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Digital Generation meets Old Economy – Vernetzung schafft Innovation

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Bild: Unsplash

Das Startup ekipa vernetzt die digitale Generation mit der gestandenen Wirtschaft, um Innovationen um Zuge der Digitalisierung zu fördern.

Vielen Unternehmen fehlt es im Zuge der Digitalisierung an innovativen Ideen. Jungen Studierenden, Startups oder Nachwuchswissenschaftler*innen fehlt es an einem Netzwerk. Hier kommt ekipa ins Spiel, indem es beide Seiten miteinander verbindet und so Innovationen fördert. Wir haben uns mit dem Co-Founder Justin Gemeri unterhalten und er erzählt uns wie groß das ekipa-Netzwerk bereits ist, wie das Geschäftsmodell funktioniert und welche Schwierigkeiten beim Aufeinandertreffen von „Jung“ und „Alt“ auftreten.

Grüne-Startups.de: Zuallererst die drei Grundlegenden Fragen: Was macht ekipa, wer sind die Gründer und was die Motivation dahinter?

Justin Gemeri: Mit ekipa verbinden wir zwei Seiten miteinander. Auf der einen Seite stehen Unternehmen und Organisationen, die im Zeitalter von Digitalisierungen, starken Veränderungen und neuen Bedürfnissen von Kunden und Stakeholdern einen immer größer werdenden Bedarf nach neuen Ideen, Impulsen und Innovationen haben. Auf der anderen Seite steht die Digitale Generation: Studierende, Nachwuchswissenschaftler, Young Professionals und Startups, die ein enormes Innovationspotenzial mitbringen. Über unsere Online Plattform und ein Netzwerk von mehr als 100 Universitäten und Hochschulen (größtenteils in Europa) verbinden wir beide Seiten miteinander. In konkreten Innovationsformaten schaffen wir die Rahmenbedingungen dafür, dass beide effektiv miteinander kollaborieren können. Dabei sind wir gleichzeitig Berater, Plattform-Provider, Vermarkter und Projekt- bzw. Community-Manager.

Wir sind drei Gründer: Linh, Nico und ich. Wir haben alle an der Goethe Universität in Frankfurt studiert und festgestellt: Junge Menschen haben viel zu wenig Möglichkeiten, ihr eigenes Potenzial, ihre eigenen Ideen und das eigene Wissen in der Praxis einzusetzen und anzuwenden. So ist die Idee für ekipa letztendlich entstanden.

Bild: ekipa

Wie groß ist euer Netzwerk und mit welchen bekannten Unternehmen arbeitet ihr bereits zusammen?

Wir arbeiten mittlerweile mit über 100 Universitäten und Hochschulen sowie mit mehr als 5 Innovations- und Gründungszentren in ganz Europa zusammen. Darüber hinaus haben wir mittlerweile über 13.000 registrierte Innovatoren auf unserer Plattform, darunter mehr als 500 bereits gegründete Startups.

Kundenseitig haben wir von Anfang an den Fokus auf große Unternehmen gesetzt. Spannenderweise hat sich in den letzten Jahren herauskristallisiert, dass unser Ansatz bzw. das Potenzial der Digitalen Generation branchenunabhängig vielen Unternehmen einen großen Mehrwert liefern kann. Somit gehören mittlerweile Unternehmen wie Samsung, EnBW, Evonik, die Deutsche Bahn, Merck, aber auch politische Organisationen und Stiftungen zu unserem Kundenkreis.

Ekipa setzt sich primär für Innovation ein. Gehört Nachhaltigkeit für euch dazu?

Aus unserer Sicht sind Innovation und Nachhaltigkeit gar nicht mehr ohne einander möglich. Gerade wenn man sich die Bedürfnisse, Ziele und Visionen der digitalen Generation anschaut, stehen Nachhaltigkeit sowie soziale Verantwortung häufig an erster Stelle. Und vor allem mithilfe technologischer Innovationen können zahlreiche, nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt werden.

Wie funktioniert euer Geschäftsmodell? Wie erwirtschaftet ihr Gewinne?

Als Dienstleister werden wir für unsere Services durch unsere Kunden (also die Unternehmen und Organisationen, deren Innovationsprojekte wir abbilden) vergütet. Dabei sind die Vergütungsmodelle sehr individuell gestaltet und orientieren sich an vielen Parametern wie Grundvoraussetzungen, Beratungsaufwand, etc.

Für Teilnehmer an unseren Projekten entstehen keine Kosten.

Wie hoch war euer Umsatz im letzten Jahr und wie sind Erwartungen für das nächste Jahr?

Darüber sprechen wir nicht öffentlich. Jedoch haben wir die Pandemie gut überstanden und befinden uns nach wie vor auf Wachstumskurs 😉

Bild: ekipa

Ihr baut die Brücke zwischen verschiedenen Generationen. Welche Schwierigkeiten kommen hier auf?

Oftmals sind es kulturelle Hürden, die überwunden werden müssen. Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten, haben ja offensichtlich bereits erkannt, dass die digitale Generation großes Potenzial bietet und sind auch bereit, sich darauf einzulassen. Nichtsdestotrotz erleben wir häufig, wie unterschiedlich die Sprachen sind, die beide Seiten sprechen. Dabei ist es unsere Aufgabe, die komplexe Welt von Unternehmen herunterzubrechen, für Innovatoren verständlich darzustellen und bilateral auch die Out-of-the-Box Ideen der Innovatoren so zu übersetzen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung von Innovationen mit den Unternehmen und Organisationen möglichst groß ist. Dies ist zwar eine große Herausforderung, gleichzeitig jedoch auch unheimlich erfüllend, wenn wir immer wieder erleben, wie Teilnehmer unserer Projekte neue Startups gründen und große gesellschaftliche Probleme mit neuen Impulsen und Lösungsansätzen angegangen werden.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um an euren Challenges teilnehmen zu können? Muss man bereits ein Startup gegründet haben?

Je nach Challenge gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Jedoch ist es bei den meisten Formaten so, dass die erste Phase offen für jeden ist. Jeder kann sich über die Plattform ein Team suchen oder alleine Teilnehmern und einen ersten Lösungsansatz entwickeln. Durch eine Vorauswahl, die zumeist der Challenge-geber vornimmt, werden im Anschluss die vielversprechendsten Innovatoren und Lösungsansätze ausgewählt, mit denen man enger zusammenarbeiten, um konkreten Lösungen zu entwickeln.

Dabei gibt es sowohl Projekte, die sich ausschließlich für Startups oder Studierende eignen, aber auch „hybride“ Projekte, bei denen unterschiedliche Zielgruppen gescoutet werden.

Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

Für uns spielt der Impact eine große Rolle. Der Impact ist dabei sowohl im ganz großen Bild – also im gesamtgesellschaftlichen Impact – zu betrachten, als auch im Impact auf jede einzelne Person, der wir durch ekipa die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Innovationspotenzial zu entfalten. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass wir einen noch größeren Impact auf gesellschaftliche Herausforderungen, Unternehmen und Organisationen, die digitale Generation und jeden einzelnen Teilnehmer erzielen können. Und dabei stehen wir noch ganz am Anfang!

 

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Bilder: ekpia, Unsplash

Vera Kluck
Über Vera Kluck 44 Artikel
Kommunikation und Marketing. Redakteurin bei Gruene-Startups.de.

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