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Elektroantrieb für Skateboards „Made in Germany“

© Mellow Boards GmbH

„Der Mellow Drive ist der weltweit erste elektrische Antrieb, der individuell in Deutschland gefertigt wird, und einer der ersten, der unter fast jedes Skateboard oder Longboard montiert werden kann. High-end bedeutet, dass wir den Fokus auf Qualität und Sicherheit gesetzt haben. Drei Jahre Konzeption, Prototypenentwicklung und Feinabstimmung haben wir jetzt hinter uns, um einen hochwertigen und hochleistungsfähigen Antrieb nach Standards aus der Automobilindustrie auf den Markt zu bringen.“

10.04.2017 – das Interview führte Gessica Mirra

GRÜNE-STARTUPS.de: Mellowboards ist Hersteller des ersten high-end Elektroantriebs für Skateboards „Made in Germany“. Beschreibt doch mal eure Zielgruppe.

Kathrin Hoffmann, Mellow Boards GmbH: Unsere Kunden sind primär Männer, zwischen 30 und 50 Jahren mit Affinität zu irgendeiner Art von Boardsport. Viele von ihnen sehen den Mellow Drive als intelligente und innovative Lösung im Bereich „Urban Mobility“. Sie wollen damit zur Arbeit fahren und ihre täglichen Strecken in der Stadt zurücklegen.

Damit teilen sie mit Mellow Boards die Vision der nachhaltigen Mobilität in Städten. Mit dem Mellow Drive bieten wir eine innovative emissionsfreie Alternative zu Autos, Bussen oder Rollern. Wir sehen darin nicht nur eine intelligente Lösung für das Zurücklegen kurzer Strecken (Last-Mile-Konzept), sondern auch das Potenzial, unser Verständnis von urbaner Mobilität zu verändern.

Was bedeutet high-end Elektroantrieb? Was könnt ihr mehr oder besser als die Konkurrenz?

Der Mellow Drive ist der weltweit erste elektrische Antrieb, der individuell in Deutschland gefertigt wird, und einer der ersten, der unter fast jedes Skateboard oder Longboard montiert werden kann. High-end bedeutet, dass wir den Fokus auf Qualität und Sicherheit gesetzt haben. Drei Jahre Konzeption, Prototypenentwicklung und Feinabstimmung haben wir jetzt hinter uns, um einen hochwertigen und hochleistungsfähigen Antrieb nach Standards aus der Automobilindustrie auf den Markt zu bringen.

Alle Teile kommen von deutschen bzw. europäischen Qualitätsunternehmen und sind individuell für den Mellow Drive konzipiert. Die eigens entwickelten, in den Rollen befindlichen Motoren sorgen für Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h bei einer Reichweite von bis zu 15 km. Darüber hinaus ist Mellow das einzige nach IP65 zertifizierte Elektroskateboard auf dem Markt – d.h. das gesamte Antriebssystem ist wasser- und staubgeschützt, worauf es zwei Jahre Garantie gibt.

Dadurch, dass der Antrieb unter so gut wie jedes Board montiert werden kann, bleiben die Eigenschaften und das Fahrgefühl unterschiedlicher Skate- oder Longboards erhalten und jeder kann einfach sein Lieblingsbrett pimpen.

Seit wann gibt es euch und wo kann man eure Produkte kaufen?

Gegründet wurde Mellow Boards im Januar 2015. Mit Hilfe einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne im Jahr 2015 und der Zusammenarbeit mit Investor und Produktionspartner TQ Systems in München haben wir Ende März die finale Produktversion des Mellow Drives auf den Markt gebracht. Bestellen kann man den Drive oder auch ein komplettes Mellow Board bereits seit der Kickstarter Kampagne in unserem Online-Shop. Wir haben bisher Vorbestellungen aus über 30 Ländern. Parallel dazu bauen wir Kooperationen mit Skateshops und Händlern auf, die in verschiedenen Städten und Ländern unsere Produkte auch direkt vor Ort verkaufen werden.

Wo und wann finden eure Produkte typischerweise Anwendung?

Mit der Erfindung des Skateboards haben Surfer in Kalifornien in den 1960ern versucht, ihr Hobby auf die Straße zu bringen. Die Kombination mit einem Elektroantrieb ermöglicht nun auch den „Endless Ride“, das Gefühl des endlosen Dahingleitens vom Surfen und Snowboarden auf den Asphalt zu übertragen. Elektroskateboards sind ideal, um sich möglichst flexibel durch die Stadt zu bewegen und dabei auch noch eine Menge Spaß zu haben. Das macht sie für Brettsportler aber auch Pendler gleichermaßen attraktiv.

Aktuell gibt es in Deutschland allerdings noch keinen konkreten rechtlichen Rahmen für Elektroskateboards, aber der Prozess dafür läuft. So ist es leider immer mit Innovationen: Zunächst kommt das Produkt auf den Markt und erst mit entsprechender Verbreitung wird die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung erkannt. Andere Länder sind da zum Teil schon weiter. In Kalifornien gibt es beispielsweise seit Oktober 2015 ein Gesetz, dass es E-Skateboard-Fahrern erlaubt, überall dort zu fahren, wo auch Fahrräder unterwegs sind. Wir gehen davon aus und setzen uns dafür ein, dass ähnliche Richtlinien auch bald in Deutschland gelten.

Seid ihr von dem momentanen Elektromotor-Hype getrieben oder seid ihr alte Skater, die ihr Hobby zum Beruf machen wollten?

Am Anfang von Mellow stand die Vision des „Endless Ride“ – das Gefühl des Surfens und Snowboardens – auf die Straße zu bringen. Die Idee zu Mellow entstand 2010, als unser Boardsport begeisterter CEO Johannes das erste Mal auf einem elektrischen Skateboard stand. Er hatte große Erwartungen, wurde jedoch sehr enttäuscht und dachte: Das muss doch auch besser gehen! Das nötige technische Know-How steuerte Kilian bei. Seine Hightech Karriere begann in seiner Kindheit als LEGO Nerd und brachte ihn bis zum Ingenieur für Elektrofahrzeuge bei BMW. Was seinen Ehrgeiz aber erst so richtig weckte, war Johannes Idee von einem montierbaren Skateboard-Antrieb. Die beiden lernten sich zufällig bei einem Surfurlaub im Winter 2013/2014 kennen. Der „Endless Ride“ wurde ihre gemeinsame Vision.

Wo geht eure Reise hin, wie sollen sich eure Produkte und das Startup weiter entwickeln?

Zunächst wollen wir den „Endless Ride“ möglichst breitflächig auf die Straße bringen. Derzeit verbringen wir durchschnittlich 216 Stunden im Jahr im Stau oder warten an Bus- und Bahnhaltestellen. Wir wollen mit dem Mellow Drive eine nachhaltige Alternative bieten, die zudem noch jede Menge Spaß macht und den Leuten wertvolle Lebenszeit zurückgibt. Weiterentwicklungen des Mellow Drives sind natürlich auch schon in Planung (u.a. Offroad-Rollen und der Vierradantrieb mithilfe von zwei Drives). Langfristig gibt es viele weitere Ideen für Einsatzbereiche unseres Hochleistungsantriebs, z.B. in der Logistik, in Rollstühlen oder weiteren leichten Elektrofahrzeugen.

1 Kommentar zu Elektroantrieb für Skateboards „Made in Germany“

  1. Hi,
    das sind ja tolle Ideen.
    Ein Freund saß am Wochenende an einer Elektroinstallation. Die Mühle seines Zwergendorfes sollte sich solarbetrieben auch bewegen, wenn kein Wind die Flügel des Windrades bewegte.

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