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3 Food Startups die die Ernährung revolutionieren möchten

Startups punkten oftmals durch ihren kreativen und innovativen Charakter. So ist es auch im Bereich der Ernährung. Egal ob Superfood, Fleischersatz oder effiziente Verwendung der Ressourcen bei der Herstellung. Wir haben drei Startups für Euch rausgesucht, die diese innovativen Konzepte perfekt verkörpern.

Vertical Farming/Indoor Farming

Die Weltbevölkerung wächst stetig und wird voraussichtlich bis 2100 die zehn Milliarden überschritten haben. Ebenso wächst die Nachfrage nach frischen Gemüseerzeugnissen, das Problem hierbei, die Ackerflächen. Wo soll man also Gemüse anbauen, wenn alle fruchtbaren Flächen schon belegt sind? Die Lösung hierzu, das Vertical Farming. Mithilfe des Vertical Farmings ist es möglich auch in wachstumsfeindlichen Gebieten Pflanzen im großen Stil anzubauen, so z.B. ist es auch in einem urbanen Umfeld möglich.

Kurz gesagt, unter Vertical Farming versteht man den Anbau von Nahrungsmitteln in mehreren Stockwerken. Demnach werden die Pflanzen von ihrer natürlichen Umgebung entkoppelt, und unter kontrollierten Umweltbedingungen (durch Controlled-Environment-Agriculture Technologien) angebaut.

Vorteil ist es außerdem, dass Pflanzen das ganze Jahr über gezüchtet werden können und die Städte unabhängig vom Import wären. Dies hat wiederum einen positiven Einfluss auf das Klima. Auch, dass die Anbauflächen in den Großstädten selbst sind, und demnach kürzere Lieferwege bedeuten, beeinflusst die Umwelt positiv.

Ein Beispiel für ein deutsches Startup, das Indoor-Farming betreibt, ist das 2013 gegründete Infarm aus Berlin. So hat Infarm ein System entwickelt, dass es erlaubt Kräuter und Gemüse in Glasschränken wachsen zu lassen. Diese Schränke sind sowohl in Supermärkten und Restaurants, als auch in Logistikhallen von Großhändlern zu finden. Bislang errichtet das Startup 50 neue Farmen pro Quartal und ist bislang in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz aktiv, bald aber auch in Großbritannien.

Screenshot Webseite Infarm 06/19

Insektenprotein

Ein aktuelles Trendthema im Bereich der Ernährung sind wohl die Insekten als Proteinlieferant. Deutsche Startups gibt es viele, die sie damit beschäftigen. So gibt es beispielsweise isaac, die sich auf Proteinpulver konzentrieren, und versuchen Insekten so als Nahrungsquelle zu etablieren.

Oder Beearprotein, Snack Insects und Swarm Protein, diese Startups entwickelten Proteinriegel aus Insekten. Bearprotein achtet dabei darauf, Insektenmehl aus biologisch gezüchteten Grillen zu verwenden. Diese Grillen kommen aus einer kanadischen Bio-Insektenfarm.

Snack Insects bietet ebenfalls süße Optionen wie Lutscher und „Dschungelade“ an, sowie Honig, aber auch andere Produkte umfasst das Sortiment.

Eine weitere Option ist das Protein in Form von Keksen, Granola, Croutons oder Pasta zu verwenden. So macht es das Startup Plumentofoods. Die Idee dahinter ist es, dass die Insekten in ihrer Form nicht sichtbar sind und so das Ekelgefühl, das Viele in dem Zusammenhang mit dem Essen von Insekten haben, überwunden werden kann.

Ebenfalls an einer herzhaften Variante interessiert ist Bugfoundation, die mit ihrem Insektenburger die neue Proteinquelle etablieren wollen.

Wicked Cricket hat in erster Linie die Nachhaltigkeit im Kopf. Sie produzieren frei von Konervierungsstoffen und verpacken ihre Produkte im Bio-Kunststoff PLA.

Auch als Hundefutter werden Insekten angeboten. Dieses Konzept wird von Futterzeit verfolgt. Derzeit bietet Futterzeit Trockenfutter an, plant aber das Sortiment auf Snacks und Nassfutter auszuweiten.

Screenshot Webseite wickedcricket 06/19

In-Vitro-Fleisch

Im Jahr 2013 wurde kultiviertes Fleisch zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem wurde von unterschiedlichen Startups, weiter daran gearbeitet.

Mark Post, vom niederländischen Startup Mosa Meat, präsentierte im August 2018 den ersten Burger aus der Petrischale.

Aber wie funktioniert das? Für den Burger wurden Stammzellen eines Rindes entnommen und zu Muskelfasern herangezüchtet worden. Zu Beginn ein enorm teures Unterfangen. So lag der Preis pro Burger bei 250,000€. Bei zunehmendem Fortschritt konnte aber auch der Preis weiter gesenkt werden, sodass dieser im Jahr 2017 bei nur noch 10€ pro Burger lag. Ziel des Startups ist es, bis 2021 die Patties zum Preis von 8,50€ in den Supermärkten zu verkaufen.

Kultiviertes Fleisch hat, zusätzlich dazu, dass Tierleiden vermieden wird, auch einen positiven Einfluss auf unser Klima. Die Produktion des kultivierten Fleisches braucht nämlich 99% weniger Land und 90% weniger Wasser als es bei der Massentierhaltung der Fall ist.

World’s first cultured hamburger (2013) | Photo © David Parry/PA

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