Grüne-Startups ist die Plattform für Startups zu den Themen Nachhaltigkeit und grüne Innovationen.

Die Ludwig-Maximilian-Universität und das Thema Startups

Bildquelle: LMUEC

Das LMU Entrepreneurship Center hilft dabei Ideen zu verwirklichen und Unternehmen zu gründen. Wir haben uns mit Felix Schoppa unterhalten.  

Herr Schoppa, die Ludwig-Maximilian-Universität in München engagiert sich sehr stark im Startup-Bereich. Was ist die Aufgabe des LMU Entrepreneurship Center?

Felix Schoppa: Unser Motto ist „Empowering Entrepreneurs“, das bedeutet, dass wir Menschen dabei unterstützen, ihre Ideen zu verwirklichen und zu gründen. Wir begleiten u.a. Startups in unserem kostenfreien Accelerator-Programm mit verschiedenen Tools, Coachings und Workshops, beispielsweise rund um die Themen Business-Planning, Marketing oder Impact-Generierung. Auf unseren verschiedenen Events vernetzen wir unsere Startups aus den unterschiedlichsten Branchen mit zahlreichen anderen Experten, Investoren und weiteren Playern des Wirtschafts- und Wissenschaftslebens. Darüber hinaus bieten wir einen Co-Working Space in unserem Büro im Herzen von Schwabing an.

Was würden Sie sagen, welche Rolle spielen grüne Startup-Unternehmen für Studenten und Studentinnen an der LMU?

Grüne Startups und Ideen gewinnen mehr und mehr an Ansehen und Bedeutung, was man auch an der steigenden Anzahl an Investoren in diesem Bereich sieht. Studenten suchen gleichzeitig vermehrt nach einem Job mit Sinn und nach Arbeitgebern, die eine Impact-Strategie verfolgen und deren Geschäftsmodelle nachhaltig sind. Daher denke ich, dass sich sehr viele Studentinnen und Studenten für nachhaltige neue Unternehmen interessieren.

Wie bewerten Sie die Münchner Startup-Szene? Inwieweit spielt auch hier das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle?

München ist einer der fünf Gründer-Hotspots in Deutschland und die Münchner Startup Szene ist dynamisch, weltoffen und national wie international sehr gut vernetzt. Der Mix aus sehr guten Universitäten und Hochschulen, spannenden jungen Unternehmen, internationalen Corporates und Dax-Konzernen sowie die hervorragende Infrastruktur machen München nicht nur für Gründer äußerst beliebt.
Das Thema Nachhaltigkeit spielt heute eine äußerst wichtige Rolle. Im LMU Entrepreneurship Center (LMU EC) haben wir schon mit vielen namhaften Social Startups gearbeitet, z.B. mit Social Bee und Polarstern. Doch jetzt möchten wir den nächsten Schritt gehen und die Startups nicht mehr nur „investor-ready“ und „sales-ready“ machen, wie wir das ausdrücken, sondern durch unsere Zusammenarbeit mit der Social Entrepreneurship Akademie und dem Institut für Innovation Management der LMU vor allem auch den Fokus auf das Thema Impact legen. Unsere Startups werden dann nach dem Abschluss unseres Accelerator-Programms auch „impact-ready“ sein.

Welche Tipps haben Sie für angehende Startup-Unternehmen, wenn sie in München gründen möchten?

Ein großer Erfolgsfaktor für ein Startup ist vor allem das Team. Wenn ein Gründer oder eine Gründerin eine Idee hat, sollte er oder sie sich zu allererst ein ausgeglichenes und verlässliches Team suchen – idealerweise Leute, die das eigene Skillset entsprechend ergänzen. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen in der Münchner Startup Szene, die darauf ausgerichtet sind, andere Gründungsinteressierte zu treffen. Das LMU EC hat dafür z.B. das Event „It’s a Co-Founder Match!”

Ein weiterer Tipp: Nutzt die vielen pro bono Beratungsmöglichkeiten für Startups, wie z.B. das Existenzgründungs-Büro in München, oder die IHK Fördersprechstunde und vernetzt euch früh und stark, besucht so viele Events wie möglich, tauscht euch mit anderen aus, erzählt von euren Ideen und Plänen, holt euch so viel Feedback und Inspiration ein wie möglich.

Bewerbt euch bei einem Accelerator, z.B. beim LMU EC Accelerator um eure Entwicklung zu beschleunigen. Ein Accelerator ist der Schlüssel, um schnell viel zu lernen, rasch ein großes Netzwerk aufzubauen und Kontakt zu Investoren, Partnern und Corporates herzustellen.

Aber entscheidend ist vor allem die eigene Willenskraft und die Bereitschaft, nach Rückschlägen immer wieder aufzustehen. Ich zitiere hier immer gerne Andy Goldstein, den Gründer und Managing Director des LMU EC: “Every breakdown is an opportunity for a breakthrough”.

Inwiefern ist das LMU EC von der Corona-Krise betroffen und wie wirkt sich die Krise auf geplante Veranstaltungen bei Ihnen aus?

Unsere zwei Großveranstaltungen „Leading Entrepreneurs“ und „Cashwalk“ mussten wir leider aufgrund des Coronavirus absagen und wir bedauern dies sehr. Gleichzeitig sehen wir die jetzige Situation aber auch als Chance, Neues auszuprobieren und rausch auszubauen. Wie sagt man doch immer: Eine Krise ist der Nährboden für Innovation. So haben wir Anfang Mai beispielsweise ein Online-Event namens „Startups respond to the crisis“ mit unseren Alumni-Startups durchgeführt, bei dem es darum ging, sich auszutauschen, gegenseitig zu unterstützen und an Ideen zu arbeiten. Das Feedback war sehr gut und wir freuen uns auf weitere digitale Veranstaltungen in den nächsten Monaten.

Auch die intensive Betreuung der neuen Startups im Sommersemester werden wir primär online durchführen.

Unser eigenes Team arbeitet gerade auch vollständig mobil und wir treffen uns zu Meetings, kreativen Kaffeepausen und Brainstormings online. Das klappt sehr gut und wir freuen uns auf die Arbeit mit dem neuen LMU EC Accelerator Batch des Sommersemesters 2020. 

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