz-Projekte finanziert werden.

Welches „grüne“ Problem löst Ihr und welche Vision steckt hinter eurem Konzept?

Die Idee ist ziemlich simpel:
Bei dem Thema Energiewende denken viele an erneuerbare Energien, lassen jedoch völlig außer Acht, dass man mit Energieeffizienz auch eine Menge CO2 und Geld sparen kann. Genau in diese Lücke ist bettervest als erste Plattform für Energieeffizienz-Maßnahmen gesprungen und hilft Unternehmen, Institutionen oder Vereinen solche Projekte in die Realität umzusetzen, wenn diese das nötige Kapital nicht selbst aufbringen können.
Unsere Vision ist es soviel wie möglich zur Energiewende beizutragen und den Leuten zu zeigen, dass die Energiewende nicht nur Kosten verursacht, sondern dass sogar jeder einzelne davon profitieren kann.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell?

Die Finanzierung von Energieeffizienz-Maßnahmen erfolgt über unsere eigens (von mir 😉 ) entwickelte Plattform. Hier können Privatpersonen zwischen 50 und 10.000 Euro in ein Projekt investieren. Je nach Projekt und Maßnahme erhalten Investoren dann bei einer Laufzeit zwischen 3-10 Jahren eine Rendite zwischen 5-10 Prozent auf deren Investition, die sie jährlich ausgezahlt bekommen.
Wir finanzieren uns über eine Projektinhaberfee von 10 Prozent der benötigten Summe.

Wie ist dein persönlicher Background und wie kam es zur Gründung?

Ich selbst habe Wirtschaftsinformatik in Karlsruhe studiert und anschließend vier Jahre als IT-Berater in einem großen Consulting-Unternehmen gearbeitet. Nach so einer langen Zeit habe ich einfach gemerkt, dass solche festen Strukturen nicht mein Ding sind und ich etwas Nachhaltiges tun möchte- etwas mit Impact.
Also bin ich kurzerhand (ich muss schon zugeben, dass es etwas spontan war) auf das Startup Weekend in Frankfurt gefahren, habe dort Patrick und Torsten kennengelernt, gemeinsam die Idee in 48 Stunden weiterentwickelt und am Ende haben wir tatsächlich gewonnen.
Mittlerweile gibt es bettervest seit über 4 Jahren- was uns alle natürlich sehr stolz und glücklich macht.

Wie ist Euer Gründerteam aufgestellt? Welche fachlichen und sozialen Kompetenzen waren für den bisherigen Erfolg ausschlaggebend?

Wir Gründer sind im Vergleich zu anderen Startups wohl etwas älter – ich bin mit meinen 32 Jahren sogar der jüngste im Gründerteam. Das Schöne daran ist aber, dass wir alle eine Menge Erfahrung mitgebracht haben und jeder in seinem Gebiet ein Spezialist ist:
Patrick hat Kognitionswissenschaften studiert, Marilyn ist absoluter Energiemanagement- und Vertriebs-Profi und ich komme ja wie gesagt aus der IT-Beratung. Wir ergänzen uns also fachlich super.
Ich könnte keine spezifischen fachlichen Kompetenzen nennen, wie in jedem Startup geht es meiner Meinung nach um ein komplementäres Team, das ein gemeinsames Ziel hat und darauf hinarbeitet.

Sucht Ihr aktuell Mitarbeiter und wenn ja, welche Qualitäten sollten diese mitbringen?

Zum einen suche ich Unterstützung in der IT, um bettervest noch effizienter zu gestalten und damit unsere Investoren und Projektinhaber weiter zu unterstützen. Ich bin ein großer Fan von JavaScript, leite z.B. die User-Groups in Frankfurt und Karlsruhe und setze maßgeblich neuen Technologien bei der Entwicklung ein, daher wäre eine solche Herangehensweise und Einstellung eines zukünftigen Mitarbeiters für mich schon wichtig.

Andererseits suchen wir Unterstützung für Marilyn, in Form von Prüf-Ingenieuren, die uns dabei helfen sollen die Projekte noch besser zu planen und zu bewerten.
Da unsere bettervest Familie etwas gewachsen ist, suchen wir außerdem eine Marketing/ Kommunikation-Elternzeitvertretung.

Was waren die größten Stolpersteine auf Eurem bisherigen Weg?

Eine der größten Herausforderungen waren sicherlich die neuen gesetzlichen Regelungen, die das Kleinanlegerschutzgesetz mit sich brachten. Wir haben das Thema aber sehr detailliert mit Experten besprochen und konnten unser Geschäftsmodell nach einigen Anpassungen auch fortsetzen.

Und welche „Lessons Learned“ habt Ihr daraus gezogen?

Zu der Zeit haben wir uns mit anderen Crowdfunding-Plattformen zusammengeschlossen und einen Verband gegründet. Das hat uns aufjedenfall geholfen von der Politik besser gehört zu werden. Das ist eigentlich auch das Positive an der Geschichte: In der Startup-Welt hält man einfach zusammen.

Gibt es noch andere grüne oder soziale Themen, die Du gerne mitgestalten würdest?

Als ich vor einigen Jahren als Backpacker Indonesien besucht habe, ist mir etwas passiert, was ich bis heute nicht vergessen kann. Im Dschungel von Sumatra wurde ich von einem wilden Orang-Utan mit einem Baby umarmt. Nachdem der erste Schock nachgelassen hatte und der Verstand langsam wieder einsetzte, wurde mir die Ähnlichkeiten zu uns Menschen einfach deutlich.

Beim Rückflug habe ich die gigantischen Palmölplantagen gesehen, für die Unmengen an Regenwald gerodet werden. Neben den Tonnen an CO2 die dabei freigesetzt werden, raubt es vielen Tieren und den wenigen noch freilebenden Orang-Utans den letzten Lebensraum. Dagegen möchte ich etwas tun und überlege, wie man das Thema am besten ins Bewusstsein der Menschen bringen kann.

Welchen Tipp würdest Du einem anderen grünen Startup oder Social Entrepreneur mit auf den Weg geben?

Ihr solltet nicht aufgeben und an eurem Traum festhalten. Wenn ihr an euch selbst glaubt, dann findet ihr auch Wege es in die Tat umzusetzen.

Vielen Dank!

1 Kommentar zu Energiewende: Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienzprojekte

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